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John (Jack) Bogle: Das „Gewissen“ der Mutual Fund-Industrie

John (Jack) Bogle wurde am 8. Mai 1929 in Montclair, New Jersey geboren. Er absolvierte ein Wirtschaftsstudium an der Universität von Princeton und schloss es mit magna cum laude ab.

Schon während seines Studiums widmete sich Bogle den offenen Investmentfonds („mutual funds“) und verfasste unter anderem wissenschaftliche Arbeiten über dieses Thema. Mit diesen Arbeiten schaffte er die konzeptuelle Grundlage für Indexfonds.

John Jack Bogle und der Vanguard 500

Durch seine Arbeit im Finanzberatungsunternehmen Wellington Management lernte er das Investment Management Business von 1951 bis 1974 kennen, bevor er 1974 Vanguard gründete und es zu einem bekannten Fonds-Sponsor etablierte.

1976 war Bogle Wegbereiter des ersten Index-Fonds, Vanguard 500. Das Fortune Magazine kürte Bogle 1999 zu einem der vier „Investment-Giganten“ des 20. Jahrhunderts.

Er wurde CEO und Vorsitzender seiner Investmentgesellschaft und blieb es bis ins Jahr 1999, als er sich vom aktiven Geschäft zurückzog.

Als Präsident des Vanguard’s Bogle Financial Markets Research Centers verfasst Bogle auch weiterhin Bücher und hält Vorträge zu Investment-Themen.

Bogle wird von vielen als „das Gewissen“ der Mutual Fund-Industrie bezeichnet.

In seinem Buch „The Vanguard Experiment: John Bogle’s Quest to Transform the Mutual Fund Industry“ (1996), beschreibt Biograf Robert Slater Bogles Leben als evolutionär, ikonoklastisch sowie voll kompromissloser Hingabe an seine Prinzipien, die Interessen der Investoren als das wichtigste anzusehen.

Bogle kritisiere die Fonds-Industrie für Praktiken, die kostengünstigem, auf Klienten ausgerichtetem Investment in offene Investmentfonds („Mutual Fund Investment“) widersprechen.

Kursgewinne durch Mutual Fund Investment

In einfache Worte gefasst, beinhaltet Jack Bogles Investment-Philosophie, Kursgewinne durch Investitionen in Index Mutual Funds mit einer breiten Basis zu erzielen.

Dabei handelt es sich nicht nur um Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag, sondern ferner auch um Fonds, die kostengünstig, umsatzschwach sowie passiv gemanagt sind.

John Bogle empfiehlt Investoren, sich auf folgende Themen zu spezialisieren:

  • Die Einfachheit der Investierung
  • Die Kosten und Ausgabe der Investierung möglichst gering zu halten.
  • Langfristig möglichst ertragreiche Investierungen im Blick zu behalten.
  • Sich dem Investment-Business rational und nicht emotional zu widmen, gerade im Hinblick auf Entscheidungen, die zu treffen sind
  • Das Indexorientierten Anlegen als passende Strategie für Investoren zu sehen

Der bekannte Börsenhändler Jim Cramer hat für Jack Bogle nur lobende Worte übrig. Er gibt zu, dass er nach einem Leben als Börsenhändler einsehen muss, dass er Bogles Argumenten für Indexfonds folgen sollte, anstatt zu versuchen, ihn zu schlagen.

John Jack Bogles Publikationen

  • „Bogle On Mutual Funds“ von John C. Bogle (1994)
  • „Common Sense On Mutual Funds: New Imperatives For The Intelligent Investor“ von John C. Bogle (1999)
  • „John Bogle On Investing: The First 50 Years“ von John C. Bogle (2000)
  • „The Little Book Of Common Sense Investing: The Only Way To Guarantee Your Fair Share Of Stock Market Returns“ von John C. Bogle (2007)
  • „The Vanguard Experiment: John Bogle’s Quest To Transform The Mutual Fund Industry“ von Robert Slater (1996)

Seine berühmtesten Zitate

„Es ist keine gute Idee, den Markt zeitlich einschätzen zu wollen.“

„Man ist stets optimistisch, wenn die Kurse ganz oben sind, und pessimistisch, wenn sie sich auf dem Weg nach unten befinden.“

9. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.