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Die ewige Frage: Kaufen oder Mieten?

In einer Ausgabe des Handelsblatts gehen die Journalisten wieder einmal der Frage nach, ob Kaufen oder Mieten die richtige Entscheidung für Umziehende und Wohnungssuchende ist.

Es ist die ewige Frage. Gibt es eine passende Antwort?

Viele Menschen in Deutschland stellen sich die gleiche Frage. Deshalb ist es besonders für Makler wichtig, dass man diese Diskussionen auch kennt.

Interessant ist dabei die Rechnung, die in dem Artikel (Überschrift: „Miete schlägt Kauf“) aufgemacht wird. Denn: Die Überschrift führt im Vergleich zur tatsächlichen Rechnung in die Irre.

Die Aussage des Artikels

„Wenn die Miete einer Wohnung geringer ist als die Gesamtkosten, die ihnen durch den alternativen Kauf einer vergleichbaren Wohnung entstünden, spricht einiges für die Miete.“


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Ist diese Aussage tatsächlich richtig? Zu Bedenken ist nämlich, dass hier die Vermögensbildung vergessen wird. Die Modellrechnung, die in dem Artikel erstellt wird, lautet: Eine durchschnittliche Wohnung mit 80 m² Größe kostet nach der Untersuchung in den 50 größten Städten Deutschlands im Schnitt 131.000 €.

Das ist ein Kaufpreis von etwa 1.630 € je Quadratmeter. Als Kategorie wurde ein Altbau genommen, der etwa 30 Jahre alt ist. Die Preisdaten stammen aus der Immobiliendatenbank von Immobilienscout24.

Netto-Miete: 6,95 € je Quadratmeter

Als Miete wurden hier 6,95 € je Quadratmeter ermittelt. Auch diese Daten stammen aus der durchschnittlichen Untersuchung der Angebotsmieten aus dem Immobilienportal. Hier wurde der Mittelwert aus den untersuchten 50 Städten genommen. Daraus folgt eine monatliche Netto-Miete von 556 € für die Wohnung.

Kaufpreis plus Nebenkosten

In dem Artikel werden etwa 5% Nebenkosten für den Kauf der Wohnung eingeplant. Die durchschnittliche Wohnung kostet demnach 138.000 €. Für Instandhaltung werden 0,5% des Kaufpreises im Jahr angesetzt, also 655 €.

4,4% Mietrendite

Aus diesen Zahlen ermitteln die Journalisten eine Mietrendite von 4,4%. Das Zwischenfazit des Artikels lautet dann:

„Derzeit bringt kaum eine risikoarme Geldanlage solch einen Ertrag. Immobilienkredite kosten ebenfalls weniger Zins. Das heißt: Der Kauf erscheint im Vergleich zur Miete attraktiv.“

Warum es dann in der Überschrift genau umgekehrt heißt, bleibt das Geheimnis der Journalisten, die den Artikel verfasst haben. Zum Ende des Artikels wird dann auf die gefragten Innenstadtlagen eingegangen, in denen die Preise gestiegen sind. Dort würde sich die Mietrendite entsprechend verschlechtern.

Wohnstandort entscheidet über die Frage nach Miete oder Kauf

Das bedeutet doch aber nicht, dass deswegen „Miete den Kauf schlägt“, so wie es auf den ersten Blick lautet. Stattdessen gibt es Standorte, an denen sich der Kauf mehr lohnt als die Miete und es gibt Standorte, an denen Käufer in der Tat Liebhaberpreise für Immobilieneigentum bezahlen.

Man sollte sich also nicht täuschen lassen, wenn die Zeitungen etwas schreiben, was so nicht gelten kann. Für den konkreten Wohnstandort, sollten Makler ihren Kunden die mögliche Rendite genau auseinander rechnen. Der genaue Blick lohnt sich. Das zeigt auch die Auswertung dieses Beitrags.

24. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.