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Die Handelsspanne: Einfache Formel mit Tücken

Die Handelsspanne ist eine wichtige Kennzahl für Handelsunternehmen, um die Rentabilität des Unternehmens und einzelner Produkte zu messen.

Sie wird in Prozent dargestellt und auch als Marge bezeichnet. Der absolute Betrag der Handelsspanne wird Rohertrag genannt.

Formel für die Handelsspanne

Die Handelsspanne ist die Differenz des Nettoverkaufspreises (also ohne Umsatzsteuer) und des Einstandspreises (ebenfalls ohne Umsatzsteuer) in Prozent.

Der Rohgewinn berechnet sich wie folgt:

Rohgewinn = Nettoverkaufspreis – Nettoeinstandspreis

Wenn also ein Händler ein Produkt für 250 € (netto) erwirbt und für 350 € (netto) wieder verkauft, ergibt sich ein Rohgewinn von: 350 € – 250 € = 100 €.

Die Handelsspanne beträgt somit: 100 € / 250 € x 100 = 40%

Handelsspanne-Formel mit veränderlichen Faktoren

So einfach die Formel an sich auch ist, so führt sie doch bei vielen – gerade kleinen – Handelsunternehmen zu einer „Milchmädchenrechnung“.

Das Problem liegt hier in der Festlegung der Einflussfaktoren auf den Einstandspreis.

Einen für den Händler positiven Einfluss können Rabatte für große Menge oder auch die Ausnutzung der Skontozahlung sein.

Formel  

Handelsspanne berechnen

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Die Handelsspanne ist eine wichtige Kennzahl für Handelsunternehmen, um die Rentabilität des Unternehmens und einzelner Produkte zu messen.
$$\text"Handelsspanne" = [\text"Rohgewinn" / \text"Nettoeinstandspreis"\]* 100$$
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Der Einstandspreis

Es gibt natürlich auch Kosten, die mit einberechnet werden müssen. Deshalb wird auch vom Einstandspreis und nicht vom Einkaufspreis gesprochen.

Diese Kosten können ganz offensichtlich sein, wie zum Beispiel Kosten für Verpackung und Versand, sofern diese nicht gesondert auf den Käufer umgelegt werden.

Einfuhrzölle oder kalkulierte Kosten für Verderb oder Warenschwund (Diebstahl, Beschädigung, etc.) müssen aber genauso beachtet werden wie Kosten für den Vertrieb. Bei Onlinehändlern sind das beispielsweise die Gebühren für das Einstellen der Produkte auf Ebay, Amazon oder ähnlichen Portalen.

Handelsspanne: Die einfache Formel wird etwas komplizierter

Die oben genannten Einflüsse sind recht überschaubar und lassen sich einem Handelsprodukt noch einfach zuordnen. Jedoch sind auch weitere Handelskosten zu beachten, die das Unternehmen zu tragen hat und somit auch wieder einspielen muss.

Dies sind beispielsweise Kosten für Werbung und Telekommunikation.

Ein Posten, der bei Kalkulationen oft vergessen wird, sind die Lagerkosten. Diese können, je nach Produkt, aber ein wesentlicher Faktor sein.

Die genaue Zusammensetzung der Handelskosten muss in jedem Unternehmen und für jedes Produkt deshalb gesondert durchgeführt werden. Sind die Kosten bekannt, ist die Handelsspanne mit einer kleinen Tabellenkalkulation einfach durchzuführen.

Formel für Handelsspanne enthält nicht den Unternehmerlohn

Mit der Formel für die Handelsspanne kann man also Produkte in ihrer Wirtschaftlichkeit vergleichen und daraus lässt sich der Gewinn berechnen.

Allerdings ist der Lohn für den Unternehmer hier noch nicht herausgerechnet. Um den wirklichen Betriebsgewinn zu erhalten, muss das Ergebnis also um den kalkulatorischen Unternehmerlohn bereinigt werden.

25. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.