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Die 5 wichtigsten Folgen von Ölknappheit

Aktuell ist ein Überangebot an Erdöl vorhanden. Fracking und Erschließungen von neuen Erdölfeldern lassen das Angebot kräftig steigen. Und trotzdem gilt, dass die Erdölvorräte endlich sind. Zudem sind diese Fördermöglichkeiten sowie die Suche nach neuen Ölvorräten sehr teuer.

Die rasant steigende Weltbevölkerung wird zu einer deutlichen Nachfragesteigerung führen. Die Zahl der Autos dürfte zunehmen. Auch die Industrie benötigt zunehmend mehr Öl zur Güterherstellung. Dies könnte zu einer Ölknappheit in Zukunft führen. Hieraus ergeben sich 5 gravierende Folgen.

1. Steigende Preise für direkte und indirekte Ölprodukte

Erdöl ist die Basis für viele Güter. Dies gilt insbesondere für die Treibstoffe Benzin und Diesel sowie für Heizöl. Eine Ölverknappung dürfte hier zu einer deutlichen Preissteigerung führen. Dies bedeutet für die Verbraucher hohe Mehrausgaben für diese Güter.

Neben den Verbrauchern trifft eine Verknappung des Erdöls in hohem Maße Unternehmen und somit auch Anleger. Als erste Unternehmen sind die großen Ölkonzerne wie beispielsweise BP und Exxon, betroffen. Gelingt es diesen Unternehmen nicht höhere Preise am Markt zu erzielen, gehen die Gewinne deutlich zurück.

Große Autokonzerne, wie beispielsweise VW, Daimler oder BMW, würde es ebenfalls hart treffen. Eine Verteuerung von Benzin und Diesel führt zu geringeren Autoverkäufen. Ohne Entwicklung alternativer Antriebstechnologien ergeben sich hieraus hohe Risiken.

2. Steigerung der Inflation

Steigende Preise führen unmittelbar zu einer Steigerung der Inflation. Käufer müssen mehr Geld ausgeben für den Erwerb von wichtigen Gütern. Ohne eine entsprechende Lohnsteigerung können sie entsprechend weniger konsumieren. Der private Konsum dürfte zurückgehen.


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Ein Rückgang der Güternachfrage betrifft in erster Linie die Wirtschaft. Um den Umsatz und Gewinn konstant zu halten, müssten die Unternehmen die Preise erhöhen. Dies führt zu einer weiteren Preissteigerung, was die Inflation weiter steigen lässt.

3. Unruhen an Aktienmärkten

Aktienmärkte steigen, wenn die die Gewinne der Unternehmen steigen. Diese führt zu erhöhten Dividendenzahlungen, was wiederum zu positiven Erwartungen der Aktionäre führt. Für einen Gewinnanstieg sind niedrige Kosten die Voraussetzung.

Viele Unternehmen beispielsweise aus der Chemiebranche würden unter den Folgen einer Ölverknappung leiden. Diese führt voraussichtlich dazu, dass deren Produktionskosten deutlich steigen würden. Sinkende Erträge und somit sinkende Aktienkurse dürften die Folgen sein.

Wo es Verlierer gibt, gibt es in aller Regel auch Gewinner: Unternehmen mit Alternativprodukten zu Öl, wie beispielsweise der Gaskonzern Gazprom, würden von einer Ölverknappung profitieren.

4. Geopolitische Umwälzungen

Die meisten Länder verfügen über kein oder nur sehr geringe Erdölvorkommen, sie sind auf Ölimporte angewiesen. Steigen die Preise für Öl und ölbasierende Produkte sinkt der Wohlstand in diesen Ländern.

Erdölexportierende Länder wie beispielsweise Saudi-Arabien oder Libyen werden von den Preissteigerungen bei Erdöl profitieren. Insbesondere in instabilen Exportländern, wie beispielsweise Libyen, können bestehende Konflikte sich verschärfen. Auch zwischenstaatliche Konflikte können zu gravierende wirtschaftlichen Folgen führen. Börsen reagieren sehr empfindlich auf solche Konflikte.

5. Forcierung alternativer Energiequellen

Ölknappheit hätte auch positive Folgen. Alternative Energien, wie beispielsweise Sonnenenergie oder Windkraft würden profitieren. Deutsche Unternehmen wie zum Beispiel Nordex und SMA Solar oder US-Konzern First Solar wären die Gewinner an den Börsen. Für Anleger würden sich hier gute Chancen ergeben.

Positive Aspekte können sich auch für Autokonzerne ergeben. Autos mit Elektromotoren oder Hybridmotoren dürften verstärkt nachgefragt werden. Unternehmen die hier bereits früh Produkte entwickelt haben, wie beispielsweise Tesla, dürften überproportional profitieren

Was Anleger bei einer drohenden Ölknappheit beachten sollten

Ob und wann eine Ölknappheit eintritt, ist unter Fachleuten sehr umstritten. Auch der Zeitpunkt des Oil-Peak (Höhepunkt der Ölförderung) ist ungewiss. Die Erschließung neuer Ölfelder sowie neue Techniken wie Fracking führen derzeit zu einem Ölüberschuss. Auch wenn vorläufig keine Ölknappheit zu erwarten ist, so dürften die Preise für Öl langfristig wieder steigen.

Anleger sollten sich daher frühzeitig mit dem Thema Ölknappheit und steigende Preise für Erdöl befassen. Die Folgen einer Ölverknappung dürften gravierend sein und hohe Risiken an den Börsen können sich ergeben.

Derzeit sind die Unternehmen in den Industriestaaten in hohem Maße von Erdöl abhängig. Ob Autokonzerne, Chemieunternehmen oder Ölkonzerne, alle benötigen sie Erdöl als Basisprodukt. Preissteigerungen durch eine Ölknappheit führen zu Ertragsrückgängen bei den Unternehmen.

Viele Unternehmen haben sich mit der Entwicklung von Energiealternativen beschäftigt. Wind- und Sonnenenergie sowie alternative Antriebe von Autos dürften weiter zunehmen und immer wichtiger werden. Um hiervon zu profitieren sollten Anleger diesen Markt intensiv beobachten und frühzeitig investieren.

6. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Rudolf Schneider
Von: Rudolf Schneider. Über den Autor

Der gelernte Bankkaufmann beschäftigt sich seit über 30 Jahren eng mit dem Thema Banken, Börse und Finanzen und ist heute als Finanzberater tätig. Seine Leidenschaft gehört dem Thema Börse und dort speziell unterbewerteten Aktien.