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Die Energiewende in ihrer Definition

In den 80er Jahren tauchte der Begriff Energiewende und seine Definition erstmalig im Rahmen einer Studie des Öko-Instituts auf. Er beschreibt den Umbau des Systems unserer Energieversorgung. Lesen Sie hier die ausführlichen Ausmaße eines kleinen Begriffs.

Energiewende = Realisierung einer nachhaltigen Energieerzeugung

Ziel der Energiewende ist es, das Energieversorgungssystem nachhaltig umzustellen. Ein Grund für die Umstellung der Energieversorgung und –verwendung ist die Knappheit der fossilen Brennstoffe. Diese gefährden zu dem die Umwelt.

Neben fossilen Brennstoffen steht vor allem die Kernenergie im Fokus der Energiewende. Die Kernenergie ist extrem gefährlich, wie die Geschichte der nuklearen Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima gezeigt hat.

Ein weiteres Ziel der Energiewende ist aber auch die Reduktion des Stromverbrauchs – Energiewende umfasst auch die Ziele der Energieeinsparung und Energieeffizienz.

Energiewende in Deutschland: Umbau der Energieversorgung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) stellt auf seiner Seite das Energiekonzept und die nächsten Ziele für die Energiewende vor.

Das sind die ehrgeizigen Ziele:

Bis 2050 soll der Ausstoß der Treibhausgasemissionen um mindestens 80 Prozent gegenüber 1990 sinken. Außerdem soll bis dahin Deutschlands Strom zu mehr als 80 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen kommen.

Nach dem Reaktorunglück in Fukushima musste die Bundesregierung mit drastischen Maßnahmen reagieren. Der Ausstieg aus der Kernenergie – der bislang noch aufgeschoben werden sollte – wurde deutlich beschleunigt. Von bis dato noch 17 aktiven Atomkraftwerken wurden 8 abgeschaltet. Bis zum Jahr 2022 sind noch 9 Kraftwerke im Betrieb.

Kosteneffizienter Ausbau der erneuerbaren Energien

Zentraler Punkt der Energiewende ist der kosteneffiziente Ausbau der erneuerbaren Energien.  Diese nehmen einen immer wichtigeren Platz bei der Energieversorgung in Deutschland ein.

Im Jahr 2012 stieg der Anteil der erneuerbaren Energien auf 22,9 %. Im Jahr 2011 lag er bei 20,5 % am deutschen Bruttostromverbrauch. Der Strom kommt vor allem aus Photovoltaik- und Biogasanlagen. Auch die Wasserkraft trug einen wichtigen Teil bei. Die Stromerzeugung aus Windenergieanlagen war trotz eines deutlichen Ausbaus von Anlagen witterungsbedingt leicht rückläufig.

Der kalte Winter trug zu einem Anstieg der Wärmezufuhr aus erneuerbaren Energien bei. Auf 144 Mrd. kWh  stieg die Wärmelieferung aus erneuerbaren Energien an.

Insgesamt betrug der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch (Strom, Wärme, Kraftstoffe) im Jahr 2012 in Deutschland 12,6 %. Das bedeutet einen minimalen Anstieg um 0,5 Prozentpunkte gegenüber dem Jahr 2011.

Erneuerbare Energien sind damit nach Braunkohle zweitwichtigster Energieträger für die Stromerzeugung – noch vor der Steinkohle.

Milliardenschwere Investitionen für die Energiewende notwendig

Ziel der Bundesregierung ist es, trotz Energiewende eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung sicher zu stellen.

Der Umbau der Energieversorgung erfordert milliardenschwere Investitionen der Unternehmen. Ein besonders hoher Kostenfaktor ist der Netzausbau bzw. Umbau für die Stromversorgung. Die Energiewende lebt maßgeblich von privaten Investoren und ist auf die Subventionierung von Seiten der Regierung angewiesen.

Mehr zum Thema: Das kostet uns die Energiewende!

24. Mai 2013

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Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.