Die Direktanlage in Rohstoffe und ihre Tücken

Gefrorener Orangensaft, Schweinehälften oder Metalle wie Palladium und Kupfer: Die Bandbreite der handelbaren Rohstoffe ist ebenso facetten- wie umfangreich. Und allein aus dieser kurzen Aufzählung lassen sich bereits die Schwierigkeiten erkennen, die Investoren bei einer Direktanlage in eines der genannten Produkte bewältigen müssten.

Wer verfügt auch schon über die geeigneten Transport- und Lagermöglichkeiten, größere Mengen dieser Rohstoffe handeln zu können? Beim Kauf von Rohstoffen kommen daher nur solche Waren infrage, die einfach und kostengünstig transportiert, fachgerecht und kostengünstig gelagert und auch noch leicht wieder verkauft werden können.

Anleger sollten bevor sie sich für ein solches, meist sehr langfristiges Investment entscheiden, alle Aspekte, die damit verbunden sind, eingehend prüfen.


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Rohstoffe kaufen: Edelmetalle bieten sich zum Kauf an

In erster Linie eignen sich Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin zur Direktanlage. Und das tun sie, wie beim Gold, schon seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden. Denn schon im alten Ägypten galt Gold als eine ideale Art der Aufbewahrung von Werten.

Gold, Silber oder Platin bieten sich als direkte Investition an, weil sie

  • wegen ihres hohen Wertes auch in kleinen Mengen für die Anlage größerer Geldbeträge geeignet sind.
  • in Münz- und Barrenform leicht zu erwerben sind.
  • kostengünstig und einfach transport- und lagerfähig sind.
  • nicht verderblich sind.

Edelmetalle wie Gold, Silber oder Platin können als Barren oder Münzen gekauft und gesammelt oder als Schmuck erworben und getragen werden. Der Ankauf von Edelmetallen in Münz- oder Barrenform kann bei Geldinstituten, Händlern oder Münzmessen erfolgen.

Allerdings sollten Anleger im Auge behalten, dass beim Kauf von Edelmetallen normalerweise ein höherer Preis als der reine Materialwert bezahlt werden muss. Händler und Banken erheben meist einen Aufschlag in Form einer Gebühr. Daher sollten Investoren davon ausgehen, dass sie bei einem möglichen Wiederverkauf mit einem Abschlag rechnen müssen.

Beim Kauf von Rohstoffen keine weitere Rendite als der Wertzuwachs

Anleger sollen bei einem Direktinvestment in Rohstoffen keine weitere Rendite als einen möglichen Wertzuwachs erwarten. Denn Zinsen oder Dividenden wie bei anderen Anlageformen gibt es nicht. Dennoch kann bei seltenen Münzen auch noch auf einen Anstieg des Sammlerwertes gehofft werden.

Wichtig bei dieser Form der Geldanlage: die sorgfältige und vor allem sichere Form der Aufbewahrung. Wer die teuren Münzen, Barren oder Schmuckstücke vor Einbruch und Diebstahl schützen möchte, sollte diese am besten im eigenen Tresor lagern oder noch besser einem Bankschließfach anvertrauen.

Der Kauf von Rohstoffen ist nicht immer unproblematisch. Manche Waren sind für Privatanleger gänzlich ungeeignet. Edelmetalle in Münzen- oder Barrenform werden dagegen schon seit vielen Jahrhunderten zur Aufbewahrung von Werten genutzt.

7. Dezember 2016

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.

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