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Die Aufgaben und Pflichten einer Depotbank

Als Depotbank bezeichnet man gemäß dem Investmentgesetz (kurz InvG) Kreditinstitute, bei denen die Sondervermögen (zum Beispiel Wertpapiere) von Investmentfonds in Wertpapierdepots hinterlegt werden.

Zu den Kunden der Depotbanken zählen institutionelle Investoren, Fondsgesellschaften, Asset Manager und Kapitalanlagegesellschaften.

Was zählt zu den Pflichten einer Depotbank?

Neben der Verwahrung des Fondsvermögens ist es die Pflicht der Depotbank, die Fondsgesellschaft zu kontrollieren.

Dies umfasst zum Beispiel die Berechnung des Anteilscheinpreises und die Prüfung, ob die im Namen des Fonds durchgeführten Geschäfte zu marktüblichen Kursen erfolgt sind (Marktgerechtigkeitsprüfung).

Eine Reihe von Geschäften, dazu zählt beispielsweise die Aufnahme von Krediten, darf die Fondsgesellschaft nur durchführen, wenn die Depotbank dem zugestimmt hat.

Weiterhin vertritt die Depotbank die Interessen des Anlegers und ist verpflichtet, Ansprüche des Anlegers gegenüber der Fondsgesellschaft geltend zu machen.

Gegebenenfalls muss sie das Sondervermögen verwalten, falls das Verwaltungsrecht der Kapitalanlagegesellschaft erloschen ist.


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Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht kann der Fondsgesellschaft auferlegen, die Depotbank zu wechseln, falls die Depotbank ihre gesetzlichen Pflichten nicht ordnungsgemäß erfüllt.

Außerdem übernehmen Depotbanken bei der Abwicklung von Wertpapiertransaktionen die Umbuchung der Wertpapiere in die entsprechenden Depots.

Somit können die Wertpapiere im Falle eines Geschäfts zwischen zwei Kunden derselben Depotbank direkt umgebucht werden.

Weitere Aufgaben der Depotbank

Die Position der Depotbank, zwischen Anleger und Kapitalanlagegesellschaft (kurz KAG) ist ein wichtiger Aspekt des Anlegerschutzes nach dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (kurz KAGG).

In der Beziehung zwischen Kapitalanlagegesellschaft und Anleger spielen Depotbanken die Rolle einer unabhängigen Kontrollinstanz. Die Depotbank fungiert als Finanzintermediär und entzieht das Vermögen dem direkten Zugriff der Kapitalanlagegesellschaft (KAG) zum Schutze des Anlegers.

Allgemein kann man sagen, dass Finanzintermediäre zwischen Kapitalanbietern und Kapitalnachfragern vermitteln.

Weiterhin ist die Depotbank für die Verwahrung von Wertpapieren und Geld zuständig. Sie gibt Anteilsscheine aus und nimmt sie wieder zurück, was die Kapitalanlagegesellschaften selbst nicht durchführen dürfen.

Somit kann das Geschäftsverhalten der Kapitalanlagegesellschaft beobachtet und kontrolliert werden. Die Ausgabe der Anteilsscheine darf jedoch nur gegen die volle Leistung des Ausgabepreises erfolgen.

Die Depotbank darf die Anteilsscheine gegen die Auszahlung des Anteilinhabers zurücknehmen und sie den Ausgabepreis sowie Anteilswert errechnen.

Solche Aufgaben einer Depotbank dienen dazu, den Anleger vor den Gefahren einer Verminderung seiner Anteilswerte zu bewahren.

Zu günstig ausgegebene Fondszertifikate und eine Täuschung über die wahre Höhe des Fondsvermögens können zum Beispiel Gefahren einer Verminderung der Anteilswerte sein. Die Depotbank darf außerdem die Gewinnanteile an den Anleger auszahlen.

Es muss von der Bank gewährleistet werden, dass der Wert der Geschäfte in ihre Verwahrung gelangt.

Mehr zum Thema: Depotbank: Aufgaben in der Übersicht

2. Oktober 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.