von Günter Hannich

Die Dollarflut überschwemmt die Märkte

Liebe Leser,
schon seit langem sehe ich die Politik der US-Notenbank kritisch. Erst durch die fast unkontrollierte Liquidität der US-Notenbank konnte es zu den Auswüchsen und Übertreibungen kommen, die dann in der internationalen Finanzkrise mündeten. Nun meldet sich mit Jim Rogers einmal mehr ein prominenter US-Kritiker der Notenbank zu Wort.
Rogers äußerte jetzt in einem Interview sein Unverständnis über die aktuellen Maßnahmen der Fed. Rogers Zentralfrage lautet dabei: Wie kann die Fed bloß Schulden schaffen, um ein Problem zu lösen, das durch zu viele Schulden entstanden ist? Genau an diesem Punkt setzt die Kritik von Rogers an. Er kritisiert US-Notenbankchef Ben Bernanke für seine zu lockere Währungspolitik.
„Die USA müssen aufhören, ständig Geld zu drucken. Es wäre viel besser, wenn sich die USA an den Sparmaßnahmen der Europäer ein Beispiel nehmen“, sagte Rogers, der als erfolgreicher Hedge-Fonds-Manager zusammen mit George Soros ein Milliardenvermögen aufgebaut hat.
Und dann macht Rogers einen eher überraschenden Vorschlag: „Ich würde lieber die Europäer die Fed führen lasen als die Leute, die es aktuell tun. Wenigstens wissen die Europäer, wie man für die Zukunft baut.“ Das hat gesessen. Allerdings stellt sich die Frage, welche Europäer Rogers dabei im Sinn gehabt hat. Aber das wird sein Geheimnis bleiben.
Sehr aufschlussreich sind auch die weiteren Schlussfolgerungen. So stellt Rogers fest, dass in den USA einfach immer mehr Geld gedruckt wird und auch ausgegeben wird, obwohl die größte Volkswirtschaft der Welt jetzt auch schon die größte Schuldnernation der Welt ist. Rogers regt an, dass man eine schlechte Wirtschaft auch mal scheitern lassen müsse. Ein maroder Staat geht Bankrott. Dann sortiert er sich neu und hat die Chance vor vorne zu beginnen.
Sicherlich hat es so etwas in der Geschichte schon gegeben, aber ein solcher Schritt von den USA würde die Finanzwelt so wir sie heute kennen komplett umkrempeln und Verwerfungen auslösen, deren Folgen nicht abschätzbar wären. Dennoch ist aber auch klar, dass es mit dem Schulden machen so nicht weitergehen kann.
Herzlichst Ihr
Günter Hannich

 
 

Autor:

Günter Hannich

Günter Hannich ist Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz. Wie Sie Ihr Geld sicher durch die nächste Welle des Crashs 2011 bringen, lesen Sie im kostenlosen Newsletter Hannich Vertraulich.