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Die 5 größten Generika-Hersteller – der Marktführer kommt aus Israel

Die Gesundheitsbranche wächst, einst teure Medikamente werden immer billiger –  dank Generika-Hersteller. Der Markt für Nachahmer-Präparate, sogenannte Generika, war Ende 2015 etwa 350 Mrd. US-$ schwer und soll auch in den nächsten Jahren bis 2020 um jährlich etwa 12 % wachsen, wenn es nach den Prognosen von Marktforschern geht.

Dabei hat die Branche seit kurzem einen besonders lukrativen Markt für sich entdeckt – den Markt für sogenannte Biosimilars. Dabei handelt es sich um Nachahmerprodukte von biotechnologisch hergestellten Medikamenten wie zum Beispiel Antikörper.

Die weltweiten Umsätze mit Biosimilars sollen sich laut des Marktforschers IMS Health von derzeit rund 1 Milliarde US-$ auf bis zu 25 Mrd. US-$ im Jahr 2020 vervielfachen – höchste Zeit also, um näher auf die Top 5 der Generika-Hersteller zu blicken.

5. Hospira (USA), Umsatz: 4,59 Mrd. US-$

Das im Jahr 2004 gegründete und in Lake Forest/USA ansässige Pharma-Unternehmen Hospira entstand durch die Ausgliederung vom US-Pharmaunternehmen Abbott Laboratories. Hospira gilt als Spezialist für injizierbare Generika-Produkte im Bereich der Onkologie – mit ein Grund, warum der US-Pharmagigant Pfizer das Unternehmen inzwischen gekauft hat.


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So bot Pfizer im Jahr 2015 insgesamt 17 Mrd. US-$ oder 90 Dollar je Hospira-Aktie, wobei der Deal im September 2015 zum Abschluss gebracht wurde. Damit hat sich Pfizer den nach Umsatz nach fünftgrößten Generika-Hersteller einverleibt.

4. Sandoz / Novartis (Schweiz), Umsatz: 9,2 Mrd. US-$

Der in der Schweiz ansässige Pharmagigant Novartis bearbeitet den Markt für Generika über seine Division Sandoz. Im Jahr 2005 katapultierte sich Novartis bzw. Sandoz durch die Übernahme des deutschen Generika-Herstellers Hexal und des US-Unternehmens Eon Labs kurzzeitig an die Spitze der weltweiten Generika-Hersteller.

Obwohl Hexal nach wie vor als führender Anbieter von patentfreien Arzneimitteln (Generika) in Deutschland gilt, ist Sandoz mit einem Nettoumsatz von 9,2 Mrd. US-$ nur noch die Nummer 4 unter den größten Generika-Herstellern.

3. Mylan NV (Niederlande), Umsatz: 9,4 Mrd. US-$

Inzwischen ist die in den Niederlanden ansässige Mylan NV an Sandoz vorbeigezogen. Mylan hatte sich in den letzten Jahren durch verschiedene Zukäufe verstärkt. Unter anderem wurde die Generika-Sparte der in Darmstadt ansässigen Merck KGaG für 4,9 Mrd. Euro aufgekauft.

Während die Übernahme des irischen Pharmaspezialisten Perrigo in 2015 scheiterte, hatte Mylan bei der Übernahme des schwedischen Generika-Spezialisten Meda Anfang 2016 mehr Glück. Mit oder ohne Meda: Der Umsatz von Mylan soll in 2016 auf bis 11,5 Mrd. US-$ steigen, womit Mylan seinen Platz unter den Top 3 der größten Generika-Hersteller weiter zementieren würde.

2. Actavis aka Allergan (USA), Umsatz: 15,07 Mrd. US-$

Actavis bislang einer der größten Generika-Hersteller weltweit. Mitte 2015 hat sich Actavis dazu entschlossen, seine Generikasparte für 40,5 Mrd. US-Dollar an den Marktführer Teva Pharmaceutical zu veräußern. Die in Dublin ansässige Actavis tritt seit Mitte 2015 unter dem Namen Allergan auf, nachdem der irländische Pharmaspezialist den Botox-Hersteller Allergan im Jahr 2015 für 66 Mrd. US-Dollar aufgekauft hatte.

In Kooperation mit dem US-Biotechunternehmen Amgen entwickelt Allergan jedoch weiter Biosimilars. Die geplante Übernahme von Allergan durch den US-Pharmagiganten Pfizer scheiterte im Frühjahr 2016.

1. Teva Pharma / Ratiopharm (Israel), Umsatz: 19,65 Mrd. US-$

Die in Israel ansässige Teva Pharmaceuticals wurde bereits im Jahr 1901 gegründet und zählt zu den größten Pharmafirmen weltweit. Teva dominiert seit Jahren den Markt für Nachahmer-Medikamente und gilt als der größte Generika-Hersteller mit einem Jahresumsatz von knapp 20 Mrd. US-$.

Zum israelischen Konzern gehört bereits das deutsche Generika-Unternehmen Ratiopharm, gleichzeitig kaufte Teva die Generik-Sparte von Actavis/Allergan für über 40 Mrd. US-$. Die geplante Übernahme des Konkurrenten Mylan gab Teva stattdessen auf.

Allerdings steht der israelische Generika-Hersteller auch unter Druck, nachdem die US-Gesundheitsbehörde FDA grünes Licht für ein neues Nachahmer-Produkt zum Multiple-Sklerose-Medikament Copaxone gab. Copaxone (1 Mrd. US-$ Umsatz im Quartal) ist äußerst wichtig für Teva und zeichnet für rund 50 % des Konzerngewinns verantwortlich.

6. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands