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Die Fallen der Risikolebensversicherung: Darauf müssen Sie achten

Eine Risikolebensversicherung hat durchaus seinen Zweck, denn sie versorgt im Todesfall die Hinterbliebenden. Jedoch gibt es bei dieser Versicherung vier Stolpersteine, die Sie unbedingt umgehen sollten.

1. Falle der Risikolebensversicherung: Ausreichender Schutz

Damit die Familie oder der Partner aber auch wirklich ausreichend versichert sind, muss die Versicherungssumme ausreichend hoch sein – und da lauert bereits die erste Falle.

Das vier- bis fünffache Brutto-Jahresgehalt sollte als Versicherungssumme gewählt werden, damit der Schutz ausreichend ist.Wer weniger versichert, riskiert die finanzielle Unabhängigkeit der Familie in einem der schlimmsten Momente im Leben – kurz nach dem Tod eines geliebten Menschen.

Statt einer geringeren Versicherungssumme sollte lieber der Wechsel zu einem günstigeren Direktversicherer in Betracht gezogen werden. Dort gibt es ausreichenden Schutz oft zum Dumpingpreis. Übrigens: Das Finanzamt will von der ausgezahlten Versicherungssumme nichts abhaben – die Leistung einer Risikolebensversicherung ist steuerfrei.

2. Falle Risikolebensversicherung: Kapitalpolicen unter die Lupe nehmen

Das gilt für eine Kapitallebensversicherung nur unter Vorbehalt. Auch deshalb ist diese Police für die Absicherung nicht geeignet und eine echte Falle. Vor allem aber ist die Kapitallebensversicherung eben ein Sparvertrag und keine Absicherung der Familie. Umgekehrt ist der Risikoschutz bei der Kapitalvariante kaum zu bezahlen, weil die Sparraten bei einer hohen Versicherungssumme immens wären.


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Wer als 30-Jähriger heute seine Familie mit einem günstigen Direktversicherer und 100.000 € Versicherungssumme absichern will, zahlt dafür rund 200 € jährlich. Eine Kapitallebensversicherung mit 200.000 € Versicherungssumme würde hingegen rund 7.500 € im Jahr kosten – das ist kaum zu bezahlen, wenn nicht die Versicherungssumme gesenkt wird. Dann aber reicht der Schutz oft nicht mehr aus.

3. Falle der Lebensversicherung: Gesundheitsfragen unterschätzen

Ganz wichtig und ein echter Stolperstein sind die Gesundheitsfragen. Versicherte haben auch bei Vertragsschluss sogenannte Obliegenheitspflichten. Verletzen sie diese Pflicht, verlieren sie in der Regel ihren Versicherungsschutz. Und eine besonders häufige Obliegenheitsverletzung ist die falsche Beantwortung von Gesundheitsfragen.

Antragsteller sollten immer gewissenhaft ihre Krankengeschichte zu Papier bringen, aktuelle Erkrankungen nicht verschweigen und nichts beschönigen. Die kleinen Lügen kommen raus und das Schlimmste: Der Versicherte ist in der Regel tot, wenn die Wahrheit ans Licht kommt.

Die Hinterbliebenen müssen dann die ganze Geschichte ausbaden, weil sie keinen Pfennig von der Versicherung sehen. Sinnvoller ist es allemal, Vorerkrankungen anzugeben und eine höhere Prämie mit einem Risikozuschlag zu zahlen – dann ist der Versicherungsschutz wenigstens sicher.

4. Falle der Risikolebensversicherung: Leistungseinschränkungen

Gefährlicher und eine weitere Falle ist es dagegen, Leistungseinschränkungen hinzunehmen. Mit einem solchen Ausschluss verzichten Antragsteller in bestimmten Fällen auf Versicherungsschutz. Als Herzkranker würden Antragsteller dann zum Beispiel kein Geld bekommen, wenn sie an einer entsprechenden Erkrankung sterben.

Risikoschutz ist aber nur dann sinnvoll, wenn jedes Risiko abgedeckt ist. Besser ist es dann eben, eine etwas höhere Prämie zu zahlen und dafür den vollen Versicherungsschutz zu erhalten.

5. Falle Risikolebensversicherung: Beiträge nicht als Betriebsausgaben abzugsfähig

Das meint zumindest das Finanzgericht Baden-Württemberg in einem erst jetzt veröffentlichten Urteil. Rechtsanwälte in einer Sozietät hatten gegenseitig Risikolebensversicherungen abgeschlossen.

Der Zweck: Die Versicherungssumme sollte dazu dienen, Todesfälle zu überbrücken und neue Mandanten zu suchen. Trotz dieser beruflichen Ausrichtung wurde der Betriebsausgabenabzug nicht anerkannt.

Das letzte Wort ist jedoch noch nicht gesprochen. Revision beim Bundesfinanzhof ist eingelegt. Betroffene sollten in ähnlichen Fällen Einspruch einlegen und bis zur BFH-Entscheidung warten.

19. Oktober 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".