Wer jetzt vorsorgen möchte, hat größere Auswahl als Investoren vor 5, 10, 15 oder 20 Jahren hatten.
Denn: auch die Aktienkurse haben inzwischen wieder ein - niedriges - Niveau bezogen auf den dahinter steckenden Wert erreicht, der sie zur Alternative gegenüber Versicherungen werden lässt.
Letztere verdienen für ihre Vertragsnehmer immer weniger, aktuell nur noch etwa 4% pro Jahr. Eine neue Umfrage aber zeigt, dass die Versicherungen immer noch einen Großteil unseres Geldvermögens kassiert haben. Auch dies macht jedoch Hoffnung....
30% des Vermögens stecken in Versicherungen
Leiter der Studie war die „Allianz Global Investors“. Das Ergebnis ist ernüchternd und ermutigend zugleich. Wenn Sie sich vorstellen, dass 4% von den Versicherungen bald schon nicht mehr reichen, um die Inflationsrate auszugleichen, sind die Zahlen erschreckend.
30% des Geldvermögens in Deutschland stecken in den Kassen von Versicherungen. Diese haben das Geld überwiegend in Anleihen angelegt - so wie es der Gesetzgeber bei uns vorschreibt. 4% Rendite werfen die Versicherungsverträge zur Zeit noch ab.
Wer vier oder fünf Jahre warten muss, wird im Endeffekt angesichts der dauerhaft niedrigen Zinsen mit noch weniger Rendite rechnen müssen. Das heißt: als Vorsorgeprodukt eignen sich kapitalbildende Versicherungen derzeit kaum - wenn es nach der Rendite geht.
30% Anteil am Geldvermögen werden die Versicherungen daher dauerhaft nicht halten können. Dies ist die gute Nachricht der Umfrage.
Geld wandert in sonstige Anlagen
Ein Teil der Einlagen wird, dies zeigen auch schon aktuelle Kapitalbewegungen (wenn etwa Verträge gekündigt werden) in sonstige Anlagen wandern. Dies treibt deren Preise - und damit auch die Rendite nach oben.
Zu den „sonstigen Anlagen“ zählen nach der Umfrage Aktien, Fonds, Anleihen sowie sonstige „nicht börsennotierte Beteiligungen“ mit einem Anteil von insgesamt 23,5%. Beachten Sie für Ihre Vorsorge bitte, was wir an dieser Stelle schon seit längerer Zeit empfehlen:
* Investieren Sie einen Großteil langfristig vor allem in Aktien. Sparpläne auf Aktienfonds - hier vor allem ETF-Indexfonds - sind ideal.
* Als Beimischung eignen sich Anleihen vor allem in Form von Mischfonds. Hier hat sich der „Carmignac Patrimoine A“ über Jahre bewährt.
* Diese Anlagen bringen zur Zeit Renditen von 6% bis 7% und mehr - und sind daher gegenüber Kapitallebensversicherungen besser. Stellen Sie im Zweifel die Verträge beitragsfrei, statt diese zu kündigen.
* Schließen Sie im Zweifel keine neuen Kapitallebensversicherungen ab. Anders als Risikolebensversicherungen bieten diese für Ihre Angehörigen keinen weiteren Schutz.
40% auf Konten - viel zu viel
Vor allem aber beachten Sie bitte: 40% von ungefähr 4,7 Billionen Euro Vermögen, also 1,9 Billionen, stecken auf Bankkonten. Diese aber sind viel zu gering verzinst - das heißt: die Banken streichen auf diese Weise etwa 19 Milliarden Euro Zinsertrag zusätzlich ein, wenn Sie von 1% Zinsgewinn ausgehen.
Halten Sie auf Sparkonten dieser Art nur etwa das, was Sie für zwei bis drei Monate brauchen. Den Rest können Sie dauerhaft in Mischfonds wie den oben genannten „Carmignac“ investieren. Der Fonds ist jederzeit liquidierbar, so dass Sie im Zweifel Bargeld haben.


