MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Die 6 großen Marktteilnehmer beim Devisenhandel

Früher war alles anders. Noch vor wenigen Jahren hatten Profis beim Handel von Devisen das Heft in der Hand.

Der technische Fortschritt ermöglicht es jedoch, dass auch Privatanleger mit Trades der eigenen oder einer fremden Währung bares Geld verdienen können. Allerdings sollten auch private Investoren wissen, wer ihr Gegenüber bei solchen Geschäften ist und welche Ziele er verfolgt.

Nach inoffiziellen Angaben belief sich das tägliche Handelsvolumen im Jahr 2013 auf etwa 5,3 Bio. US-$. Daran wird deutlich, welch hohe Bedeutung dieser Bereich des Finanzmarkt besitzt. Neben den neu hinzugekommenen Privatanlegern tummeln sich hier auch weiterhin noch die Profis, die das Geschäft seit langer Zeit dominieren.

Hierbei handelt es sich um die Market-Maker internationaler Großbanken, strategische Händler (Prop-Trader) aller Banken, freie Broker, Zentralbanken, Konzerne und Unternehmen sowie (Hedge-)Fonds. Diese unterscheiden sich in erster Linie dadurch, dass sie durchaus abweichende Ziele verfolgen.

Die großen 6 – Marktteilnehmer am Devisenmarkt

1. Market-Maker internationaler Großbanken

Die wichtigste Aufgabe der Market-Maker ist die Festsetzung der Devisenkurse für alle anderen Marktteilnehmer. Ihre Gewinne resultieren vor allem aus der Differenz zwischen den Kursen des An- und Verkaufs. Daneben können Market-Maker auch aus kurzfristigen Markt-Positionen weitere Erträge erzielen.

2. Freie Broker

In früheren Zeiten kam den freien Brokern eine hohe Bedeutung zu. Damals wurde der Großteil der Geschäfte über das Telefon abgewickelt. Aber auch heute noch stellen die freien Broker das Bindeglied zwischen den Kunden und den Market-Makern dar.

Die Zahl der klassischen Telefon-Broker hat mit dem elektronischen Fortschritt beständig abgenommen. Mehr und mehr Trades werden über elektronische Broker abgewickelt. Broker leben in erster Linie von den Gebühren, die sie von den Kunden erhalten. Eigene Positionen halten sie normalerweise nicht.

3. Strategische Händler aller Banken

Die strategischen Devisen-Händler der Banken werden auch Prop-Trader genannt. Diese handeln kurzfristige Positionen mit dem Ziel, Gewinne zu erwirtschaften. Privatanleger sollten sich allerdings darüber im Klaren sein, dass die Prop-Trader Angestellte einer Bank sind und nicht auf eigenes Risiko agieren.

4. Konzerne und Unternehmen

Internationale Unternehmen beteiligen sich ebenfalls am Devisenhandel. Diese dienen der Abwicklung ihrer Geschäfte im Ausland. Deren Devisenhandel dient vor allem dem Ziel, kurzfristige Währungsschwankungen im Zusammenhang mit den eigenen Transaktionen zu begrenzen. Zusätzliche Einnahmen aus dem Devisenhandel sind dabei nicht ausgeschlossen.

5. Zentralbanken

Zentralbanken beteiligen sich am Devisenhandel zur Durchsetzung finanzpolitischer Interventionen aber auch für eine Vielzahl von Außenhandelsgeschäften. Die Zentralbanken verfolgen mit ihren Devisen-Transaktionen keine Absicht zur Erzielung von Gewinnen.

6. (Hedge-)fonds  

Auch Fondsgesellschaften nutzen die Möglichkeiten des Devisenmarktes, um die Gewinne ihrer ausländischen Anlagen abzusichern. Oder wie im Fall der Hedge-Fonds durch gehebelte Finanzprodukte hohe Renditen zu generieren. Hedge-Fonds verkörpern die Ur-Form des Spekulanten. Ihre Transaktionen dienen allein dem Ziel, hohe Gewinne zu erzielen.

Devisenhandel inzwischen auch für Privatanleger interessant

Durch die neuen elektronischen Medien ist es auch für Privatanleger interessant geworden, am Devisenmarkt teilzunehmen.

Besonders kurzfristig orientierte Investoren können von den Angeboten der so genannten Forex-Broker im Internet profitieren und dabei bares Geld verdienen. Elektronische Handelsplattformen wie beispielsweise flatex, markets.com, DAB bank, LYNX Broker oder Oanda bieten ausreichend Gelegenheit dazu.

8. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.