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Die Grunderwerbsteuer kennt 2016 nur eine Richtung: nach oben!

Gerade einmal 5 Jahre ist es her, dass die einzelnen Bundesländer dazu ermächtigt wurden, den Grunderwerbsteuersatz selbst festzulegen. Seitdem kennt besagter Steuersatz in den meisten Bundesländern nur eine Richtung: und zwar ganz weit nach oben!

Jüngst hat auch Thüringen wieder angekündigt, seinen Steuersatz ab Januar 2017 von bisher 6,0 auf dann 6,5 Prozent anheben zu wollen.

Nur in Bayern und Sachsen bisher keine Erhöhung

Nur zwei Bundesländer haben bislang der Versuchung widerstanden, bei Immobilien(ver)käufen an der Steuerschraube zu drehen: Das sind die Bundesländer Bayern und Sachsen. Nur dort liegt der Steuersatz noch bei den ursprünglichen 3,5 %.

Alle anderen Bundesländer langen inzwischen kräftig zu, wenn eine Immobilie den Eigentümer wechselt. Nicht zuletzt deshalb, weil ein Großteil dieser Steuer in deren eigenes Staatssäckel wandert. Hier in alphabetischer Reihenfolge die aktuellen (und geplanten) Steuersätze:

  • Baden-Württemberg: 5%
  • Bayern: 3,5%
  • Berlin: 6%
  • Brandenburg: 6,5%
  • Bremen: 5%
  • Hamburg: 4,5%

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  • Hessen: 6%
  • Mecklenburg-Vorpommern: 5%
  • Niedersachsen: 5%
  • Nordrhein-Westfalen: 6,5%
  • Rheinland-Pfalz: 5%
  • Saarland: 6,5%
  • Sachsen: 3,5%
  • Sachsen-Anhalt: 5%
  • Schleswig-Holstein: 6,5%
  • Thüringen: 5% (ab 1. Januar 2017: 6,5%)

Die Grunderwerbsteuer: ein wahrer Kostentreiber beim Wohnungsbau

Zu einem wahren Kostentreiber beim Wohnungsneubau habe sich diese Steuer entwickelt, so eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, die im Auftrag des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung erstellt wurde.

Denn nicht selten würde die Grunderwerbsteuer mehrfach erhoben, erst fürs Grundstück allein, das etwa ein Bauträger von der Kommune kauft. Und dann noch einmal fürs Grundstück mitsamt Wohneigentum, das der Bauträger dann an den späteren Eigentümer verkauft.

Wann keine Grunderwerbsteuer gezahlt werden muss

Immerhin gibt es bestimmte Ausnahmen, bei denen keine Grunderwerbsteuer anfällt. Diese Ausnahmen (§ 3 Grunderwerbsteuergesetz) sollte man sich gut merken, damit man im Falle eines Immobilienkaufs oder –verkaufs keine Steuern zahlt:

  • bei Grundstücks- bzw. Immobilienkäufen bis zu einem Preis von 2.500 Euro
  • wenn man ein Grundstück bzw. eine Immobilie erbt oder geschenkt bekommt, anstatt sie selbst zu kaufen
  • im Rahmen der Erbauseinandersetzung, wenn also zum Beispiel ein Erbe seine Miterben auszahlt, um sich alle Anteile an der geerbten Immobilie zu sichern, oder wenn die Erben ihre Grundstücks- bzw. Immobilienanteile untereinander tauschen
  • wenn Ehe- oder eingetragene Lebenspartner untereinander Grundstücke bzw. Immobilien kaufen und/oder verkaufen (zum Beispiel wenn die Eltern an die Kinder oder die Großeltern an die Enkel kaufen und/oder verkaufen und umgekehrt)
  • wenn Angehörige in gerader Linie untereinander Grundstücke bzw. Immobilien kaufen und/oder verkaufen
  • wenn ein Grundstück bzw. eine Immobilie scheidungsbedingt unter den Ex-Partnern aufgeteilt wird

Es gibt also auch Ausnahmen, bei denen keine Grunderwerbssteuern gezahlt werden müssen. Falls das Finanzamt einmal fälschlicherweise eine Grunderwerbsteuer von Ihnen verlangt, wissen Sie jetzt, wann Sie sich wehren können.

25. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Yannick Esters
Von: Yannick Esters. Über den Autor

Yannick Esters schreibt für den GeVestor-Newsletter "Immobilien-Telegramm" und ist Fachmann für die Immobilien-Branche.