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Derivate und strukturierte Produkte – wann man welche Produkte kaufen sollte

Wer bereits mit Derivaten spekuliert, für den können auch strukturierte Produkte interessant sein. Als Kleinanleger kann man mit Derivaten auf steigende und fallende Kurse von bestimmten Werten setzen.

Ein sogenannter Basiswert kann beispielsweise eine Aktie, ein Index, ein Rohstoff oder ein Währungspaar. Jedoch immer nur einer dieser Werte.

Derivate und strukturierte Produkte unterscheiden sich insofern, weil hierbei Aktien oder Obligationen mit Derivaten (in der Regel Optionen) kombiniert werden. Das Ergebnis ist ein neues Wertpapier, das entsprechend verbrieft ist. Deshalb ist auch die Rückzahlung dieses Produktes von einem oder mehreren Basiswerten abhängig.

Derivate und strukturierte Produkte

Wie erwähnt, sind strukturierte Produkte eine Kombination aus Aktien bzw. Obligationen und Derivaten. Hintergrund ist es dabei, dass dem Kunden ein Wertpapier mit derivaten Eigenschaften angeboten werden kann.

Strukturierte Produkte kann man in drei Kategorien unterteilen:

  • Renditeoptimierung
  • Kapitalschutz
  • Partizipation

Renditeoptimierung

Üblicherweise sind besonders die Discount-Zertifikate das Aushängeschild für Renditeoptimierung bei strukturierten Produkten. Aber es gibt auch noch Barrier-Discount-Zertifikate mit eingebauter Verlustbarriere zum Kapitalschutz in kleinem Stil.

Als dritte Variante findet man mit dem Reverse Convertible Zertifikat den Vorgänger des Barrier-Discount-Zertifikats. Diese funktionieren ähnlich wie ein Discount- Zertifikat, nur dass der Investor bei niedrigen Kursen die Aktien geliefert bekommt. Dies wird besonders empfohlen, wenn man stagnierende Kurse erwartet.

Der Klassiker, das Discount-Zertifikat, ist für den Anleger, der bestimmte Aktien auf jeden Fall kaufen möchte. Sollten die Kurse fallen, können Verluste damit aber selten vermieden werden.

Im Idealfall stagnieren die Kurse ein Zeit lang und das Discount-Zertifikat gewinnt an Wert. Danach übernimmt man die Aktie für einen günstigeren Preis. Discount-Zertifikate: Risikominderung und attraktive Rendite

Kapitalschutz

Hierbei gibt es eine gewisse Mindestrückzahlung als Sicherheit. Gleichzeitig profitiert man auch von steigenden Kursen. Diese Art von Investment ist ein Kompromiss zwischen garantierter Rückzahlung und Wertsteigerung der Aktie des Basiswerts. Dabei ist der Profit größer, je tiefer die Volatilität ist.

Deshalb sollte man als Anleger in diese Produkte investieren, wenn man sich kurzfristig gegen Kursrückschläge absichern will. Derivate Volatilität – wie die Schwankungsbreite den Preis bewegt

Partizipation

Mit diesem Zertifikat beteiligen Sie sich direkt an der Kursentwicklung. Bonus-Zertifikate beziehen sich in der Regel auf eine Aktie und bieten einen Kapitalschutz bis zu einem gewissen Bereich (Knockout). Investieren kann man in Bonus-Zertifikate, wenn man eine Bodenbildung der Aktie erwartet und keinen Kursrutsch in den Knockout-Bereich.

Tracker-Zertifikate ermöglichen dem Anleger die Beteiligung an entweder mehreren Aktien auf einmal oder den Zugang zu einer Branche oder Region. Man ist an der Entwicklung 1:1 beteiligt. Steigt beispielsweise die Branche Erneuerbare Energien um 10%, so gewinnt das entsprechende Zertifikat ebenfalls 10%.

Outperformance-Zertifikate sind zu kaufen, wenn man von einem Boom der Aktie ausgeht. Hier kann man überproportional an Kursgewinnen partizipieren, während man auf die Dividende verzichten muss.

21. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.