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Devisen-Future-Beispiel: So handelt man zukünftige Kurse

Mit Hilfe eines Devisen-Future-Beispiels erkennt man schnell, wie der Handel funktioniert und worauf man wetten kann.

Futures sind ein bindender Vertrag, der zwei Parteien hat. Die eine Seite ist rechtlich dazu verpflichtet, zu einem vorher bestimmten Zeitpunkt zu liefern. Bei unserem Devisen Future-Beispiel sind das die Emittenten von Wertpapieren, die einen Kontrakt in einer festgelegten Basiswährung ankaufen oder verkaufen müssen.

Der Investor kauft dabei die Gegenposition auf einen Wechselkurs. Der Preis, zu welchem Kurs der Emittent den Future zurückkaufen muss bzw. darf, wurde vorab festgesetzt. Wichtig ist nun, ob der jeweilige Währungskurs über oder unter dem festgelegten Kaufpreis liegt. Denn dies entscheidet darüber, welche Partei bei dem Handel einen Gewinn und welche Verlust macht.

Long oder Short

Das ist die wichtige Entscheidung, die man bei jedem Future-Handel treffen muss. Will man auf steigende (long) oder fallende (short) Kurse setzen? Als Investor hat man die Wahl. Es gibt immer für beide Seiten Futures zu kaufen. Besonders bei den Währungen gibt es eine große Auswahl an Devisenpaaren, die man handeln kann.

Oft gibt es in diesem extrem liquiden Markt mehr als 50 unterschiedliche Arten von Terminkontrakten, die sich auf die führenden Devisen der Welt verteilen. Das Maß aller Dinge ist hier Chicago mit seiner Chicago Mercantile Exchange. Diese Terminbörse macht weltweit den meisten Umsatz.

Devisen-Kontrakt

Bei jedem Devisen Future-Beispiel gibt es einen fixen Geldbetrag, der als Basiswährung dient. Die Menge ist dabei abgestimmt auf die entsprechenden Anforderungen des Marktes hinsichtlich der jeweiligen Währung.

Ein Euro FX Future hat als festen Währungsbetrag 125.000 €. Ein Australischer Dollar Future liegt bei 100.000 A$. Beim Britischen Pfund Future sind es 62.500 £. Dann gibt es noch beispielsweise den Yen-Future mit 12.500.000 ¥, den Kanadische Dollar Future mit 100.000 Can$ und den Future auf den Mexikanischen Peso mit 500.000 MXN sowie den Schweizer Franken Future, dessen Kontrakt 125.000 CHF entspricht.

Als Investor kauft man aber nicht einen ganzen solchen Kontrakt, sondern jeweils nur Bruchteile davon. Damit werden auch kleinen Anlegern und Spekulanten alle Möglichkeiten geboten.

Devisen Future-Handel

An den Terminbörsen kann man als Spekulant diverse Produkte zu den Devisen Futures kaufen. Wenn es darum geht zu berechnen, wie sehr sich der Wert eines solchen Kontrakts ändert, kommen die oben genannten festen Währungsbeträge ins Spiel, um die Relation zu messen.

Nehmen wir einen Euro FX Future. Dort ist die minimale Kursänderung ein Basispunkt. Das ist die sogenannte „Tick-Größe“. Tickt der Kurs also einen Punkt nach oben oder unten, ändert sich der Wert des Future-Kontrakts entsprechend.

Das standardisierte Kontraktvolumen beim Euro FX beträgt 125.000 €. Ein „Tick“ entspricht einer Kursänderung von 0,0001 US$. Berechnet man jetzt den Tick-Wert, erhält man 0,0001 US$ * 125.000 €/Kontrakt = 12,50 US$. Somit ändert sich der Wert des Kontrakts um 12,50 US$ je Tick.

Devisen Future: Beispiel

Am obigen Devisen Future-Beispiel erkennt man deutlich, wie stark ein einzelner Kontrakt sich im Wert verändern kann. Tagesschwankungen in volatilen Phasen können durchaus mehr als 1 US$ betragen beim Euro Future. Das sind 10.000 Ticks und demzufolge ändert sich der Wert eines Kontraktes in dieser Zeit um 125.000 US$.

Der Handel mit Devisen Futures ist sehr hoch gehebelt, und deshalb sollte man als Investor vorsichtig agieren und mit sicheren Stopps arbeiten. Mit der richtigen Technik und Erfahrung hat man allerdings einen sehr liquiden Markt, mit dem täglich Gewinne erwirtschaften kann.

4. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.