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Die Geschichte der Exchange Traded Funds

Im Grunde genommen sind börsengehandelte Fonds („exchange traded funds“ bzw. ETFs) Besitzanteile an einer Investmentgesellschaft, die Portfolios mit Aktien, Anleihen, Währungen oder Vermögenswerten hält.

Im Vergleich zu Investmentfonds sind börsengehandelte Fonds noch relativ neu und stammen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

ETFs: Die Geschichte der Exchange Traded Funds

Die ersten ETFs wurden in den USA von der Investmentfonds-Gesellschaft State Street Global Advisors (SSGA) ausgegeben,  zeitgleich mit der Herausgabe der ersten S&P 500-Aktienzertifikate.

An der Wall Street nennt man diese Zertifikate „SPDRs“(Abkürzung für „Standard & Poors Depositary Receipts“). Um die Aussprache noch weiter zu erleichtern hat sich auch der Name „Spiders“ ( = „Spinnen“) eingebürgert.

Während die ersten ETFs tendenziell den großen Aktienindizes folgten, die immer den breiten Markt abdecken, gibt es jetzt auch neuartige ETFs, die speziell darauf abgestimmt sind, sich auf einen bestimmten Sektor, auf globale Investitionen, auf ein bestimmtes Produkt oder auf eine Währung zu konzentrieren.

Der US-amerikanischen Bank Morgan Stanley zufolge wurden Ende 2007 weltweit 1.171 ETFs gehandelt, im Anlagewert von ca. 800 Milliarden Dollar.

ETFs vs. Investmentfonds: Ein Vergleich

Es lohnt sich in jedem Fall, die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen börsengehandelten Fonds und Investmentfonds zu kennen :


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1. Genau wie ein Investmentfonds ist ein ETF eine Anlagestruktur, die das Vermögen von Investoren in einem Anlagen-Pool konzentriert.

Professionelle Investment-Manager investieren dieses Vermögen dann, um klar definierte Ziele zu erreichen, die vorher mit dem Anleger abgestimmt wurden. Dazu gehören z.B. laufende Erträge oder Vermögenszuwachs.

Und genau wie für Investmentfonds gibt es für ETFs auch ein entsprechendes Wertpapierprospekt, das an die Wertpapierhändler geliefert wird, oder alternativ eine Produktbeschreibung, die das Wichtigste über den jeweiligen ETF zusammenfasst.

2. Wer sein Vermögen in einen Investmentfonds anlegt, bekommt die Erträge direkt aus dem Fonds, zum jeweiligen Nettoinventarwert (bzw. Substanzwert), der am Ende jedes Handelstages ermittelt wird.

Wer hingegen in ein ETF investiert, kauft die Aktien an einer bestimmten Börse. Die Transaktion läuft genauso ab wie der Kauf jeder anderen gelisteten Aktie.

Obwohl die meisten Investmentfonds aktiv gemanagt werden, gibt es auf dem Markt auch jede Menge passiv verwaltete Indexfonds. Die meisten ETFs werden zwar passiv gemanagt – da sie dazu gedacht sind, bestimmte Indizes zu verflogen- aber inzwischen hat man auch einige aktiv verwaltbare ETFs entwickelt.

Ein aktiv verwaltetes ETF wird von einem Fondsmanager kontrolliert, der mit seiner individuellen Strategie versucht, den Markt zu überbieten.

3. Die Anteile an ETFs und in Investmentfonds werden auf komplett verschiedene Art und Weise angelegt und zurückgenommen.

Wer sein Geld in einen Investmentfonds anlegt, vertraut sein Kapital den Fondsmanagern an. Diese nutzen das Kapital, um Wertpapiere zu kaufen und zusätzlich Aktien aus dem Fonds auszugeben.

Wenn ein Anleger seine Aktien aus einem Investmentfonds zurücknehmen will, dann gehen die Aktien gegen Geld wieder in den Besitz der Fondsverwalter-Firma über. Bei der Anlage eines ETF hingegen ist kein Geld im Spiel.

Rückkauf von ETF-Aktien

Um die Aktien aus einem ETF zurückzunehmen, kauft ein autorisierter Teilnehmer mehrere ETFs, leitet sie an die zuständige Depotbank weiter und bekommt dafür einen äquivalenten Aktienkorb. Diese Aktien können dann an der Börse gehandelt werden, doch oftmals werden sie der Institution zurückgegeben, die die Aktien verliehen hat.

Theoretisch kann ein Anleger ein ETF auf zwei Arten loswerden:

Erstens durch den Rückkauf (bei dem man quasi im Tausch gegen die ETF-Aktien ein Bündel an äquivalenten Aktien bekommt) und zweitens durch den Verkauf auf einem Sekundärmarkt.

In der Praxis wird ein Anleger eher letzteres tun. Da die ETF-Aktien sehr begrenzte Möglichkeiten der Auszahlung haben, kann man sie nicht als Investmentfonds bezeichnen.

10. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.