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Die große Macht der Forex – Teil II

Kursraten der Währungen

Da Währungen paarweise erfasst werden, wird der Wert einer Währung durch den Vergleich zu einer anderen bestimmt. Bei der ersten registrierten Währung handelt es sich um die Basiswährung, bei der zweiten um die Kurswährung.

Der Vergleich der beiden zeigt, wie viel Geld der Kurswährung erworben werden muss, um eine Einheit der Basiswährung zu erhalten.

Bei einem Vergleich zwischen US-Dollar und Euro (USD/EUR) lautet der Kurs beispielsweise 0,8000, da 80 Cent einen US-Dollar ausgleichen. Vertauscht man beide Währungen, ändert sich der Kurs auf 1,25, da nun 1,25 US-Dollar für einen Euro erworben werden müssen.

Die beliebtesten Währungspaare

Im Gegensatz zu exotischen Währungen wie dem thailändischen Baht oder der tschechischen Krone gibt es sieben weltweit am meisten eingetauschte Währungspaare und ihre jeweiligen internationalen Abkürzungen:

EUR/USD (Euro/US-Dollar) – „Euro“

USD/JPY (US-Dollar/japanischer Yen) – “Gopher”

GBP/USD (britisches Pfund/US-Dollar) – „Cable“

USD/CHF (US-Dollar/Schweizer Franken) – „Swissie“

AUD/USD (australischer Dollar/US-Dollar) – „Aussie“

USD/CAD (US-Dollar/kanadischer Dollar) – „Loonie“

NZD/USD (neuseeländischer Dollar/US-Dollar) – „Kiwi“

Allein diese Währungspaare (sowie ihre Gegenstücke wie USD/EUR oder CHF/USD) machen mehr als 95% der Spekulationsgeschäfte des Devisenmarktes aus.

Da aktiv nur mit 18 möglichen Währungspaaren gehandelt werden kann, ist der Devisenmarkt weniger umfangreich als der Aktienmarkt.

Die Wahl des richtigen Brokers

Investiert man auf dem Devisenmarkt, ist ein guter Broker sehr wichtig. Er entscheidet schließlich über Anlagerisiko und –wert mit und ist in diesem Rahmen die wichtigste Bezugsperson.

Anhand dieser sechs Tipps lassen sich gute von schlechten Brokern unterscheiden.

1. Niedrige Spreads


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  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

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Der sogenannte Spread – oder Aufschlag – wird in Pips (percentage in point, die letzte Dezimalstelle bei der Notierung eines Währungspaares) berechnet, und gibt die Differenz zwischen An- und Verkaufspreis an. Damit verdienen Broker ihr Geld.

Die Spanne an Spreads ist auf dem Devisenmarkt so weit gefasst wie die der Kommissionen auf dem Aktienmarkt.

2. Eine renommierte Institution

Im Gegensatz zu Brokern auf dem Aktienmarkt sind Broker auf Devisenmärkten normalerweise an große Banken oder geldgebende Institutionen gebunden.

Das liegt daran, dass ein großes Kapitalvermögen nötig ist, um die nötige Leverage (Hebelwirkung) zu ermöglichen.

Forex Broker sollten im Bereich Futures Commission Merchant (FCM) registriert und durch die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) reguliert werden.

Informationen über finanzielle Details und Statistiken stehen im Internet zur Verfügung.

3. Die richtige Plattform

Es gibt verschiedene Plattformen für Transaktionen auf dem Devisenmarkt.

Diese sind oftmals mit Tabellen, Analysezubehör und Informationen in Echtzeit ausgestattet und können im Voraus kostenlos getestet werden, bevor man sich für einen Broker entscheidet.

4. Die richtige Kontoart

Viele Broker bieten zwei oder mehr verschiedene Kontoarten an. Die kleinste Möglichkeit stellt ein Minikonto dar, das mindestens 250 US-Dollar verlangt, aber eine hohe Leverage mit einschließt.

Dabei handelt es sich um eine Hebelwirkung, die das angelegte Kapital durch Fremdkapital vergrößert.

Das bedeutet bei einer Leverage von 1:100 oder x100 und einem Eigenkapital von 100 Euro, dass das Hundertfache an Fremdkapital kontrolliert werden kann (10.000 Euro).

Proportional zur Leverage steigt allerdings auch das Risiko an. Zwar können größere Gewinne erzielt werden, aber ebenso muss eine höhere Sicherheitsleistung (sogenannte Marginanforderung) hinterlegt werden (siehe Punkt 6).

Das standardmäßige Konto lässt sich mit einer Vielzahl an verschiedenen Leverages kombinieren. Das Minimum an Kapital beträgt circa 2.000 US-Dollar.

Premiumkonten lassen sich nur mit viel Eigenkapital eröffnen, bieten dafür aber zusätzlich noch verschiedene Tools und Services an.

5. Miese Tricks vermeiden

Beim sogenannten „Sniping and Hunting“ wird zu einem vorgegebenen Zeitpunkt (preset point) durch den Broker an- oder verkauft, um selbst mehr zu verdienen.

Zwar besteht keine Liste über Broker, die solche Maßnahmen praktizieren, doch in Internetforen oder im Gespräch mit anderen Anlegern kann man sich über die Qualitäten eines Brokers informieren.

6. Strikte Regeln

Da man mit geliehenem Geld handelt, entscheidet der Broker über die Höhe des Risikos mit. Dabei kann er selbst entscheiden, wann sich ein An- oder Verkauf lohnt.

Diese Tatsache kann sich negativ für den Anleger und seine Sicherheitsleistung auswirken, wenn durch Fehlentscheidungen Verluste für den Anleger entstehen.

Wodurch verändert sich die Währung?

Ebenso wie Unternehmen basiert der Wert von Ländern auf einer sehr komplexen Fundamentalanalyse. Oftmals werden langfristige Trends prognostiziert.

Man unterscheidet zwischen verschiedenen Indikatoren, die zu unterschiedlichen Zeiten veröffentlicht werden, unter anderem:

  • Arbeitsmarktdaten (Nonfarm-Payrolls)
  • Einkaufsmanagerindex (Purchasing Managers Index bzw. PMI)
  • Verbraucherpreisindex (Consumer Price Index bzw. CPI)
  • Einzelhandelsumsatz
  • Konsumkapital

Außerdem können auch einzelne Statistiken und Kommentare wichtig sein.

Diese haben beispielsweise dann Einfluss auf den Markt, wenn sie auf Tagungen entstehen, bei denen essentielle Komponenten wie Zinsraten und Inflation diskutiert werden.

Wenn man sich selbst dazu entscheidet, anhand einer Fundamentalanalyse zu handeln, sollte man sich die Veröffentlichung bestimmter Daten im Kalender rot anstreichen.

Im Übrigen lohnt es sich auch, den eigenen Broker zu Rate ziehen, um diese Informationen in Echtzeit beziehen zu können.

10. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.