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Die Entstehung der Notenbanken

So gut wie jeder Staat auf der Welt besitzt sie – und oftmals geraten sie ungewollt in die Schlagzeilen. Die Entstehung der ersten Notenbanken reicht jedoch schon bis ins 17. Jahrhundert zurück.

Notenbanken regeln die gesamte Geld- und Währungspolitik für einen Staat oder einen Währungsraum wie die Eurozone. Höchstes Ziel dieser Institutionen ist es, das Preisniveau und den Geldwert möglichst stabil zu halten.

Die Banken sind außerdem für die Verwahrung der Währungsreserven und die Herstellung und Ausgabe neuer Banknoten zuständig.

Entstehung von Notenbanken ab dem 17. Jahrhundert

Die Geschichte dieser Noten- oder Zentralbanken geht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Damals existierten vor allem in Europa zahlreiche unabhängige Bankhäuser, die mit Erlaubnis des Staates ihre eigenen Münzen prägten.

Zu Anfang des 17. Jahrhunderts setzte sich jedoch immer mehr die Einführung von Banknoten durch. Diese wurden als Quittungen für Münzgeld benutzt, welches die Bank im Gegenzug in Verwahrung nahm, konnten jedoch auch als Zahlungsmittel verwendet werden.

Durch die Herstellung eigener Geldscheine wurden viele Banken somit zu Notenbanken. Die Entstehung der ersten Notenbank geht auf das Jahr 1609 zurück, als in den Niederlanden die Amsterdamer Wechselbank zur ersten zentralbankähnlichen Institution umgewandelt wurde.

Diese glich Forderungen zwischen einzelnen Konten ohne den Einsatz von Bargeld aus – genau wie es heutige Banken beispielsweise im Falle einer Überweisung handhaben.

Notenbanken zur Schuldenfinanzierung genutzt

In den kommenden Jahrzehnten kamen weitere Notenbanken hinzu, die teilweise wie die Bank of England bis heute existieren.

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Meist wurden diese als Aktiengesellschaften gegründet – mit der Hauptaufgabe, den Regierungen Geld zu leihen und Staatsschulden zu finanzieren.

Im Gegenzug wurden ihre Konkurrenten mit strengen Auflagen belegt und somit unterdrückt. Viele Banken ersetzten ihre Münzbestände daher schnell durch die Banknoten der entsprechenden Zentralbanken.

Diese übernahmen dafür Transaktionen zwischen den Banken und konnten hierfür auf stetig ansteigende Reserve in Form von Gold und Silber zurückgreifen.

Finanzkrisen sorgen für Monopolstellung

Die Finanzkrisen des 19. Jahrhunderts sorgten dafür, dass in vielen Ländern ein Monopol für die Herstellung und Ausgabe von Banknoten eingeführt wurde. Hierbei wurde, wie in der Peelschen Bankakte in England, meist festgelegt, dass sämtliche Banknoten durch Gold oder andere Edelmetalle gedeckt werden müssen.

Dieser Goldstandard wurde nach der Einführung in England im Jahre 1873 in vielen europäischen Ländern übernommen und galt seitdem als Garant für Preisstabilität.

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Im Zuge des Ersten Weltkriegs wurde diese Regelung jedoch in einem Großteil der Länder wieder aufgehoben.

Entstehung neuer Aufgaben für Notenbanken

Nach den Weltkriegen wurden die Aufgaben der Notenbanken deutlich vergrößert. Durch angemessene Reformen mussten sie nun nicht nur für eine Wertstabilität des Geldes, sondern auch für sinkende Arbeitslosigkeitszahlen und einen Zuwachs des Einkommens sorgen.

In Folge dieser Umstellungen gingen viele Zentralbanken in staatliche Hand über.

Nach der weltweiten Finanzkrise, die 2007 begann, sind Notenbanken immer mehr in den Fokus der Gesellschaft gerückt. Die Entstehung einheitlicher Ziele aller Notenbanken hat aber auch dies nicht vorangetrieben.

2. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.