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Warren Buffett: Das Orakel von Omaha

Warren Buffett wurde 30. August 1930 in Omaha, Nebraska geboren. Mit 20 Jahren schloss die dortige Universität ab. Nachdem Buffett „The Intelligent Investor“ von Benjamin Graham gelesen hatte, wollte er bei ihm lernen und schloss ein Business Master-Studium an der Columbia Universität an.

Nach seiner Rückkehr in seine Heimatstadt Omaha gründete Warren Buffett die Investment-Firma Buffett-Falk & Company, in der er von 1951 bis 1954 als Investment-Vertreter tätig war. In dieser Zeit war der Kontakt zwischen Buffett und seinem ehemaligen Lehrer Graham ziemlich eng. Graham widmete ihm seine Zeit und ließ ihn an seinen Gedanken teilhaben.

Der Kontakt zu seinem ehemaligen Professor verschaffte Buffett einen Job bei Graham’s New Yorker Firma, Graham-Newman Corporation, wo er von 1954 bis 1956 als Wertpapieranalytiker tätig war.

Die beiden Jahre, die Buffett eng mit Graham in seiner Firma arbeitete, waren prägend für sein weiteres Berufsleben. Gemeinsam analysierten die beiden hunderte von Firmen und legten so den Grundstein für Buffetts Erfolg im Bereich der Aktien-Investitionen.

Um unabhängig arbeiten zu können, startete Buffett im Alter von 25 Jahren zurück in seiner Heimat Omaha eine so genannte „Family investment partnership“ mit einer Kapitalbasis von 100.000 Dollar. Er selbst hat der Partnerschaft erst durch die Überredungskunst seiner Familie zugestimmt. Sie sollte sich als gewinnbringend für seine spätere Karriere herausstellen.

Warren Buffett: Das Orakel von Omaha

In den Jahren zwischen 1956 bis 1969, als die Partnerschaft gelöst wurde, erlebten die Investoren und Buffett einen 30-fachen Wertzuwachs pro Aktie. Vor der Entscheidung, die Partnerschaft aufzulösen, hatte Buffett 1965 die wenig ertragreiche Textilfirma Berkshire Hathaway mit Sitz in New Bedford, Massachusetts gekauft.

Nach dem Kauf des Unternehmens begann der Aufschwung für die Firma, da Buffett sich von nun an der Firmenfinanzen annahm. Warren Buffett wird oft als “der Weise“ oder das “Orakel von Omaha“ bezeichnet. Für viele ist Buffett einer der erfolgreichsten Investoren der Geschichte.

Buffett folgte den Prinzipien seines Lehrers Benjamin Graham und konnte so ein mehrere Milliarden großes Vermögen durch Aktien-Investitionen und Firmenkäufen anhäufen.1965 übernahm Warren Buffett den Vorsitz des Unternehmens Berkshire Hathaway.

Gewinne durch Unternehmensbeteiligungen

Buffett ließ die Firma trotz Drucks von außen als Textilfirma weiter bestehen, nutzte sie jedoch auch als Beteiligungsgesellschaft für weitere Investitionen. Aktionäre, die 1965 10.000 Dollar in diese Firma investierten, konnten über die Jahre große Gewinne erzielen.

Der mittlerweile 82-jährige Warren Buffett hat in seinem Leben zwar nie ein Buch verfasst, dennoch wird seine Meinung in Investment-Kreisen sehr geschätzt.

2006 hatte Buffett angekündigt, Teile seines auf 44 Milliarden Dollar geschätzten Vermögens auf die Bill und Melinda Gates Stiftung ($31 Milliarden Dollar) sowie vier weiteren wohltätigen Organisationen aus dem Kreise seiner Familie übertragen zu wollen ($6 Milliarden).


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Zur Zeit des Börsensturzes 1973-1974 bekam Berkshire Hathaway die Möglichkeit, andere Firmen zu einem niedrigen Preis zu erwerben. In einer Art Kaufrausch investierte Buffett unter anderem auch in die amerikanische Tageszeitung The Washington Post.

Heute ist Berkshire Hathaway eine große Beteiligungsgesellschaft mit einem geschätzten Umsatz von 143,688 Milliarden US-Dollar (Stand: 2011).

„Wir sind Fokus-Anleger.“

Warren Buffetts Investment Stil ist unter anderem von Geduld und Disziplin gekennzeichnet. Mit seiner Art war Buffett über Jahrzehnte erfolgreich auf dem Markt tätig. John Train, der Autor von „The Money Masters“(1980), hat Buffetts Herangehensweise kurz und prägnant mit den Worten beschrieben:

„Das Wichtigste an Warrens Denkweise ist die Idee von der Business-Welt, die in eine kleine Zahl von wunderbaren Business-Zweigen unterteilt ist, in die es sich zu investieren lohnt. Darüber hinaus existiert eine große Zahl von Business-Zweigen, die schlecht oder nur mittelmäßig sind und als langfristige Investition nicht geeignet sind.

Ein Großteil der Business-Bereiche ist meistens ihr Geld nicht wert. Selten werden wunderbare Business-Sparten beinahe verschenkt. Falls das passiert, sollte kühn zugeschlagen werden und die derzeitige Wirtschaftslage sowie Aktienmarktprognosen außer Acht gelassen werden.“

Für Buffett werden „wunderbare Business-Zweige“ unter anderem durch folgende Aspekte charakterisiert:

  • Sie bringen einen guten Kapitalertrag ohne viele Schulden
  • Sie sind verständlich.
  • Sie sehen ihren Gewinn im Cash-Flow.
  • Sie besitzen starke Franchises und damit auch Preisfreiheit
  • Sie brauchen kein Genie um gut zu laufen.
  • Ihre Gewinne sind vorhersehbar.
  • Ihr Management ist Eigentümer-orientiert.

Warren Buffetts Publikationen

Warren Buffett hat bis dato noch kein Buch selber herausgebracht. Seine jährlichen Briefe an die Aktionäre in Berkshire Hathaways Jahresberichten sind jedoch wichtige Schriften des großen Investors.

Kopien der 20-seitigen Meisterwerke des Investoren-Wissens können ab dem Jahr 1977 auf der Website von Berkshire Hathaway eingesehen werden.

Eine Auswahl der Bücher über Buffett

  • „Buffett: The Making of an American Capitalist“ von Roger Lowenstein (1996).
  • „Warren Buffett Speaks: Wit And Wisdom From The World’s Greatest Investor“ (1997)
  • „The Warren Buffett Way“ von Robert G. Hagstrom (2005)

Seine berühmtesten Zitate

„Aktien sind einfach. Man kauft bloß Anteile an einem großartigen Unternehmen mit höchst integrem und fähigem Management für weniger als seinen inneren Wert. Dann behält man diese Anteile für immer.“

„Ich kann mich nicht mit 50 oder 75 Dingen beschäftigen. Das ist Arche-Noah-Investing – am Ende hat man einen Zoo. Ich stecke gern beträchtliche Summen in wenige Dinge.“

„Großartige Investmentgelegenheiten ergeben sich, wenn hervorragende Unternehmen von ungewöhnlichen Umständen umgeben sind, die eine Fehlbewertung der Aktie verursachen.“

„Es ist schlecht, wenn man abends zu Bett geht und dabei an den Preis einer Aktie denkt. Wir denken an den Wert und an die Ergebnisse von Unternehmen. Der Aktienmarkt ist dafür da, einem zu dienen und nicht dafür, einem Anweisungen zu geben.“

13. November 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.