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Die Erderwärmung könnte Investoren um den Schlaf bringen

Die Klimaerwärmung beschäftigt seit vielen Jahren Politiker und Medien, Wissenschaftler warnen auch schon seit langem. Doch was als carbon bubble oder zu Deutsch Kohlenstoffblase bezeichnet wird, ist eine milliardenschwere Bedrohung für die Finanzwelt im Allgemeinen und für Privatanleger im Besonderen.

James Leaton, ein Mitarbeiter der Londoner Carbon Tracker Initiative, hat dem Begriff seinen Namen gegeben. Und er versucht das nahezu Unmögliche: Mit seinen Zahlen will er die mächtigsten Energie– und Finanzkonzerne zum Umdenken zwingen.

Leatons Zahlen verdeutlichen, wie dramatisch die Lage ist

Für das Erreichen von unumkehrbaren Kipp-Punkten des Klimas gilt eine Erwärmung von +2 Grad Celsius. Zwischen internationalen Staaten und großen Teilen der Wissenschaft scheint dieser Wert als nicht verhandelbar.

Bis 2050 können auf dieser Erde noch rund 900 Giga-Tonnen Kohlendioxyd in die Atmosphäre abgegeben werden, wenn das Ziel einer Erderwärmung um maximal 2 Grad noch erreicht werden soll.


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Wenn Staaten und Unternehmen ihre nachgewiesenen Kohle-, Öl- und Gasreserven wie geplant verbrennen, ist dies mit 2.860 Giga-Tonnen mehr als dreimal so hoch als das, was dem Klima höchstens noch zugemutet werden kann.

Ökologisches und ökonomisches Dilemma

Was sich abzeichnet, ist ein gleichermaßen umwelttechnisches wie finanzwirtschaftliches Problem. Es würde wohl auf eine ökologische Katastrophe hinauslaufen, wenn sich die Erde um deutlich mehr als 2 Grad auf aufheizt.

Die Alternative hieße, dass riesige Vorkommen an fossilen Reserven, die sich Staaten und Unternehmen bereits gesichert haben, unter der Erde bleiben müssten. Damit wären diese praktisch wertlos.

In diesem Fall könnten – so die HSBC, die größte Bank Großbritanniens – Konzerne wie BP, Shell, Total, Statoil oder Eni 40 bis 60 % ihres Marktwertes verlieren. Die Stabilität des Finanzmarktes sei laut der Bank of England in Gefahr.

Die Alarmglocken von Anlegern und Unternehmen müssten längst schrill läuten

Die Blase könnte dann mit einem lauten Knall platzen. Und zwar, wenn der Sachverhalt weiten Kreisen von Anlegern klar werden würde. Wahrscheinlich würden diese ihr Kapital so schnell als möglich abziehen.

Bislang scheinen Unternehmer und Investoren auf diesem Auge blind zu sein. Denn noch 2012 haben die 200 größten Energiekonzerne insgesamt 674 Mrd. US-$ für die Exploration neuer Rohstoff-Quellen ausgewendet. Aus diesem Grund wird die Blase eher größer als kleiner.

Die Gefahr der Kohlenstoff-Blase scheint ebenso groß für die Umwelt wie für den Finanzmarkt. Es könnte aber auch sein, dass Energiekonzerne und Investoren auf das Phlegma der Politiker setzen. Also darauf, dass diese weiterhin in Untätigkeit erstarren.

Dennoch sollten vor allem Anleger, die mit einem Investment im Energie- und Rohstoffbereich liebäugeln, diese Fakten im Hinterkopf behalten und entsprechend Vorsicht walten lassen.

9. Juni 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.