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Die besten deutschen Börsenplätze für Ihre Wertpapierorder – Teil 1

Heute erhalten Sie den ersten Teil einer neuen Serie zu den wichtigsten Börsenplätzen in Deutschland. In diesem Teil stelle ich Ihnen zunächst die elektronische Handelsplattform Xetra vor. Xetra ist der mit Abstand liquideste Börsenplatz in Deutschland und somit für Sie als Einsteiger auch der wichtigste.

Die 3 Aktien Nestlé, Coca-Cola und BAT beispielsweise können Sie jeweils über das Xetra-System kaufen. Lesen Sie heute eine Einführung zu diesem Thema und die ersten wichtigen und nützlichen Praxistipps. Im zweiten Teil werde ich Ihnen die anderen wichtigen Börsenplätze in Deutschland vorstellen.

Auch wenn Sie nur eine einfache Wertpapierorder aufgeben wollen, finden Sie in der Ordermaske Ihres Online-Brokers eine ganze Liste von Handelsplätzen. Es ist nicht immer einfach, daraus den richtigen herauszusuchen. Vor allem bei größeren Ordervolumina ist die Wahl des Handelsplatzes aber – neben den Transaktionskosten Ihrer Depotbank – durchaus ein Kostenfaktor.

Denn dort wird der Preis gestellt. Wenn Sie wissen, worauf sich die einzelnen Börsen spezialisiert haben, finden Sie auch die Börse, die Ihnen in der Regel gute Konditionen bieten wird. „Gute Konditionen“ bedeutet:

  • schnelle Ausführung
  • niedrige Spreads, also einen geringen Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs
  • möglichst wenige Teilausführungen.

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    • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
    • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
    • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
    • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
    • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
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Xetra: Der wichtigste Handelsplatz in Deutschland

Das vollelektronische Handelssystem Xetra steht für den modernen Börsenhandel, in dem der Mensch keine große Rolle mehr spielt. Mit Xetra wird den Investoren heutzutage ein kosteneffizienter Handel in einem hochliquiden Markt ermöglicht.

Wie Xetra zur führenden europäischen Handelsplattform wurde

Xetra ist mittlerweile die führende europäische Handelsplattform und eines der weltweit leistungsfähigsten Systeme zum Handel von Wertpapieren. Die Zentralrechner stehen in Frankfurt am Main. Über das elektronische Handelssystem der Deutsche Börse AG erhalten Börsenteilnehmer so Zugang zu rund 800.000 internationalen Wertpapieren (Aktien, Anleihen, Zertifikate & Optionsscheine, ETFs & ETCs und Publikumsfonds).

Dabei werden Kauf- und Verkaufsanträge lizenzierter Händler von jedem beliebigen Standort weltweit in einem zentralen Computer gegenübergestellt. Das System wurde am 28. November 1997 eingeführt und löste damit sein Vorgängersystem IBIS ab, das zwar auch elektronisch war und die Computer Aufträge sammeln ließ, jedoch bedurfte der Handel jedes Mal den Eingriff eines Menschen.

Das heißt: Fanden sich Käufer und Verkäufer eines Wertpapiers zu einem bestimmten Preis, bedurfte es immer noch einer Bestätigung des Käufers über seine Tastatur. Bei Xetra geschieht diese Kaufabwicklung automatisch. Ziel von Xetra war es, einen transparenten, effizienten und vollelektronischen Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) zu ermöglichen. Ein vollelektronisches Orderbuch sorgt dafür, dass die Aufträge zu optimalen Bedingungen ausgeführt werden.

Computer bestimmen den heutigen Handel

Ein Aspekt, der in manchen Terminator-Filmen Angst und Schrecken verbreitet, ist auf dem deutschen Wertpapiermarkt gewollt und seit vielen Jahren etabliert. Denn dort haben längst die Computer die Macht übernommen. Die Computerrevolution hat dazu beigetragen, dass die Börsenparkett-Romantik immer mehr verschwunden ist.

Zwar gibt es noch eine ganze Reihe von Präsenzbörsen, wozu Frankfurt allerdings nicht mehr zählt, auf denen die Makler direkt miteinander handeln, jedoch hat der dortige Handel eher PR- oder Symbolcharakter. Vorbei sind die Zeiten, in denen Chaos und Lärm auf dem Börsenparkett herrschten …

Früher riefen sich die Börsen-Makler die Kurse gegenseitig zu oder sie wedelten mit Order-Zetteln herum. Diese Zeiten sind auch vorbei. In Deutschland führte in den 1990er-Jahren die Einführung von Xetra dazu, dass das Geschrei, wildes Gestikulieren und die Papiermüllberge einfach vom Börsenparkett verschwanden.

Das Handelsvolumen explodiert

Heute wird fast der gesamte Aktienhandel an deutschen Börsen über das Xetra-Handelssystem abgewickelt. Obwohl es auf den Börsen dieser Welt mittlerweile wesentlich ruhiger zugeht als früher, heißt das nicht, dass weniger gehandelt wird. Ganz und gar nicht. Seit der Umstellung auf den elektronischen Handel haben sich die Handelszeiten verlängert.

Außerdem werden nun wesentlich mehr Wertpapiergeschäfte abgewickelt und im Zuge dessen ist auch das gesamte Handelsvolumen in die Höhe geschossen. An Spitzentagen verarbeitet Xetra gegenwärtig bereits mehr als 2,1 Millionen Trades. Doch technisch wäre das System in der Lage, eine weit größere Anzahl von Transaktionen zu bewältigen.

Xetra ist an Handelstagen der Frankfurter Wertpapierbörse von 9:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. Dabei sind aktuell rund 250 Teilnehmer in 18 Ländern und mehr als 4.700 zugelassene Händler an das Xetra-System angeschlossen.

 3 Tipps zur Wahl des Börsenplatzes

1. Nehmen Sie niemals ohne Uberprüfung den Handelsplatz, den Ihre Bank in der Ordermaskevoreingestellt hat. Oft ist das der ungünstige Direkthandel. Auch gibt es (unbestätigte) Gerüchte, dass bestimmte Banken mit bestimmten Börsen kooperieren und Provisionen dafür bekommen, wenn sie ihre Orders über diesen Handelsplatz abwickeln.

2. Glauben Sie nicht der Aussage „Das geht nicht“. Dies betrifft vor allem die Kunden von Filialbanken. Bankberater verschweigen gern, dass Sie auch beim Handelsplatz die freie Auswahl haben. Aber es ist tatsächlich so: Verlangen Sie eine bestimmte Börse, dann muss Ihr Wertpapierberater Ihrem Wunsch auch folgen. Sträubt er sich, dann wahrscheinlich aus Provisionsinteressen.

3. Vergleichen Sie die einzelnen Börsen untereinander, auch wenn das zunächst komplex erscheint. Prinzipiell gilt: Je größer das Ordervolumen, desto wichtiger die Auswahl des Handelsplatzes. Bei Aktien bietet der aktuelle Umsatz mit dem betreffenden Wertpapier einen guten Anhaltspunkt: Je liquider eine Aktie an einer bestimmten Börse ist, desto eher werden Sie dort einen fairen Preis bekommen.

4. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.