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Derivatebörsen: Handel auf Termin

Geschäfte, die in der Zukunft abgewickelt werden, bergen für beide Geschäftspartner Unsicherheiten.

Die Derivatebörse nimmt den Geschäftspartnern die Unsicherheiten, indem sie schon jetzt einen Preis für den Handel der Zukunft festlegt.

Lesen Sie hier mehr zu den Grundlagen von Derivaten.

Vom Bauernmarkt zur Superbörse

An der Derivatebörse werden so genannte Termingeschäfte getätigt. Angefangen hat es mit dem Landwirt, der seine Ernte schon im Frühjahr verkauft, aber natürlich erst im Herbst liefert.

Der Käufer sichert sich die Ernte bereits im voraus. Für beide ist das Handeln auf Termin vorteilhaft.

Fällt die Ernte schlecht aus, steigen die Preise. Der Käufer würde ohne das Termingeschäft draufzahlen.

Oder aber die Ernte wird gut; dann sinken die Preise wegen des höheren Angebots. Der Erzeuger erhält trotzdem den zuvor vereinbarten Preis.


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Nach diesem Modell funktioniert der Handel an Derivatebörsen.

Handeln auf Termin ist mit Agrarprodukten, Metallen, Öl und vielen anderen Rohstoffen möglich. Aber auch mit Aktien, Anleihen, Währungen und Indizes.

Es gibt eigentlich kein Produkt, mit dem kein Terminhandel möglich ist. Im Grunde genommen finden sich immer 2 Partner, die auf einen bestimmten Preis wetten.

Derivatebörsen: Handel auf Termin mit Optionen und Futures

An den modernen Derivatebörsen wechselt dabei die eigentliche Ware nie den Besitzer. Es wird lediglich das Recht gehandelt, eine Ware zu kaufen oder zu verkaufen.

Möglich ist dieser Handel auf Termin mit so genannten Optionen oder Futures. Für beide Papiere gibt es Kaufrechte (Calls) und Verkaufrechte (Puts).

In der Ausführung unterscheidet sich das jeweilige Handeln auf Termin ganz wesentlich.

Optionsscheine beinhalten das theoretische Recht, eine Ware gegen Gebühr zu handeln. Geht die Preiswette nicht auf, verfällt lediglich die Option, das heißt: Die Gebühr ist verloren.

Die Handelspartner handeln nach dem Prinzip “Fill or kill”, sie erfüllen also das Geschäft oder lassen es verfallen. Bei Futures muss geliefert werden.

Hat also ein Handelspartner auf sinkende Kurse gesetzt, muss er die Preisdifferenz begleichen, falls die Kurse steigen. Das kann schnell sehr teuer werden.

Milliardenschweres Geschäft und Kritik

Die weltweit größte Derivatebörse ist die Chicago Mercantile Exchange (CME), gefolgt von der Eurex, die der Deutsche Börse AG gehört. Der Kampf um Marktanteile entscheidet sich vor allem über die erhobenen Gebühren.

Natürlich punkten die einzelnen Marktplätze auch mit den angebotenen Produkten.

So ist die CME bei Spekulationen auf Währungen führend, während die Eurex als Derivatebörse beim Handeln auf Termin bei Aktien und Indizes die Nase vorn hat.

Vor allem der Handel auf Termin mit Rohstoffen stößt auf herbe Kritik. So verzerre die Spekulation das Bild von Angebot und Nachfrage und treibe auf diese Weise künstlich den Preis.

Die Befürworter der Derivatebörse halten dagegen, dass die Terminhändler vor allem für viel Umsatz sorgen.

Und der hohe Umsatz bewirke wiederum, dass der Handel eher in ruhigen Bahnen verläuft.

13. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Steven Fuchs
Von: Steven Fuchs.