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Devisenforwards – Wechselkurs halten mit Devisentermingeschäften

Devisenforwards sind Devisentermingeschäfte, die vorwiegend zur Absicherung gegen Währungsrisiken dienen.

Sie werden auch kurz als FX-Forwards bezeichnet.

FX oder auch Forex steht für Foreigen Exchange.

Devisentermingeschäfte – Absicherung gegen Wechselkursrisiken

Nicht nur Aktien und Renten können volatil sein.

Wenn Währungen in Bewegung geraten, hat dies auch Auswirkungen auf die Performance von währungsabhängigen Positionen im Depot.

Steigt etwa der Euro gegenüber dem Dollar, so steigert dies zugleich die Performance einer Aktien- oder Rentenanlage auf Euro-Basis.

Umgekehrt kann aber eine negative Entwicklung das gute Ergebnis einer Geldanlage gefährden.

Das Wechselspiel können Anleger jedoch auch für sich nutzen, indem sie etwa in Devisenfonds investieren.

Gleich ob es darum geht, sich gegen Währungsrisiken abzusichern oder von Kursunterschieden bestimmter Währungen zu profitieren – Devisentermingeschäfte spielen hier eine entscheidende Rolle.

Übrigens: Seit 2004 sind diese nicht mehr nur zur Kurssicherung zugelassen. Währungsgeschäfte gibt es seitdem auch als Anlageprodukt.

Devisentermingeschäfte werden außerbörslich gehandelt und über den Foreign Exchange Market, also den Forex-Markt, abgewickelt.

Eine zentrale Börse gibt es nicht. Der Forex-Markt ist der weltweit größte Finanzmarkt. Privatanleger können aber nur über einen Broker mitmischen.


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Mehr zum Thema: Forex Broker – so findet man den richtigen Handelspartner

Devisenforwards werden vorwiegend eingesetzt, um unerwünschte Währungsschwankungen in Portfolios zu begrenzen.

Devisenforwards – Kurs und Termin festlegen

In der Regel wird dann der gewünschte Fremdwährungsbetrag gegen Euro auf Termin verkauft. Abgeschlossen wird eine bestimmte Laufzeit. Verkauft wird zum aktuellen Kurs.

Angenommen, es geht um US-Anleihen im Depot im Wert von 30.000 $. Um einem sinkenden Dollarkurs im Vergleich zum Euro zu begegnen, könnten diese zu einem Kurs von beispielsweise 1,28 in den Euro verkauft werden. Dafür bekäme man 23.437 €.

Fällt nun der Dollar bis Ende der Laufzeit auf 1,31, so wären es nur noch 22.900 €.

Da aber der vereinbarte Kurs gilt, wurden zum Fälligkeitsdatum 537 € gewonnen.

Das ist der Wert, um den die Anleihen in Euro gefallen sind. Dadurch wurde diese Position vollständig gesichert.

Damit können also US-Aktien oder US-Anleihen auch dann gekauft werden, wenn anzunehmen ist, dass der Dollar fällt.

Diese Termingeschäfte werden in der Regel von Fondsmanagern ausgeführt, wobei dann auch die jeweiligen Beträge um einiges höher liegen.

Devisentermingeschäfte sind also verbindliche Vereinbarungen, eine Währung gegen eine andere zu einem vereinbarten Termin und Kurs zu tauschen.

Dies schafft eine feste Kalkulationsgrundlage und somit Planungssicherheit.

Devisenforwards – Merkmale und Varianten

Devisentermingeschäfte müssen von reinen Kassageschäften unterschieden werden.

Bei letzteren liegt der Zeitpunkt der Geschäftserfüllung bei 2 Tagen, die Währung steht also binnen 48 Stunden zur Verfügung.

Devisentermingeschäfte hingegen laufen oft bis zu 1 Jahr.

Die Banken bieten auch Varianten von Devisenforwards an, zum Beispiel ein Devisentermingeschäft mit Gewinnbeteiligung, auch Forwardparticipation genannt.

Dabei nimmt der Kunde zu einem bestimmten Prozentsatz an Wechselkursveränderungen teil, die für ihn günstig sind – zusätzlich zur Risikoabsicherung.

Mehr zum Thema: Unterschiede zwischen Devisentermingeschäften und Spot FX

Devisenforwards sind außerdem nicht mit Devisenoptionen zu verwechseln. Zweitere dienen auch der Absicherung von Wechselkursen.

Sie bieten zusätzlich die Möglichkeit, von positiven Währungsveränderungen zu profitieren.

Außerdem kann man die Option verfallen lassen, wenn am Fälligkeitstag der Devisenkurs günstiger sein sollte als der vereinbarte.

Die Nutzung der Kursunterschiede zur Absicherung eines Wechselkursrisikos ist auch unter dem Namen No-Arbitrage geläufig.

Bei Devisentermingeschäften sind beide Parteien verpflichtet, ihre Vereinbarungen einzuhalten.

Das Kursrisiko wird hier auf den Kontrahenten abgewälzt. Sie dienen der Absicherung und Planbarkeit. Allerdings können sich die Devisenkurse auch völlig anders entwickeln als erwartet.

Hier reichen schon politische Aussagen oder plötzliche Krisen. Von daher sind also vorab die verschiedenen Möglichkeiten der Risikoabsicherung zu prüfen.

21. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.