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Die besten Anlagestrategien Teil 5: Dividenden-Strategien

Im Folgenden möchte ich Ihnen die drei wichtigsten Dividenden-Strategien genauer vorstellen.

Dividenden-Strategie nach O´Higgins

Dies ist die bekannteste und heute am meisten verwendete Dividenden-Strategie. Der Vermögensverwalter Michael O´Higgins hat diese Strategie erstmals in seinem Buch „Beating the Dow“ im Jahr 1991 veröffentlicht.

Seine Auswahlmethode basiert auf einer Strategie, die der bekannte Investor Benjamin Graham bereits 1949 vorschlug (nämlich einfach die zehn Aktien mit der höchsten Dividendenrendite im Dow Jones zu kaufen).

Michael O´Higgins analysierte die Auswahlmethoden Grahams und entwickelte diese weiter. Nach ausführlichen statistischen Untersuchungen fügte er dem Kriterium Dividendenrendite ein weiteres Kriterium hinzu: die Höhe des Aktienkurses.

O´Higgins wies nach, dass sich die Ergebnisse verbessern lassen, wenn nicht alle zehn Aktien mit der höchsten Dividendenrendite gekauft werden, sondern nur die fünf dieser zehn mit dem niedrigsten Aktienkurs.

Diese Empfehlung beruhte auf seiner Feststellung, dass Aktien mit niedrigerem Kurs stärker schwanken und daher bei steigenden Börsen noch mehr zulegen können als andere Aktien. Nach einem Jahr werden die fünf Einzelwerte verkauft und eine erneute Auswahl nach der gleichen Methode durchgeführt.

In 20 Jahren 16 mal besser als der DAX


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Studien bescheinigen der Auswahlmethode von O´Higgins nicht nur eine sehr gute Performance für den amerikanischen Dow Jones-Index, sondern auch für den Deutschen Aktienindex. In den letzten 20 Jahren hat die O´Higgins-Auswahlmethode nur 4-mal schlechter abgeschnitten als der DAX. I

m Schnitt gewann ein Depot nach O´Higgins 18,79% jährlich hinzu, über acht Prozentpunkte mehr als der DAX. Für andere Indizes existieren keine gesicherten Erkenntnisse.

Aus diesem Grund sollten Sie die Dividenden-Strategien lediglich auf den Dow Jones und den DAX anwenden.

Low-4 und Low-2-Strategie

Seit der Veröffentlichung der O´Higgins-Strategie gab es zahlreiche Versuche, die Strategie weiter zu verbessern.

Die Vorschläge von Robert Sheard schnitten dabei am erfolgreichsten ab. Er hatte auf der Basis der O´Higgins-Methode eine Vielzahl von statistischen Untersuchungen angestellt, bei denen er die Anzahl der ausgewählten Aktien sowie deren Gewichtung variierte.

Das Ergebnis: Die Rendite der Dividendenstrategie lässt sich noch weiter steigern, wenn nicht alle 5 Aktien mit dem niedrigsten Kurs ins Depot aufgenommen werden.

Bei der Low-4-Auswahlmethode wird die Aktie mit dem niedrigsten Kurs nicht ins Depot aufgenommen, sie hat sich nach Sheards Untersuchungen am schlechtesten entwickelt. Stattdessen wird die Aktie mit dem zweitniedrigsten Kurs doppelt gewichtet (40%), die anderen drei Werte jeweils mit 20%.

Robert Sheard entwickelte neben der Low-4-Methode auch die Low-2-Methode.

Um die Rendite der Dividendenstrategie noch weiter zu steigern, nimmt diese Methode lediglich zwei Werte ins Depot auf. Die Aktie mit dem zweitniedrigsten Kurs zählt in jedem Fall dazu. Bei der Auswahl der zweiten Aktie hängt es davon ab, ob die Aktie mit dem niedrigsten Kurs auch gleichzeitig die höchste Dividendenrendite aufweist.

Falls dies nicht der Fall ist, wird diese Aktie ebenfalls ins Depot aufgenommen. Wenn dem dagegen so ist, wird stattdessen die Aktie mit dem drittniedrigsten Kurs ausgewählt.

Welche Dividenden-Strategie ist die beste?

Eine eindeutige Antwort auf diese Frage existiert nicht.

Ich persönlich bevorzuge jedoch die O´Higgins-Strategie und möchte Ihnen auch erläutern, warum. Die Low-2-Methode gefällt mir wegen der kaum vorhandenen Risikostreuung nicht sonderlich. Zwei Einzelwerte sind eine vernünftige Diversifikation zu wenig.

Die Low-4-Strategie nach Sheard ist zwar statistisch erfolgreicher als die O´Higgins-Auswahl, doch hier gefällt mir die unterschiedliche Gewichtung der Einzelwerte nicht. Allein aufgrund von vergangenheitsbezogenen Statistik-Daten würde ich keiner Aktie so einfach eine doppelte Gewichtung einräumen.

Vom Gesichtspunkt der Risikostreuung erscheint es vernünftiger, alle Einzelwerte gleich zu gewichten. Dies mag die Renditechancen minimal schmälern, reduziert jedoch auch das Risiko.

 Mehr zum Thema: Dividenden: Wissenswertes im Überblick

13. Oktober 2006

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.