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Deutschlands Gold in ausländischen Händen

Deutschland hat laut dem World Gold Council mit etwa 3.400 Tonnen die zweitgrößten offiziellen Goldreserven der Welt.

Nur die Goldreserven der Vereinigten Staaten sind mit etwa 8.130 Tonnen größer. Der Marktwert des deutschen Goldes beträgt rund 140 Milliarden Euro.

Lange Zeit hat sich niemand für die Goldreserven von Notenbanken interessiert.

Ganz im Gegenteil: Seit Jahrzehnten bauten die einzelnen Zentralbanken, die die jeweiligen nationalen Währungen herausgeben, ihre Bestände im Verhältnis zu den Devisenreserven und der Zentralbankgeldmenge ab.

Gold wurde einfach als ein „barbarisches Relikt“ früherer Zeiten betrachtet.

Da infolge der Finanzkrise nach den Banken nun auch reihenweise Staaten ihre Kreditwürdigkeit einbüßten und Notenbanken wie die Europäische Zentralbank, das Federal Reserve System, die Bank von England und andere die Märkte mit ihrem Zentralbankgeld fluteten, wurde vielen Haltern von Devisenreserven und Schuldtiteln klar, dass erhebliche Währungsverluste drohen.

Mehr dazu: Der chinesische Kaufrausch bei Gold und Silber


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Gold wird immer beliebter

Die Zentralbanken von China, Russland und anderen Staaten haben deshalb ihre Goldreserven aufgestockt.

Das Argument, wonach Gold nicht einfach gedruckt werden kann, ist simpel und überzeugend.

Sicher gibt es eine Minenproduktion von Gold, doch diese erweitert den gesamten, überirdischen Goldvorrat jährlich nur um 1,5–2 %.

Die Geldmengen der großen Währungen hingegen wachsen deutlich schneller. Dies macht Gold zumindest auf sehr lange Sicht zum stabilsten Geld.

Dieser Erkenntnis folgen scheinbar auch die Notenbanken und stockten ihre Goldreserven auf.

Im letzten Jahr waren diese Nettokäufer von Gold. Es gab also mehr Käufe als Verkäufe.

Auch als Pfandgegenstand wurde Gold wieder entdeckt. Beim jüngsten „Hilfspaket“ für Griechenland im Februar 2012 musste Griechenland das Gold seiner Zentralbank verpfänden.

Mehr dazu: Die Schlüsselfrage: Wer profitiert von der Griechenland-Krise?

Deutschlands Gold in London und New York

Kommen wir zurück zu den deutschen Goldreserven: Diese lagern zum großen Teil in London, Paris und in den Kellern der New Yorker Fed.

Der Bundesrechnungshof prüft, ob die Regierung die Goldreserven ernst genug kontrolliert.

Der renommierte Bilanzrechtler Professor Jörg Baetge kritisiert die Bundesbank in einem Gutachten. Demnach solle sie die Inventur – beziehungsweise die Zählung – selbst durchführen und die Barrennummern mit den Inventar-Listen vergleichen.

Eine reine Auskunft der New Yorker Fed beispielsweise sei unzureichend. Schon seit langem vermuten viele Goldmarktbeobachter, dass das Gold der Deutschen längst verkauft oder verliehen wurde.

Aber auch wenn es tatsächlich in den Tresoren im Ausland liegt, bedeutet es, dass ausländische Gläubiger von Deutschland auf dieses zugreifen könnten, um zukünftige Schulden aus der Eurokrise einzutreiben.

Griechenland hat mit der Verpfändung seines Goldes für den Fall seiner Insolvenz die Möglichkeit der Stabilisierung einer neuen Drachme und die Abwendung einer Hyperinflation in diesem Fall verloren.

9. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Cosmin Filker. Über den Autor

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.