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Devisen-Hedging: Absichern gegen Währungsschwankungen

Devisen-Hedging steht für eine Absicherung bei Währungsgeschäften bzw. vor einem Wechselkursrisiko. Die Grundlage beim Hedging ist, dass man sich gleichzeitig in beide Richtungen positioniert. Dadurch sichert man sich insofern ab, weil die Kurse dann steigen oder fallen können – in keinem Fall ist man davon betroffen. Mit solch einer Absicherung nimmt man das Risiko für seine Geschäfte aus dem Markt.

Gegenläufige Währungen

Ein Devisen-Hedging kommt insbesondere dann in Frage, wenn man mit zwei Währungen spekuliert, die gegenläufige Wege beschreiben. Das bedeutet, wenn die eine Devise steigt, fällt die andere und umgekehrt. Ein Beispiel dazu ist der Euro und der Schweizer Franken. Geldmarktfonds: In Schweizer Franken investieren schafft keine Sicherheit

Konkret setzt man bei einem Investment das verfügbare Kapital jeweils zur Hälfte in eine der Währungen. In unserem Beispiel würde das so aussehen: 50% des Geldes werden in den Euro investiert und die anderen 50% in den Schweizer Franken.

Wichtig ist hierbei, dass man bei beiden Währungen auf dieselbe Kursentwicklung setzt. Das heißt, man muss entweder bei beiden Devisen auf steigende oder auf fallende Kurse setzen. Nur dadurch entsteht das Devisen-Hedging bei gegenläufigen Währungen.

Devisentermingeschäfte

Das Devisen-Hedging geschieht häufig auch am Terminmarkt oder über Forex Broker. Man kauft dabei Derivate oder eröffnet Positionen auf ein bestimmtes Währungspaar wie beispielsweise EUR/USD. Auf diese Weise kann man sich auch als Privatanleger absichern und in kleinem Rahmen Devisen-Hedging betreiben. Devisen-Future Beispiel: So handelt man zukünftige Kurse

Profitiert man hingegen bei bereits getätigten Investments davon, wenn ein Währungspaar steigt, so kann man sich mit einem passenden Derivat oder Forex Kontrakt gegen fallende Kurse absichern. Dazu spekuliert man zu einem gewissen Maß auf fallende Kurse des Währungspaars, um somit einen Verlust zu beschränken.

Auch als Unternehmer kann dies eine Rolle spielen. Verkauft man viele Waren im Ausland oder importiert viel, so sind die Wechselkurse entscheidend für den Profit der Firma. So gesehen nimmt ein Devisen-Hedging das Risiko aus der Kalkulation und erhöht die Planungssicherheit.

Devisen-Hedging

Das Devisen-Hedging ist heutzutage nicht mehr aus dem Handel wegzudenken. Kleinanleger, Spekulanten, Unternehmen und Banken handeln alle mit Währungen und versuchen die Kursbewegungen zu ihrem Vorteil zu nutzen. Das ist allerdings eher die offensive Art des Investments.

Beim Devisen-Hedging geht es im Gegensatz dazu eher um die Defensive. Schließlich baut man Absicherungen auf und versucht das Risiko gering zu halten. Während die einen sich also an den hohen Schwankungen der Währungspaare erfreuen, versuchen die anderen, die Volatilität in den Griff zu bekommen und sogar ganz aus dem Markt zu nehmen.

3. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.