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Die Cashflow-Marge als Kennzahl zur Unternehmensbewertung

Egal ob beim Kauf von Aktien oder Unternehmensanleihen: wer in ein Unternehmen investiert, der will auch wissen, wie gut die Geschäfte des Unternehmens laufen. Mit der Cashflow-Marge als Kennzahl können Anleger einen guten Überblick über die Rentabilität des Unternehmens gewinnen und einen Vergleich zu Wettbewerbern anstellen.

Worin die Vorteile der Cashflow-Marge liegen

Der erste Blick zur Beurteilung eines Unternehmens wird oftmals auf den Umsatz geworfen. Ein hoher Umsatz allein spricht aber nicht für ein gut laufendes Geschäftsmodel, Umsatz wird auch generiert, wenn Verluste geschrieben werden. Daher haben viele Kennzahlen zur Unternehmensbewertung nicht den Umsatz sondern der Gewinn als Grundlage.

Aber auch die Betrachtung des Gewinns hat ihre Schwachstellen. Der Gewinn ist durch bilanztechnische Kniffe leicht manipulierbar. Es fließen Summen für zahlungsunwirksame Vorgänge, wie die Bildung oder das Auflösen von Rückstellungen, mit in den Gewinn ein.

Diese Schwachstelle wird bei der Cashflow-Marge umgangen. Indem nur der wirkliche Geldfluss, der Cashflow, ins Verhältnis zum Umsatzerlös gesetzt wird, bekommen Anleger einen guten Überblick wie stabil die Geschäfte eines Unternehmens laufen.

Berechnung der Cashflow-Marge

Die Berechnung der Cashflow-Marge  erfolgt mit Hilfe einer einfachen Formel. Das Ergebnis zeigt auf wieviel Prozent der Umsatzerlöse dem Unternehmen zur freien Verfügung stehen. Die prozentuale Darstellung vereinfacht den Vergleich mit anderen Unternehmen aus der gleichen Branche.


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Formel  

Cashflow - Marge

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Die Cashflow-Marge bildet das Verhältnis vom Cash Flow der operativen Tätigkeit zu den Umsatzerlösen ab.
$$\bo\text"Cashflow-Marge" = (\text"Cashflow" ↙\text"(aus operativer Tätigkeit)"/ \text"Umsatzerlöse")*100$$
Ergebnis berechnen

Um eine aussagekräftige Kennzahl zu erhalten, sollte immer der operative Cashflow in die Formel eingesetzt werden. Im Gegensatz zum freien Cashflow, werden Einnahmen aus Vermietung, Verpachtung und Zinserträge beim operativen Cashflow nicht berücksichtigt. Der freie Cashflow gibt an wieviel Geld dem Unternehmen zu Verfügung steht, der operative Cashflow zeigt den Anteil an, der wirklich aus der Geschäftstätigkeit entsteht.

Um die Rentabilität von Unternehmen mit der Cashflow-Marge vergleichen zu können, ist daher der operative Cashflow in die Formel einzusetzen.

Verwendung der Cashflow-Marge als Kennzahl

Die Cashflow Marge kann Anlegern entscheidende Hilfestellung zur Bewertung von Unternehmen geben und so Investitionsentscheidungen zu treffen. Wichtig ist, dass die Cashflow-Marge nicht für eine kurzfristige Betrachtung geeignet ist. Über mehrere Jahre bietet sie aber einen sehr guten Indikator, um auf die Geschäftsfähigkeit und zur Entwicklung eines Unternehmens Rückschlüsse ziehen zu können.

Beim Vergleich mit anderen Unternehmen gilt, je höher die Cashflow-Marge, desto besser ist das Unternehmen im Markt positioniert. Im Bild ist die Berechnung der Cashflow-Marge für die BMW AG mit den Zahlen des Geschäftsjahres 2013 zu sehen:

Cashflow Marge Beispiel BMW

Die Cashflow-Marge liegt bei 12,42%. Diese Berechnung mit den Zahlen aus dem Geschäftsbericht des VW-Konzerns ergibt eine Cashflow-Marge von 6,39%. Der Vergleich zeigt, dass BMW in 2013 ein wesentlich rentableres Geschäftsjahr hatte.

Schwachpunkt der Cashflow-Marge

Die Cashflow-Marge  steht Anlegern als gutes Vergleichsinstrument zur Verfügung, wenn es um die Geschäftsfähigkeit von Unternehmen geht. Beim Aktienkauf ist es allerdings wichtig wie hoch die Bewertung der Aktien im Vergleich zum laufenden Geschäft ist. Hier kann die Cashflow-Marge keine Aussage liefern.

Bei der Bewertung des Aktienkurses beruhen viele Kennzahlen, wie das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) auch wieder auf dem Gewinn. Um auch hier den weniger manipulierbaren Cashflow als Grundlage zu nehmen, sollten Anleger das KCV (Kurs-Cashflow-Verhältnis) als Kennzahl nutzen.

Resümee zum Einsatz der Cashflow-Marge

Für Anleger, die langfristig orientiert sind, bietet die Cashflow-Marge eine gute Hilfestellung bei Investitionsentscheidungen. Mit der einfachen Formel erhält man einen schnellen Überblick über die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens. Beim Vergleich mehrerer Unternehmen muss darauf geachtet werden, dass die Unternehmen derselben Branche angehören, da sonst Äpfel mit Birnen verglichen werden.

Mit dem Einsatz der Cashflow-Marge lässt sich das Risiko bei der Investition in Unternehmensanleihen gut abschätzen. Beim Aktienkauf spiegelt die Cashflow-Marge allerdings nicht die aktuelle Börsenbewertung wider. Hier sollten andere Kennzahlen und die Mittel der technischen Analyse zur Hilfe genommen werden um den richtigen Einstiegszeitpunkt für Investitionen zu finden.

15. Mai 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.