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Die 10 größten Venture-Deals aller Zeiten

Venture-Deals – also finanzielle Beteiligungen mit Risikokapital – können sich für Investoren auszahlen, wenn das Unternehmen später an die Börse geht oder weiterverkauft wird.

Die Gewinnspannen in diesem Bereich sind riesig. Allerdings nehmen Investoren wie Peter Thiel hier auch ein großes Risiko in Kauf, denn nicht selten geben junge Start-up-Firmen nach kurzer Zeit wieder auf – dann ist das investierte Geld verloren.

Zuletzt sorgte Google für Aufsehen, als der Suchmaschinengigant in 2014 an einer Finanzierungsrunde über 542 Mio. US-$ (433 Mio. €) beim Virtual Reality Spezialisten Magic Leap teilnahm. Der Deal gilt als einer der größten Venture-Deals überhaupt. Das sind die Top 10.

10. Digital Access (Venture-Deal: 359 Mio. €)

Der US-Spezialist Digital Access wollte die Telekommunikationsindustrie mit neuen Anwendungen wie Internet-Telefonie, Video- und Datenservices über ein Glasfasernetz realisieren. Im Jahr 1999 nahm das Unternehmen 450 Mio. US-$ (359 Mio. €) an Venture-Kapital auf.

Zu den Investoren zählten unter anderem Cornerstone Equity Investors, Goldman Sachs, Nautic Partners, Norwest Venture Partners, Pamlico Capital und Providence Equity. Allerdings ließ sich die Vision von Digital Access nicht umsetzen, im Frühjahr 2001 gab das Unternehmen auf.

9. Airbnb (379 Mio. €)

Als einer der größten Venture-Deals in der jüngsten Zeit gilt die vierte Finanzierungsrunde beim US-Unterkunftsvermittler Airbnb. Über die Plattform können private Vermieter ihre Wohnung oder ihr Haus vermieten. Im Jahr 2014 nahm Airbnb weitere 475 Mio. US-$ (379 Mio. €) an Venture-Kapital auf, zu den Investoren gehören unter anderem Investoren wie Sequoia Capital und Andreessen Horowitz.

8. Zynga (391 Mio. €)

Auch die in San Francisco ansässige Zynga konnte bei seiner vierten Finanzierungsrunde 490 Mio. US-$ (391 Mio. €) von Investoren einsammeln. Zu den Investoren beim Social Games Entwickler zählten unter anderem Digital Sky Technologies, Kleiner Perkins, Andreessen Horowitz; Avalon Ventures, sowie die beiden Direktoren Reid Hoffman und Peter Thiel. Ende 2011 ging Zynga an die Börse und sammelte bei Investoren nochmals 1 Mrd. US-$ (799 Mio. €) ein.

7. Zhone Technologies (399 Mio. €)

Die US-amerikanische Zhone Technologies galt als führender Telekom- und Breitbandausrüster. Im Jahr 1999 nahm das Unternehmen gleich in der ersten Finanzierungsrunde rund 500 Mio. US-$ (399 Mio. €) auf. Zhone kaufte anschließend verschiedenste Firmen auf und fusionierte im Jahr 2011 mit Tellium. Zu den Investoren bei Zhone zählten unter anderem Kohlberg Kravis Roberts & Co., Madison Dearborn Partners, New Enterprise Associates, PCG Ventures und TPG Capital.

6. Beats Electronics (399 Mio. €)

Der Kopfhörer-Hersteller Beats Electronics erlangte weltweiten Bekanntheitsgrad, nachdem Apple das Unternehmen im Frühjahr 2014 für rund 3,0 Mrd. US-$ (2,4 Mrd. €) übernahm. Dem ging zuvor eine Finanzierungsrunde voraus, bei welcher die Investmentfirma Carlyle im Jahr 2013 rund 500 Mio. US-$ (399 Mio. $) in Beats Electronics investierte.

5. Magic Leap (433 Mio. €)

Es war einer der größten Venture-Deals in 2014. Google & Co investieren 542 Mio. US-$ (433 Mio. €) in den Augmented Reality Spezialisten Magic Leap. Bei Augmented Reality geht es um eine Zukunftstechnik, um ein Einblendung visueller Informationen und die Überlagerung virtueller Objekte mit echten Gegenständen. Zu den Investoren zählten neben Google auch der Mobile-Chiphersteller Qualcomm, Legendary Pictures und Andreessen Horowitz.

4. Western Integrated Networks (710 Mio. €)

Im Jahr 1999 stiegen mehrere Investoren beim amerikanischen TV- und Breitbandanbieter Western Integrated Networks ein und finanzierten das Unternehmen mit 889 Mio. US-$ (710 Mio. €).

Der Breitbandspezialist operierte später unter dem Namen WINfirst, schlitterte aber schon im Jahr 2002 in die Pleite. Zu den leidtragenden Investoren gehörten unter anderem Blackstone Group, Columbia Capital, Dolphin Equity Partners, GE Capital, J.P. Morgan Asset Management, Oak Investment Partners, Pamlico Capital und Providence Equity Partners.

3. Clearwire (719 Mio. €)

Der amerikanische WiMAX-Spezialist Clearwire nahm im Jahr 2006 in einer zweiten Finanzierungsrunde rund 900 Mio. US-$ (719 Mio. €) von Investoren wie Intel Capital und Motorola Ventures ein. Für Intel Capital war es der bislang größte Venture-Deal in der Firmengeschichte. ClearWire betreute über sein WiMAX-Netz rund 11 Mio. Kunden in den USA und wurde später von Sprint für rund 2,2 Mrd. US-$ (1,76 Mrd. €) übernommen.

2. Uber Technologies (958 Mio. €)

Uber gilt derzeit als eines der umstrittensten Start-up-Unternehmen. Die von Uber angebotene App zur Vermittlung von privaten Fahrern beschäftigt in Deutschland die Gerichte. Dennoch glauben Venture-Kapital-Geber an eine große Zukunft, so dass Uber im Jahr 2014 in der fünften Finanzierungsrunde 1,2 Mrd. US-$ (0,95 Mrd. €) aufnehmen konnte – damit wird Uber mit mehr als 18 Mrd. US-$ (14,4 Mrd. €) bewertet. Zu den Investoren gehören unter anderem Google Ventures, Menlo Ventures, 500 Startups, Kleiner Perkins Caufield & Byers, Summit Partners und BlackRock.

1. Facebook (1,2 Mrd. €)

Es ist der bislang größte Venture-Deal in der US-Geschichte. Im Jahr 2010 nahm Facebook im Rahmen der fünften Finanzierungsrunde 1,5 Mrd. US-$ (1,2 Mrd. €) von den Investoren Goldman Sachs und Digital Sky Technologies auf.

Zu diesem Zeitpunkt wurde Facebook mit 50 Mrd. US-$ bewertet, Ende 2014 war Facebook an der Börse über 200 Mrd. US-$ wert, nachdem der Börsengang von Facebook alles in den Schatten stellte. Das Facebook-Investment war zudem einer der größten Coups für den US-Investor Peter Thiel, der sich mit 500.000 US-$ in 2004 10,2% der Facebook-Anteile gesichert hatte.

3. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands