MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Die betriebliche Altersvorsorge: Eine zweite Säule für Ihre Rente

Das stetig sinkende Versorgungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung verunsichert viele Arbeitnehmer, die an die Rente denken.

Deshalb wird eine Zusatzversicherung wie beispielsweise eine betriebliche Altersvorsorge immer bedeutsamer. Sie kann Ihren Wohlstand im Alter zusätzlich absichern.

Betriebliche Altersvorsorge: Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Auch die Arbeitgeber profitieren von dem betrieblichen Rentensparen. Denn mit der betrieblichen Altersvorsorge schrumpft der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung – vorausgesetzt, der Arbeitnehmer spart jährlich unter 2.976 €, sodass keine Sozialabgaben und Steuern auf die Summe anfallen.

Jeder Arbeitnehmer hat in Deutschland das Recht, eine betriebliche Altersvorsorge in Anspruch zu nehmen. In manchen Konzernen wird die Betriebsrente noch direkt vom Arbeitgeber mit bezahlt. Dabei handelt es sich dann um eine Direktzulage. Wenn das in Ihrer Firma nicht üblich ist, können Sie  auf eine externe Pensionskasse zurückgreifen.

Die Modelle der betrieblichen Altersvorsorge

Bei der betrieblichen Altersvorsorge hat der Arbeitgeber die Wahl zwischen fünf verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten. Er kann zwischen Direktzusage, Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds wählen.

Bei der Direktzusage handelt es sich um eine unmittelbare Versorgungszusage des Arbeitgebers. Diese leistet er ohne Beteiligung eines externen Versorgungsträgers. Er finanziert diese intern durch Rücklagen und muss dabei den Insolvenzfall absichern.

Dem gegenüber stehen Pensionskasse, Unterstützungskasse, Direktversicherung sowie der Pensionsfonds. Diese Durchführungswege ermöglichen dem Arbeitgeber die externe Finanzierung der betrieblichen Altersvorsorge über einen eigenständigen Versorgungsträger.

Betriebliche Altersvorsorge: Funktionsweise

Aber wie funktioniert die betriebliche Altersvorsorge überhaupt? In der Regel läuft das Sparen mit der betrieblichen Altersvorsorge folgendermaßen ab:

Ein bestimmter Teil des Jahresgehaltes wird in die betriebliche Altersvorsorge umgewandelt statt auf Ihr Konto überwiesen. Er fließt also in die jeweilige Pensionskasse, die Direktversicherung oder in den Pensionsfonds, je nachdem, für welches BAV-Instrument sich der Arbeitgeber entscheidet.

Dieses Vorgehen nennt man auch Entgeltumwandlung. In der Regel entnehmen Arbeitnehmer einen prozentualen Anteil des Monatslohns für die Betriebsrente. Aber auch aus dem Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder anderen Sonderzahlungen kann ein Teil für die Entgeltumwandlung verwendet werden.

Betriebliche Altersvorsorge: Steuer- und sozialabgabenfrei

Die staatlich geförderte Zusatzversorgung ist für Mitarbeiter in der Regel günstiger als eine zusätzliche private Absicherung.

Schließlich sind die Beiträge zu Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds jährlich bis zu einer Höhe von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steuer- und sozialversicherungsfrei. 2016 liegt der Betrag bei 2976 €. Bis zu dieser Grenze fallen keine Sozialabgaben auf die Sparsumme an.

BAV schrumpft gesetzliche Rentenversicherungsbeiträge

Dieser Punkt wird von Kritikern häufig aufgenommen, um die BAV zu kritisieren. Denn durch die Einzahlung in die Pensionskasse werden die Sozialabgaben – und damit auch die Zahlung in die gesetzliche Rentenversicherung – gesenkt. Dennoch sichern Sie sich mit der BAV eine zweite Säule.

Was passiert bei Jobwechsel oder plötzlicher Arbeitslosigkeit?

Gerade die jüngere Generation, die zu häufigen Jobwechseln neigt, könnte mit dem Argument kommen: „Betriebliche Altersvorsorge? – Die brauche ich nicht. Ich bin doch nicht länger als 3 Jahre bei einem Arbeitgeber.“

Doch dieser Gedanke ist falsch. Denn alle Anwartschaften auf eine betriebliche Altersvorsorge, die durch Entgeltumwandlung finanziert werden, können nicht verfallen.

Die Rente aus der betrieblichen Altersvorsorge wird dem Arbeitnehmer also garantiert ausgezahlt – auch bei einem Arbeitgeberwechsel. Das Gleiche gilt bei plötzlicher Arbeitslosigkeit. Das bis dahin angesparte Guthaben wird nicht angetastet. Wie alle Rentenbezüge wird die betriebliche Altersvorsorge ab Rentenbeginn besteuert.

Insgesamt lässt sich sagen: Wer keine betriebliche Altersvorsorge nutzt Geld, das er im Alter zusätzlich gut gebrauchen könnte.

17. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.