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Deutsches Kapital als Europas Motor – jetzt zahlen wir die Zeche

Die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg in Deutschland war über Jahrzehnte hinweg die starke Wirtschaftskraft der deutschen Mittelschicht.

Doch das gehört der Vergangenheit an.

Im Zuge der Euro-Einführung und der Jahre danach wurden so große Summen aus Deutschland abgezogen, dass die Mittelschicht einen schleichenden Abstieg erlebt hat.

Und der ist noch lange nicht zu Ende…

Die folgenden Zahlen zeigen Ihnen ganz klar, wohin die Reise geht:

Abwärtsspirale verdeutlicht anhand von gigantischen Zahlen

In den Jahren zwischen 2002 und 2010 flossen rund 1 Billion € aus Deutschland ab. Das war ein Großteil der insgesamt 1,62 Billionen € volkswirtschaftlicher Gesamtersparnis, die in diesem Zeitraum anfiel.

Das schlimme daran: Diese Summe stand eben nicht mehr für Investitionen im Inland zur Verfügung.

Nun ist es auch so gewesen, dass ein Teil des Kapitalabflusses aus Deutschland auch wieder als Direktinvestitionen im Ausland eingesetzt wurde.

Aber dies war mit 272 Mrd. € nur rund 1/4 der Gesamtsumme. Was ist also mit dem weiteren Kapital passiert?

Das wurde in diesen Jahren hauptsächlich zur Finanzierung des Konsums auf Pump in den späteren Euro-Krisenländern eingesetzt. Hier haben die deutschen Landesbanken eine sehr wichtige Rolle gespielt.

Landesbanken haben viel Geld in der Euro-Zone und den USA verzockt

Angelockt durch die attraktiven Renditen erweiterten die Landesbanken ihren Horizont und gingen dann im Londoner Finanzdistrikt ein und aus.

In einer Dokumentation habe ich einmal ein Interview mit einer ehemaligen Investmentbankerin gesehen, die ganz klar sagte: „Die Landesbanken kamen zu uns nach London, um sich von uns spezielle Produkte auflegen zu lassen.“

Wie wir heute wissen, haben sich etliche Landesbanken und auch die für den Mittelstand zuständige IKB Deutsche Industriebank AG bei diesen internationalen Derivatgeschäften mächtig verspekuliert.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Doch damals sah das zunächst nach extrem sicheren Geschäften aus.

Doch in den Jahren nach der Jahrtausendwende zogen die späteren Euro-Krisenländer sehr viel Kapital an.

Das Gleiche galt zu dem Zeitpunkt für den Immobilienmarkt in den USA: Auch dort waren viele Landesbanken aktiv.

Wie gesagt: Die Risiken im Ausland wurden immer größer und im Inland fehlte das Kapital für Investitionen.

Gefangen im goldenen Euro-Käfig

Mittlerweile ist Deutschland wieder die Wachstums-Lokomotive in der Euro-Zone.

Doch das nützt wenig: Die schwachen Länder haben eben heute nicht mehr die Chance, durch eine Abwertung ihrer Währung die Wettbewerbs-Fähigkeit wieder zu erhöhen.

Sie sind gefangen in den Zwängen der Gemeinschaftswährung. So lange diese Klammer besteht, wird es auch zu keiner nachhaltigen Lösung der Schuldenkrise kommen.

22. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.