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John Neff: Antizyklischer Investor aus Leidenschaft

John Neff wurde 1931 in Wauseon, Ohio geboren. 1955 beendete er die Universität von Toledo mit einem Bachelor of Arts-Abschluss mit Bestnote. Er arbeitete acht Jahre lang als Wertpapieranalyst bei der National City Bank von Cleveland, bevor er 1958 seinen Master in Business Administration der Case Western Reserve University abschloss.

1964 begann Neff, als Portfolio-Manager für Wellington Management Co. zu arbeiten. Unter anderem war er dort für die Windsor, Gemini and Qualified Dividend Fonds zuständig. Während seiner Dienstzeit konnte Neff den breiten Marktindex 22-mal übertreffen. Regelmäßig war ihm ein Platz im Ranking der besten Finanzmanager sicher.

Neff wurde von vielen als „Profi unter den Profis“ angesehen. Viele Fondsmanager vertrauten ihm in dem Glauben ihr Geld an, es in gute Hände gegeben zu haben. John Neffs durchschnittliche Jahresrendite des Vanguard’s Windsor Fonds betrug während seiner 31-jährigen Dienstzeit als Portfolio Manager (von 1964-1995) 13,7%. Die Rendite  des S&P 500 Index betrug demgegenüber 10,6%.

Nach mehr 30-jähriger Investment-Karriere, ging John Neff 1995 in Rente. Seine Autobiografie „John Neff On Investing“ wurde 2001 veröffentlicht.

John Neff: Nach schlechten Nachrichten kaufen

John Neff beschrieb sich weder als ein langfristiger, noch als ein antizyklischer Investor und zog es stattdessen vor, einem Investitionsansatz zu folgen, nach dem “gute Unternehmen, in guten Branchen, zur niedrigen Kurs-Gewinn-Ratio” eingekauft werden.


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Trotz seines Dementis, langfristig oder antizyklisch zu investieren, weist Neffs Investitions-Management-Karriere eine bemerkenswerte Menge solcher investitionsstrategischen Maßnahmen auf.

Neff konzentrierte sich bei seinem Investment-Ansatz auf Portfolio-Konzentration statt -Diversifikation. Er erwarb Anteile aller Größen, solange sie ein niedriges Kosten-Gewinn-Verhältnis  aufwiesen. Dieses Vorgehen beschrieb er auch als “Investment in niedriges KGV”.

Im Investment hat er unter anderem darauf geachtet, nach schlechten Nachrichten zu kaufen, nachdem bestimmte Anteile einen merkbaren Kurssturz erlitten.

Darüber hinaus auch darauf, sich auf “indirekten Wegen” in beliebten Branchen einzukaufen. Dies bedeutete beispielsweise, Aktien der Hersteller von Ölbohrmaschinen zu kaufen, die ihrerseits an die hochpreisigen Ölgesellschaften verkauften.

Persönlicher Kontakt bevorzugt

Neff hat sich dagegen ausgesprochen, an “Adrenalinmärkten” teilzuhaben und zog persönliche Treffen mit Firmenvorständen vor, um deren Integrität und Effektivität zu prüfen. Für die meisten Einzelinvestoren ist diese Art der Kontaktaufnahme keine realistische Möglichkeit.

Die Anwendung von Neffs rigorosen grundlegenden Analysetechniken auf die finanziellen Belange bestimmter Unternehmen erweist sich als guter Management-Leistungs-Indikator, um ein Unvermögen, mit Managern eines Unternehmens direkt zu interagieren, zu kompensieren.

Ryan Furman gab in einem Interview mit John Neff im Juli 2006 an, dass die meisten großen Investoren echte Bücherwürmer seien. John Neff bildet da keine Ausnahme. Er sei bekannt dafür, alle Wall Street Journals mit nach Hause zu nehmen und sie sich am Wochenende noch einmal durchzulesen.

Auch die Newsletter von Value Line soll Neff sehr oft gelesen haben. Investoren sei deshalb empfohlen, sich diesen Quellen zuzuwenden, findet Furman.

John Neffs Publikationen

  • „John Neff On Investing“ von John Neff und Steven L. Mintz (2001)

Sein berühmtestes Zitat

„Wenn man von einer Aktie zu schwärmen beginnt, ist es Zeit, sie zu verkaufen.“

12. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.