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Devisen Cross Rates – die Bedeutung der Wechselkurse

Wichtig für den Devisenhandel sind Preise für Ankauf und Verkauf von Währungen. Eine Währung wird dabei in der Regel gegen eine andere getauscht. Durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage entsteht grundsätzlich der Währungspreis. Allerdings spielen hier auch zu einem großen Teil Investitionen von Großanlegern (wie z. B.Hedgefonds) eine starke Rolle.

Mit genügend Geld kann man auch die Wechselkurse in die gewünschte Richtung lenken. Aber auch Politiker können heutzutage mit ein paar Worten auf einer Pressekonferenz die Kurse beeinflussen.

Als der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, im Juni 2012 beispielsweise verkündete, „es wird reichen“ (um den Euro zu retten), schossen die Kurse von DAX und Euro nach oben. Damals wurden die immer noch aktuellen Tiefs in den Charts gezeichnet, d.h. seitdem ging es bergauf.

Was aber, wenn keine Fonds oder Politiker an den Märkten rütteln? Wie entwickelt sich dann ein Wechselkurs? Vorteile des Devisenmarktes

Cross Rate: Definition

Die Cross Rate – auch Kreuzkurs genannt – gibt den berechneten Wechselkurs zweier Währungen an. Diesen kann man auch aus anderen Wechselkursen errechnen. Das wird für den Fall benötigt, dass zwischen zwei Währungen kein offizieller Wechselkurs besteht.

Grundsätzlich ist natürlich ein direkter Blick auf den Wechselkurs EUR/USD eindeutig. Wenn der Kurs bei 1,30 steht, bedeutet das für einen Investor: Für jeden Euro bekommt er 1,30 US-$.

Währungspaare wie EUR/USD haben „bilaterale Wechselkurse“, weil man für die Berechnung lediglich zwei Währungen verwendet. Es gibt aber auch Währungspaare, die nicht direkt miteinander gehandelt werden, zumindest nicht, was ihre Preisfestlegung angeht – so zum Beispiel EUR/CHF.

Hierfür braucht man die Devisen Cross Rate, um den aktuellen Kurs zu ermitteln. Dabei werden dann die Währungspaare EUR/USD und CHF/USD genommen und daraus wird der tatsächliche Kurs für EUR/CHF – abhängig vom USD – berechnet.

Übersicht Wechselkurse

Auf den meisten Finanzseiten im Internet kann man sich einen Überblick über die Cross Rates verschaffen. Dort sind häufig die wichtigsten (also meistgehandelten) Währungen in einer Matrix aufgereiht. Mit einem Blick erkennt man dann, wie der Euro zum US-Dollar steht, der US-Dollar zum Yuan und der Yuan zum britischen Pfund. Weltkrieg der Währungen – das Ende des Dollars

Devisen Cross Rate: Fazit

Es gibt noch eine alternative Definition für Cross Rate. Dabei geht es darum, wo der Wechselkurs veröffentlicht wird. Wird ein Kurs von einem Währungspaar in einem Land veröffentlicht, das beide Währungen nicht benutzt, so gilt das dann als Cross Rate.

Diese Definition ist hauptsächlich in den USA gebräuchlich. Wenn dort zum Beispiel der Wechselkurs von Euro und britischem Pfund in einer Zeitung abgedruckt wird, sieht man es als Cross Rate an. Würde hingegen der Kurs von Euro und US-Dollar abgedruckt, wäre es laut dieser Definition keine Cross Rate, weil die USA den US-Dollar benutzen.

Ob und welches Währungspaar eine Cross Rate ist, bleibt somit letztlich Definitionssache und ist abhängig davon, in welchem Land man sich befindet.

12. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.