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Die Deutsche Post geht ab – nun auch in der Sparte Fracht

Mit einem neuen Gesicht im Vorstand kam frischer Wind ins Geschäft, und nach einem Jahr scheint die Wende in Sicht: Das Sorgenkind der Deutschen Post, die Frachtsparte, kann genesen.

Hatte sie die ansonsten hervorragenden Geschäfte des Konzerns gebremst, ist nun der Weg für neue Höhenflüge frei. Als Mitte September die Aussicht auf steigende Umsätze und Gewinne bestätigt wurde, legte die Deutsche Post-Aktie erneut zu.

Deutsche Post-Aktie robust im Aufwärtstrend

Nur um ein Haar wurde die Marke von 37 € verpasst. Verschnaufpause oder der Beginn einer größeren Korrektur? Eine Fortsetzung des erfreulichen Verlaufs im dritten Quartalsbericht am 9. November sollte der Aktie der Deutschen Post weiteren Auftrieb geben. Derzeit rangieren die Kursziele zwischen 37 € und 50 €.


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Seit dem Börsengang im Jahr 2000 verzeichnet die Deutsche Post-Aktie ein Plus von 72 %. Das erscheint nicht spektakulär, doch müssen die Höhen und Tiefen bis 2011 berücksichtigt werden. Immerhin rutschte die Aktie seither drei Mal unter die 10 €-Marke. Bald nach dem Start bei 21 € verlor sie nach der geplatzten Internetblase über die Hälfte. Bis zur Finanzkrise stieg sie auf über 25 € und fiel dann erneut ins Bodenlose. Und nach einer Phase leichter Erholung war sie im September 2011 gerade noch 9,13 € wert.

Seitdem hat sich ihr Wert mehr als verdreifacht. Das letzte Tief war im Februar 2016 mit 19,87 €. Es war der Zeitpunkt großer Verunsicherung. Krisensitzung bei der Deutschen Post: Die Luft- und Seefracht, die ein Viertel der Post-Umsätze ausmacht, hatte seit Jahren mit roten Zahlen zu kämpfen. Nach einen erneuen Gewinnrückgang um 22 % stand die Frachtsparte zur Disposition. Als möglicher Käufer wurde die japanische Post ins Gespräch gebracht.

Hoffnung auf Wende in der Frachtsparte

Die Frachtpreise waren gestiegen, ein geplantes IT-System von SAP und IBM erwies sich als schlecht integrierbar – es gab etliche Baustellen. Es wurde ein Aktionsplan vorgelegt, der schlüssig aussah. Die Deutsche Post-Aktie erholte sich auf gut 26 €. Zuversicht machte sich dann Ende Mai breit: Der Konzern trennte sich vom Frachtspartenvorstand Roger Cook und holte Tim Scharwath zur Brandbekämpfung unter Vertrag. Der hatte zuvor beim Logistiker Kühne+Nagel die Lufttracht beflügelt.

Seitdem fliegt auch die Deutsche Post-Aktie immer höher, getragen von der Hoffnung, dass der abgeworbene Frachtprofi die Wende schafft. Aktiv ist er seit Anfang Juni. Zum Programm gehören unter anderem höhere Preise. Ob die Kunden sie annehmen, muss sich zeigen. Es ist eine Gratwanderung, die nicht zwingend gelingen muss. Von daher ist eine gewisse Vorsicht angesagt.

Zumindest läuft es allgemein gesehen schon recht gut. Im zweiten Quartal machten Umsatz und Gewinn deutliche Sprünge. Gerade der Umsatz hatte im Geschäftsjahr 2016 Sorgen gemacht. Zum ersten Mal war er mit -3,2 % rückläufig. Umso stärker war dafür der operative Gewinn (Ebit) gestiegen: um 85,6 % auf 3,18 Mrd. €. Dieses Jahr sollen es 3,75 Mrd. € werden.

Online-Handel treibt Rekordzahlen

Die erneut verbesserte Profitabilität lässt sich natürlich nur mit weiteren Umsatzzuwächsen halten, höhere Frachtpreise dürfen hier das Bild nicht trüben. Dafür wächst vor allem die Express- und Paketsparte. Der anhaltende Boom im Online-Handel beschert stets neue Rekordzahlen.

Mit ihren internationalen Aktivitäten ist die Post der weltweit größte Logistik-Konzern und hervorragend aufgestellt. Die Aktie ist derzeit stark und in einem stabilen Aufwärtstrend. Wer jetzt einsteigt, hat gute Chancen, dass es nach einer Verschnaufpause weiter geht. Angesichts der Aussichten ist sie mit einem KGV von 16 günstig. Davon abgesehen kann sich die Dividendenrendite mit über 3 % sehen lassen.

20. September 2017

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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