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Devisenankauf und Devisenverkauf – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Sowohl der Devisenankauf als auch der Devisenverkauf ist Bestandteil des Devisenhandels.

Bei beiden handelt es sich somit um ein Handelsgeschäft oder Tauschgeschäft.

Was sind Devisen?

Unter Devisen versteht man alle ausländischen Zahlungsmittel mit Ausnahme des Bargelds. Bargeld in Form von Banknoten und Münzen wird nicht als Devisen, sondern als Sorten definiert.

Ein kurzes Beispiel zur Erläuterung. Stehen Sie kurz vor einer Urlaubsreise und haben für diesen Zweck bereits Geldscheine in der Währung des Reiselandes in der Hand, so halten Sie damit Sorten.

Halten Sie dagegen ein Sparbuch einer Bank des Reiselandes in Händen, auf denen sich das Urlaubsgeld befindet, so halten Sie quasi Devisen in der Hand.

Selbiges gilt beispielsweise auch für Fremdwährungskonten und Schecks. Kurz gesagt handelt es sich bei allem, was nicht Bargeld ist, aber seine Kaufkraft mit sofortiger Wirkung entfaltet, um Devisen.

Devisenankauf und Devisenverkauf – das Paar des Devisenhandels

Der Devisenhandel ist für Privatanleger zwar nicht unbedingt die einfachste Art der Geldanlage, da sie fortlaufendes Informieren und Handeln erfordert. Dennoch steigt die Nachfrage. Gängig ist hier der Devisenhandel über FOREX.

Die Bezeichnungen Devisenankauf und Devisenverkauf beziehen sich beide auf das Handeln der Bank, mit der ein Devisengeschäft betrieben wird.

Bei einem Devisenankauf kauft die Bank Devisen von einem Kunden an, bei einem Devisenverkauf verkauft die Bank dagegen Devisen an ihren Kunden.

Möchte man also als Bankkunde Devisen von seiner Bank ankaufen, so handelt es sich um einen Devisenverkauf, weil die Bank Devisen verkauft. Möchte der Bankkunde dagegen seine Devisen seiner Bank verkaufen, so handelt es sich um einen Devisenankauf, weil die Bank Devisen ankauft.

Per se wird bei einem Devisenhandel nicht die Währung an sich (also Bares) gekauft, sondern das Recht auf die entsprechende Währung.

Allgemein können Devisen zum Beispiel im Rahmen von Optionsgeschäften, Termingeschäften oder Future-Kontrakten gehandelt werden.

Devisen und ihre Bedeutung im Alltag

Devisen spielen nicht nur im Rahmen von Geschäften, die der Vermögensmehrung dienen sollen, eine Rolle, sondern vor allem auch ganz praktisch in geschäftlichen Beziehungen.

Verkauft zum Beispiel ein deutscher Unternehmer seine Produkte an einen ausländischen, so erhält er von diesem Devisen, wenn er den Rechnungsbetrag in seiner Währung auf das (Fremdwährungs-)Konto des deutschen Unternehmers überweist.

So gesehen handelt es sich aus Sicht des deutschen Unternehmers quasi um einen Devisenverkauf.

Kauft der deutsche Unternehmer dagegen Produkte von seinem ausländischen Kollegen und begleicht die Rechnung über sein Fremdwährungskonto, so entspräche dies einem Devisenankauf.

Unabhängig von der Form, in der Devisen Verwendung finden, sind dabei immer 2 Währungen im Spiel.

Es kann immer nur eine Währung gegen eine andere getauscht werden, niemals aber nur eine Währung verkauft oder angekauft werden ohne den Gegenwert mit einer anderen Währung auszugleichen.

3. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.