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Derivatebörse: So funktioniert die EUREX

EUREX steht für European Exchange. Die EUREX wird gemeinsam von der Deutschen Börse AG und der SIX Swiss Exchange betrieben.

Hier kam es 1998 zu einem Zusammenschluss der Deutschen und der Schweizer Terminbörse, die eine gemeinsame Plattform für den Handel von Terminkontrakten schaffen wollten.

Als Europas größter Marktplatz für Termingeschäfte bietet die EUREX ein breites Spektrum an standardisierten Optionen und Future-Kontrakten an.

Bei diesen Geschäften geht es vorrangig um Transaktionen, die erst in der Zukunft erfüllt werden, aber das Geschäft bereits in der Gegenwart abgeschlossen wird.

Mehr dazu: Das Termingeschäft – veranschaulicht am Beispiel Kaffee

Die Derivatebörse EUREX – Besonderheiten

Die EUREX funktioniert technisch anders als andere reine Aktienbörsen. Der Unterschied liegt vor allem in der hohen Anforderung an das Verrechnen von Termingeschäften.

Bei Optionen und Futures wird ein geringer Anteil des gehandelten Gegenwertes eingesetzt und so ist ein aufwendiges Verrechnungssystem notwendig.


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Mehr dazu im Video: Was ist ein Future?

Dieses Verrechnungssystem ermöglicht es der EUREX, Angebot und Nachfrage schnellstmöglich zusammenzuführen und für die Garantie der Ausführung zu sorgen.

Für die Ausführungen sorgen unter anderem sogenannte Market-Maker. Hauptaufgabe eines Market-Makers ist es, auf Anfrage in den von ihm betreuten Basiswerten verbindliche Geld- und Briefkurse zu stellen.

Die EUREX hat eine eigene Handelsüberwachungsstelle, die sämtliche Handelsdaten und Daten der Geschäftsabwicklung erfasst und überwacht. Dadurch ist die Ordnungsmäßigkeit der Kursfeststellung und der Preisbildung gewährleistet.

Nachschusspflicht und Risiko an der EUREX

Durch die vielen Kursschwankungen und die ständige Liquiditätspflicht eines Handelspartners, werden täglich die Einschussverpflichtungen berechnet.

Dies bedeutet, dass jeder, der einen Kontrakt an der EUREX handelt, genug Kapital „im Rücken“ haben muss, um auch bei Kursrückschlägen seine Bonität rechtfertigen zu können.

Bei einem starken Kursrückgang reicht der Kapitalbestand eventuell nicht aus. Dann kommt es zu einem sogenannten Margin Call – dem Aufruf zur Nachschusspflicht.

Kann man dieser Nachschusspflicht – also der weiteren Bereitstellung von Kapital – nicht nachkommen, so wird die Position umgehend glatt gestellt, also praktisch neutralisiert.

Dieser Schritt kann dazu führen, dass nicht nur das eingesetzte Kapital weg ist, sondern auch noch ausstehende Zahlungen geleistet werden müssen.

Wer Zugang zur EUREX erhält – die Mitglieder

Zentrale Institution im Handel ist die Clearing Stelle. Diese dient als Vertragspartner beider Seiten – des Käufers wie auch des Verkäufers.

Die Clearing-Stelle der Derivatebörse haftet für die Erfüllung der gehandelten Kontrakte. Das bedeutet für einen zugelassenen Händler, dass die Bonität für getätigte Geschäfte jederzeit gewährleistet sein muss.

Hierzu werden börsentäglich Sicherheiten in verschiedenen Formen (Wertpapiere, Geld) hinterlegt – die sogenannten Margins.

Als Clearing-Stellen werden an der EUREX hauptsächlich nur kapitalstarke Banken zugelassen, um Ausfallrisiken zu vermeiden. Es muss gewährleistet sein, dass die Ansprüche des Handelspartners erfüllt werden.

Die Clearing-Bedingungen, die jede Bank als Teilnehmer der EUREX Clearing AG erfüllen muss, sind 551 Seiten stark, was auf die Komplexität dieser Geschäftsarten schließen lässt.

Ein Tipp: Um sich ein annäherndes Bild über den Handel auf dem Parkett und die vorhandenen Risiken zu machen, ist der Börsenfilm „Margin-Call“ zu empfehlen. 2011 lief dieser in einigen Programmkinos.

3. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.