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Die Anlagestrategie Carry Trade – eine Definition

Per Definition ist ein „Carry Trade“ eine Anlagestrategie, bei der mit verschiedenen Währungen gehandelt wird.

Bei einem „Carry Trade“ möchte sich der Anleger die unterschiedlichen Zinssätze der Währungen zu Nutze machen.

Um dies zu tun, nimmt der Anleger zunächst einen Kredit in einer Währung auf, die ein niedriges Verzinsungsniveau aufweist. Anschließend nutzt er eben dieses Geld, um es in einer anderen, höher verzinsten Währung anzulegen. Hierfür kommt beispielsweise der Kauf von Wertpapieren infrage.

Bei einem „Carry Trade“ kommt der Gewinn des Anlegers dem zufolge durch die Differenz der Verzinsungsniveaus der beiden verwendeten Währungen zustande. Freilich sind von der Zinsdifferenz anfallende Gebühren und Kosten abzuziehen, um die tatsächliche Gewinnhöhe zu erhalten.


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Risiken, die es bei einem „Carry Trade“ zu berücksichtigen gilt

Das Prinzip des „Carry Trades“ ist an sich also relativ simpel, nichts desto trotz birgt es auch Risiken.

Es ist beispielsweise leicht nachvollziehbar, dass Wechselkursschwankungen die Gewinnspanne eines „Carry Trades“ stark beeinflussen.

Eine weitere Problematik, die man als Anleger bedenken muss, ist der Währungsverlust. Nur wenn dieser die Summe, die sich aus der Differenz der unterschiedlichen Verzinsungen ergibt, nicht übersteigt, ist ein „Carry Trade“ auch profitabel.

Des Weiteren birgt ein Handel, der sich auf Zinssätze von Währungen stützt, natürlich die Gefahr, dass die Zinssätze nicht fix sind. Es kann also passieren, dass sich das Niveau der Verzinsung einer der beiden Währungen oder auch das beider so verändert, dass der „Carry Trade“ nicht mehr gewinnbringend oder gar verlustreich ist.

Zu guter Letzt sind selbstverständlich auch solche Risiken, die der Handel mit Finanzen und Wertpapieren ganz allgemein birgt, nicht zu vergessen. Das Risiko, dass der Kurs eines Wertpapiers, in welches man das durch den „Carry Trade“ erhaltene Geld möglicherweise investiert hat, auf Talfahrt geht, besteht immer.

Ein „Carry Trade“ ist nach seiner Definition zwar relativ einfach durchzuführen, auch mag er auf den ersten Blick als eine vergleichsweise sichere Anlagestrategie erscheinen.

Anhand der oben genannten Risiken wird aber deutlich erkennbar, dass dies nicht unbedingt der Fall ist, da der Erfolg und Misserfolg eines „Carry Trades“ von mehreren für den Anleger kaum kontrollierbaren Faktoren abhängt.

Beispiel für einen beliebten „Carry Trade“ der vergangenen Jahre

Anhand eines Beispiels wird die Definition des „Carry Trades“ noch verständlicher. Eine beliebte Variante dessen war in den vergangenen Jahren der sogenannte „Yen Carry Trade“.

Hierbei wird ein Kredit in der niedrigverzinsten japanischen Währung Yen aufgenommen und das Geld anschließend in einer hochverzinsten Währung wie etwa dem neuseeländischen Dollar investiert. Nicht selten konnten Anleger dadurch ordentliche Gewinne erzielen.

28. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.