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Devisen: Die Definition des Geldes

Die Definition des Begriffs „Devisen“ kommt aus den Bereichen der Volkswirtschaft und des Bankwesens. Devisen bezeichnen dabei ausländische Zahlungsmittel – mit Ausnahme von Bargeld.

Dies bedeutet, dass Bargeld – oder in der Bankensprache „Sorten“ – nicht für den Devisenhandel genutzt werden kann, Schecks, Überweisungen und sonstige Zahlungsarten jedoch schon.

Devisen: Definition meist unterschiedlich

Welche Zahlungsmittel genau unter die Oberkategorie fallen, ist dabei vom jeweiligen Verwendungszweck abhängig. Allen Definitionen gemein ist jedoch, dass Devisen als Forderungsrechte im Zahlungsverkehr gelten.

Dies bedeutet, dass alle Mittel, die einer Person mit sofortiger Wirkung Kaufkraft in einer fremden Währung ermöglichen, als Devisen zu zählen sind.

Bargeld zählt hingegen als gesetzliches Zahlungsmittel. Wird dieses Geld jedoch beispielsweise auf ein Konto einbezahlt, wandelt es sich damit automatisch in eine Devise um.

Finanzinstrumente, die zwar einen Wert besitzen, jedoch nicht zur sofortigen Zahlung, beispielsweise in einem Geschäft, genutzt werden können, werden ebenfalls nicht als Devisen gewertet. Darunter würden beispielsweise Aktien oder Anleihen in ausländischer Währung fallen.


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Freier Devisenhandel ohne Einschränkungen

Für einen geregelten und freien Devisenhandel ist es essenziell, dass jede Währung einen Gegenwert für jede andere Währung bietet. Dies nennt man eine „volle Konvertierbarkeit“.

Im Beispiel bedeutet dies, dass ein Bürger 1 € jederzeit in eine Fremdwährung seiner Wahl eintauschen kann. Anfang April 2013 würde er als Gegenwert beispielsweise 0,85 britische Pfund, aber auch 10,51 ukrainische Hrywnja erhalten.

Einzelne Länder wie Nordkorea und der Iran folgen diesen Grundsätzen bislang nicht oder haben den freien Handel aufgehoben. In diesen Fällen treten Einschränkungen in Kraft.

Diese schränken den Devisenhandel beispielsweise für Bürger des eigenen Staates ein, um die Verbindung zu „feindlichen“ Wirtschaftsnationen zu unterdrücken.

In bestimmten Fällen unterdrückt ein Staat mit der Einschränkung des Handels auch die Möglichkeit ausländischer Investoren, in einheimische Konzerne zu investieren.

Definition: Devisen für Anleger

Anleger können beispielsweise durch Spekulationen und Arbitragen in den Devisenhandel einsteigen. Hierbei spekulieren sie entweder – beispielsweise durch Termingeschäfte – auf steigende oder sinkende Kurse oder machen sich bei der Arbitrage unterschiedliche Kurse an verschiedenen Orten zunutze.

Der Handel lockt dabei mit teils hohen Renditechancen, besitzt jedoch gleichzeitig ein vergleichsweise großes Risiko.

Devisenbesitz von Staaten als Wirtschaftsindikator

In der Weltwirtschaft wird ein hoher Bestand an Devisen als Zeichen für eine starke Wirtschaft eines Landes angesehen. Ein hoher Bestand kann nämlich nur dann angelegt werden, wenn die Exporte eines Staates die Importe übersteigen.

Dies bedeutet, dass er mehr ausländisches Geld einnimmt, als er für die Einfuhr von Importartikeln an ausländische Unternehmen zahlen muss.

Viele Ratingagenturen nehmen Devisen daher auch als Indikator für die Definition eigener Bewertungen.

Aktuell werden von Staaten weltweit rund 6,5 Billionen US-$ in Devisen gehalten.

3. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.