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Derivate und Wertpapiere – das ist der Unterschied

Ein Derivat ist ein Finanzinstrument, dessen Preis von der Entwicklung eines Basiswertes abhängt. Dieser Basiswert können Aktien, Indizes, Rohstoffe, Anleihen, Währungen und Zinsen sein. Im Bereich der Derivate kann man dabei dann in Optionsscheine, Future-Kontrakte, Swaps und Zertifikate investieren.

Ausschlaggebend bei den Derivaten ist der Hebel, der jedem Derivat anhängt. Durch die Hebelwirkung verändert sich der Preis des Derivats stärker als der Basiswert. Deshalb ist es besonders bei Spekulanten beliebt, in Derivate zu investieren. Finanzinstrumente einfach erklärt

Derivate: Kategorien

Allgemein kann man Derivate in zwei Kategorien einordnen – Termingeschäft oder Optionen. Das sind die am meisten gekauften Versionen eines Derivats. Natürlich gibt es darüber hinaus auch noch seltenere Varianten. Insbesondere, wenn es um Zinsen, aktienbezogene Geschäfte oder zum Beispiel Credit Default Swaps (Kreditausfall-Derivate) geht. Was ist ein Derivat?

Es gibt sogar Wetterderivate, deren Basiswert Niederschlagsmengen sein können. Diese können bei Unternehmen als Absicherung dienen, die vom Wetter abhängig sind. Privatanleger befassen sich aber damit aber eher nicht – bei ihnen stehen Termingeschäfte und Optionen im Vordergrund. Derivate – handeln mit der Zukunft

Wertpapier: Definition

Ein Wertpapier ist letztlich eine Urkunde, die dem Inhaber ein gewisses Recht gegenüber einem Schuldner gibt. Konkret bedeutet das für die Börse: Die Bank, von der man ein Derivat gekauft hat, oder das Unternehmen, dessen Aktien man besitzt, übernimmt die Rolle des Schuldners.

Als Investor bezahlt man für dieses Recht einen gewissen Betrag, der je nach Recht (Wertpapier) unterschiedlich hoch ist. Möchte man Anteile an BMW oder Siemens kaufen, zahlt man dafür und bekommt Aktien.

Mit der Aktie in der Hand hat man das Recht, an Hauptversammlungen des Unternehmens teilzunehmen und dessen Kurs – wenn auch in kleinem Rahmen – mitzubestimmen. Derivate gehören zu den Wertpapieren und sind eine Untergruppe.

Hat man ein Zertifikat, das von steigenden Preisen z.B. bei Sojabohnen profitiert, halten sich die dadurch bezogenen Rechte natürlich in Grenzen. Man hat allerdings das Recht, das Derivat zu einem beliebigen Zeitpunkt an den Emittenten zurückzugeben. Dieser muss dann den aktuellen Preis dafür bezahlen. Kennen Sie sich aus am Wertpapiermarkt? Testen Sie sich!

Derivate und Wertpapiere: Fazit

Der Wertpapiermarkt ist riesig. Eine Unterkategorie davon sind die Derivate. Selbst dort scheint das Angebot auf den ersten Blick erdrückend, so dass man sich etwas Zeit nehmen sollte, um sich zu Recht zu finden.

Als Privatanleger sind neben Aktien insbesondere Derivate eine interessante Anlagemöglichkeit. Hier kann man über den Hebel deutlich mehr an einer Kursentwicklung partizipieren. Wer sich schon etwas besser auskennt, kann sein Aktiendepot auch mit Derivaten gegen einen Börsencrash absichern. Dann werden die Verluste geschmälert, wenn die Märkte fallen sollten. Vermögen absichern

6. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.