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Die Geschichte des Dow Jones Industrial Average

Der Dow Jones Industrial Average, kurz DJIA, ist nicht nur einer der bekanntesten Aktienindizes der Welt, sondern auch einer der langlebigsten. Seine Geschichte beginnt im späten 19. Jahrhundert, als der Finanzexperte Charles Dow, einer der Gründerväter des bis heute aktiven „Wall Street Journals“ einen Nachfolger für den „Dow Jones Average“ suchte.

Letzterer wurde bereits 1884 gegründet und setzte sich während seiner 12-jährigen Geschichte aus 11 bis 14 verschiedenen Unternehmen zusammen. Da die Industrie in seiner Gründungsphase noch nicht so dominant auftrat wie in den 1890er Jahren und an der Börse meist als hoch spekulative Anlagen galten, setzte sich der Dow Jones Average zum Großteil aus Eisenbahnunternehmen zusammen – die damals größten und mächtigsten Konzerne der Vereinigten Staaten.

Dow Jones Industrial Average: Der Beginn der Geschichte

Erst einige Jahre später, im Zuge der immer stärker werdenden Industrialisierung in der westlichen Welt, verschoben sich die Kräfte zwischen den Unternehmen. Nachdem 1894 mit dem Unternehmen American Sugar der erste Industriekonzern in den Index aufgenommen wurde, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Zusammenstellung von Grunde auf verändern würde.

Als Geburtsstunde in der Geschichte des Dow Jones Industrial Average gilt der 26. Mai 1896. An diesem Tag erschien im Wall Street Journal die erste Version, in der ausschließlich Industrieunternehmen gelistet waren. Bestehend aus insgesamt 12 Unternehmen, musste der DJIA gleich in den ersten Monaten seine schwersten Stunden überstehen.


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Während einer kleineren Wirtschaftskrise im Sommer 1896, die durch Verschiebungen auf dem Rohstoffmarkt entstand, sank der Kurs des Dow Jones auf seinen historischen Tiefstand von 28,48 Punkten. Auch in den folgenden Jahrzehnten war die Wirtschaftslage in den USA durch zahlreiche Krisen geprägt, die den Aufwärtsdrang des Index behinderten.

Dennoch wuchs die Anzahl der gelisteten Unternehmen. So stieg die Anzahl 1916 zunächst auf 20, 1928 – auf dem Höhepunkt der „Roaring Twenties“ genannten boomenden Wirtschaftslage – wurde der bis heute gültige Stand von 30 Unternehmen erreicht. Doch das Wirtschaftshoch war nur von kurzer Dauer: Während der 1930er Jahre, die durch Wirtschaftskrisen und zahlreiche Kriege geprägt waren, sank der DJIA um mehr als 40 Prozent.

Aufstieg nach dem Zweiten Weltkrieg

Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann der wahre Aufstieg des Dow Jones. Vor allem in den 1950ern, in denen die Kurse um mehr als 200% in die Höhe schossen, gelten heute als erste Blütezeit des Index. 20 Jahre später, am 14. November 1972, schloss der Index zum ersten Mal über der magischen Grenze von 1.000 Punkten.

Auch in den 1980ern setzte sich dieser Aufwind fort, bis am 19. Oktober 1987, der als „Schwarzer Montag“ in die Geschichte einging, der bisher größte Sturz an einem Tag verzeichnet wurde. Dieser Börsencrash, von dem sämtliche internationale Handelsplätze betroffen waren, sorgte für einen Kurssturz von 22,6 Prozent innerhalb von wenigen Stunden. Erst 15 Monate später konnte das bisherige Niveau wieder erreicht werden.

Während der 1990er Jahre stieg der Dow Jones rapide an, getrieben vom Aufstieg der DotCom-Unternehmen. Am 21. November 1995 wurde die Marke von 5.000 Punkten überschritten, am 29. März 1999 fiel auch die Grenze von 10.000 Punkten. Der Höhenflug fand jedoch Anfang des neuen Jahrtausends mit den Anschlägen vom 11. September und dem Platzen der DotCom-Blase ein erneutes Ende.

Geschichte des DJIA: Neue Allzeithochs

Erst ein gutes Jahrzehnt später, nachdem auch die globale Finanzkrise überstanden war, orientierte sich der Index langfristig wieder nach oben. Am 31. Dezember 2013 wurde mit einem Schlusskurs von 16.576,66 Punkten vorerst ein neues Allzeithoch erreicht.

Während seiner gesamten Geschichte wurde die Zusammenstellung des Dow Jones Industrial Average 53-mal verändert. Die letzte Änderung von Bestandteilen fand am 20. September 2013 statt. Seit diesem Zeitpunkt sind die Unternehmen Goldman Sachs, Nike und Visa im Index vertreten. Im Gegenzug wurden der Metallhersteller Alcoa, die Bank of America sowie der IT-Hersteller Hewlett-Packard aus der Liste gestrichen.

Eines der Unternehmen ist die gesamte Geschichte des Dow Jones Industrial Average mitgegangen. Mit einer kleinen Unterbrechung Anfang des 20. Jahrhunderts ist das Gründungsmitglied General Electric von Beginn an Teil des Index. Auch andere Unternehmen sind bereits seit Jahrzehnten Bestandteil: So wurde der Ölkonzern ExxonMobil 1928 in den DJIA aufgenommen, DuPont, Procter & Gamble und United Technologies folgten im Laufe der 1930er Jahre – gemeinsam sind sie Zeugen der bewegten Geschichte des Aktienindex.

22. August 2014

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Felix Reinecke
Von: Felix Reinecke. Über den Autor

Felix Reinecke war in der Vergangenheit als Redakteur bei verschiedenen Tageszeitungen tätig und verstärkt seit 2011 das Team von GeVestor.