Deutsche Bank Aktie: Belasten Ermittlungen in USA den Aktienkurs?

In den USA wird gegen die Deutsche Bank ermittelt.

In den USA droht der Deutschen Bank massiver Ärger.

Wegen der Immobilien-Wertpapiergeschäfte vor der Finanzkrise ermittelt die amerikanische Börsenaufsicht SEC gegen die Deutsche Bank.

Die US-Börsenaufsicht SEC ermittelt gegen das Institut wegen eines Pakets von strukturierten Hypothekenpapieren.

Mit der Annahme, dass die darin verbrieften Immobilienkredite ausfallen werden, wurden die Papiere an Kunden verkauft.

Bei einem Wertpapiergeschäft mit dem Hedgefonds-Manager John Paulson hat die Bank offenbar die Möglichkeit eingeräumt, schrottreife Hypothekenpapiere auszusuchen, gegen die er dann wetten konnte. Dies geschah jedoch ohne, dass es die anderen Investoren wussten.

Die US-amerikanische Investmentbank Goldman Sachs hat wegen eines ähnlichen Geschäfts mit Paulson einen Vergleich mit der SEC geschlossen.

Dabei zahlte die Bank 550 Millionen Dollar.

Bereits in den Jahren vor der Finanzkrise hatte die Deutsche Bank im großen Stil Wertpapiere aus US-Immobiliekrediten fabriziert, welche rasant an Wert verloren und infolge dessen zahlreiche Investoren in existentielle Schwierigkeiten brachte.

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) befürwortet eine Betrugsklage gegen die Deutsche Bank.

Hier handelt es sich auch um Immobilien-Wertpapiergeschäfte, sogenannte CDos in den USA.

Die Düsseldorfer IKB Deutsche Industriebank gilt in beiden Fällen als Opfer. Sie musste schließlich mit mehr als acht Milliarden Euro an Steuergeldern von der staatlichen Förderbank KfW vor dem Bankrott gerettet werden.

Bereits im Oktober hatten ehemalige Zweckgesellschaften der IKB (Deutsche Industriebank AG), welche rechtlich als Käufer der Papiere anzusehen sind, mit dem Namen Loreley Financing in den USA eine Betrugsklage gegen die Deutsche Bank eingereicht.

Insgesamt wurden 439 Millionen Dollar Schadensersatz plus Strafzahlungen gefordert.

Damit klagt der deutsche Staat die Deutsche Bank an.

Der Deutsche Bank Chef Josef Ackermann wird morgen, den 02.Februar 2012 die Geschäftszahlen für das Jahr 2011 vorlegen.

Aktueller Stand der Aktie

Im Rahmen einer Seitwärtskonsolidierung zeigt sich die Aktie der Deutschen Bank stabil.

Der DAX-notierte Bankentitel hatte sich in den vergangen Tagen oberhalb einer Unterstützung bei 31,95 Euro gehalten.

Diese hat sich oberhalb der um 30,90 Euro liegenden wichtigeren Unterstützungszone aufgebaut.

Die beiden Marken sind als bedeutende Signalgeber festzuhalten, wenn es darum geht, die mehrwellige Aufwärtsbewegung zu verteidigen.

Diese Aufwärtsbewegung hatte die Deutsche Bank in den vergangenen Wochen von 20,78 Euro auf 34,07 Euro steigen lassen.

Die Deutsche Bank: Unternehmensprofil

Die Deutsche Bank zählt weltweit zu den führenden Finanzdienstleistern und ist der größte Bankenkonzern in Deutschland.

Das Institut hat 1.981 Niederlassungen in 72 Ländern. Die Standorte in New York City, London und Sydney zählen zu den bedeutenden Firmensitzen im Ausland.

Der Hauptsitz der Deutschen Bank AG befindet sich in Frankfurt am Main. Die Geschäftsaktivitäten des Universalbankkonzerns umfassen eine breite Diversifikation verschiedenster Bankleistungen.

Dazu zählt auch die umfassende Betreuung der Privatkunden in sämtlichen Bank- und Finanzsegmenten.

Das Investmentbanking mit der Emission von Aktien, Zertifikaten und Anleihen nimmt in den Geschäftsfeldern der Bank eine hohe Priorität ein.

Aufgrund von Fusionen und Übernahmen wurde die im Jahre 1870 gegründete Deutsche Bank im Laufe des 20. Jahrhundert zu einer Großbank.

Die Fusion mit der Diskonot-Gesellschaft im Jahre 1929 war besonders relevant. Ebenso wie 1992 die Übernahme von Morgan Grenfell.

Ein weiterer Höhepunkt war die Übernahme von Bankers Trust 1999 und der Kauf des Versicherungsunternehmens Abbey Life 2007.

 
 
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