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Derivate-Termingeschäfte: Vom Optionsschein bis zum Zertifikat

Der Derivatemarkt ist riesig. Allein im März 2013 wurden an den internationalen Terminmärkten täglich im Durchschnitt knapp 10 Mio. Kontrakte gehandelt. Größter Anbieter ist dabei die Eurex, die über 7 Mio. Kontrakte abwickelte.

Bei den Aktienindexderivaten waren es im gesamten Monat März fast 66 Mio. Kontrakte und etwa die Hälfte davon – 31 Mio. Kontrakte – wurden bei den aktienbasierten Derivaten erreicht.

Offenkundig herrscht viel Betrieb an den Märkten. Grund genug, sich in einen Überblick zu verschaffen, welche Derivate-Termingeschäfte man abwickeln kann. Derivatebörse – so funktioniert die EUREX

Optionsscheine

Darunter versteht man als Wertpapier gestaltete Optionen. Wenn man Optionen nicht selbst handeln möchte, besteht eine bequeme Variante darin, den passenden Optionsschein zu nehmen. Optionen sind besser als Optionsscheine: 3 unschlagbare Gründe

Bei Optionsscheinen gibt es wie bei allen Derivaten einen Basiswert. Dieser bestimmt letztlich den Preis des Optionsscheins. Als Basiswerte können Aktien, Indizes, Währungen, Rohstoffe und mehr dienen, jedoch immer nur ein einziger Wert pro Schein.

Mit dem Kauf eines Optionsscheins erwirbt man das Recht, den Basiswert zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Entweder übt man seine Option schon während der Laufzeit bei passenden Kursen aus, oder der Optionsschein wird am Laufzeitende zum jeweiligen Kurs des Basiswerts abgerechnet. Optionsschein – Hebel und Termingeschäfte

Hebelzertifikate

Diese Form der Derivate hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Optionsscheinen. Allerdings hat jedes Hebelzertifikat eine Knock-Out-Schwelle. Das bedeutet, wenn der Basiswert diese Kursmarke erreicht, verfällt das Hebelzertifikat wertlos. Als Basiswerte stehen dieselben möglichen Werte zur Verfügung.

Man kann sagen, dass Hebelzertifikate zu einem gewissen Teil keine Termingeschäfte sind, weil es zahlreiche Varianten davon gibt, die endlos laufen. Es gibt somit keinen Termin, wann abgerechnet wird. Der Begriff „endlos“ ist dabei allerdings wiederum relativ, weil es gleichzeitig eine Knock-Out-Schwelle gibt, die den Handel mit dem Zertifikat beenden kann.

Letztlich entscheidet man vor dem Kauf eines Hebelzertifikats, wo die Knock-Out-Schwelle liegen soll. Abhängig vom aktuellen Kurs ergibt sich daraus der Hebel. Dieser besagt, wie sehr der Preis des Derivats schwanken kann, wenn sich der Kurs des Basiswerts verändert. Hebel-Zertifikate: Die Vor- und Nachteile

Andere Zertifikate

Die Derivate-Termingeschäfte bieten aber noch weitere Möglichkeiten. Besonders die Auswahl an Zertifikaten ist enorm: Es gibt Alpha-Zertifikate, Bonus-Zertifikate, Discount-Zertifikate, Express-Zertifikate, Sprint-Zertifikate und viele mehr.

Diese Form der Termingeschäfte ist jedoch eine Spur komplexer als ein gewöhnliches Hebelzertifikat und sollte deshalb genau studiert werden, bevor man in ein solches Produkt investiert. Discount-Zertifikate: Risikominderung und attraktive Rendite

Derivate-Termingeschäfte: Fazit

Man kann mit Derivate-Termingeschäfte auf fast alle Werte abschließen. Entscheidend ist besonders für Anleger dabei, sich vorher ausreichend zu informieren. Speziell bei oben genannten Zertifikaten, die alle andere Rahmenbedingungen aufweisen, ist es ratsam, das Kleingedruckte genau durchzulesen.

Dagegen bieten Hebelzertifikate oder Optionsscheine einen relativ leichten Einstieg in den Handel mit Derivaten.

22. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.