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Derivate Volatilität – wie die Schwankungsbreite den Preis bewegt

Volatilität ist die Schwankungsbreite der Märkte. Die Börsen bestehen immer aus steigenden und fallenden Kursen und bewegen sich nie exakt in gerader Linie nur auf eine Richtung zu. Deshalb wird es Volatilität auch immer geben – nur manchmal gibt es eben mehr von ihr. Besonders in Krisenzeiten, d.h. bei stark fallenden Kursen, steigt sie an.

Derivate: Volatilität beeinflusst die Preise

Bei Derivaten geht es hierbei in erster Linie um Optionsscheine, die von der Volatilität leben. Besonders Short-Optionsscheine (also Derivate, die auf fallende Kurse wetten) steigen im Wert, wenn sich die Volatilität erhöht.

Da wirken dann zwei Kräfte auf einmal. Nicht nur wird der Schein teurer, weil die Kurse in die gewünschte Richtung gehen, sondern auch, weil die Volatilität anzieht (in dem Fall die implizierte Volatilität) und das den Preis nach oben treibt. Optionsscheine und implizierte Volatilität

Volatilität im DAX: Wann ist der richtige Zeitpunkt für Investments?

Betrachtet man die Volatilität beispielsweise im DAX, so kann man gewisse Eckmarken bestimmen. Der sogenannte VDAX ist der Wert, der die Volatilität des Deutschen Aktienindex darstellt. Zum Höhepunkt der Finanzkrise Ende 2008 lag der VDAX bei über 60 Punkten. Danach fiel er in den laufenden Jahren bis auf unter 20 Punkte herab.

Bei etwa 15 Punkten gab es oft einen unteren Wendepunkt in der Vergangenheit. Sieht man also den VDAX am Boden, kann man daraus zweierlei Dinge schließen. Einerseits ist davon auszugehen, dass die Volatilität bald wieder steigen wird – wenn auch eventuell nur kurzfristig. Das bedeutet in der Regel auch einen Rücksetzer für den DAX.

Zweitens ist dann der Zeitpunkt gekommen, um sich möglichst günstig mit Short-Optionsscheinen einzudecken. Diese sind dann aufgrund der niedrigen Volatilität besonders günstig und bergen deshalb ein geringes Risiko.

Wer besonders vorsichtig agieren möchte, achtet nach einem solchen Investment weiterhin auf den VDAX. Überschreitet dieser die Marke von etwa 20 Punkten, kann man seinen Short-Optionsschein wieder verkaufen. Denn das ist häufig die Marke, an der die Volatilität wieder abnimmt. Danach kann man weiterhin Derivate handeln, in dem Fall aber eher Knock-Out-Produkte. Volatilität richtig nutzen

Derivate-Volatilität: Fazit

Möchte man keinen Optionsschein kaufen oder befindet sich gerade die Volatilität deutlich über 20 Punkte, so muss man mit größeren Ausschlägen rechnen. Für ein Engagement in Derivate kann das natürlich trotzdem ein guter Zeitpunkt sein. Allerdings gilt es dann besonders darauf zu achten, dass man die Stops nicht zu eng setzt.

Bei der erhöhten Volatilität muss man mit einkalkulieren, dass die Kurse etwas mehr schwanken können. Deshalb sollten Stops einen gewissen Sicherheitsabstand haben, um die Schwankungen abfedern zu können. Was die Volatilität für Sie bedeutet

Es gibt zum Thema Derivate und Volatilität sogar eigene Zertifikate, mit denen man auf die Schwankungsbreite wetten kann. Solch ein Investment ist jedoch nur erfahrenen Investoren zu empfehlen, die die Märkte lange Zeit beobachtet haben und sie gut abschätzen können.

11. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.