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Die Handelsspanne für Lebensmittel wird geringer

Der Lebensmittelhandel ist heiß umkämpft und versucht mit immer weiteren Billigangeboten, Kunden zum Kauf zu verleiten.

Trotz steigender Rohstoffpreise ist von einer erheblichen Erhöhung der Lebensmittelpreise besonders bei Discountern nicht auszugehen.

Die Handelsspanne für Lebensmittel bleibt demnach auf ihrem niedrigen Niveau.

Handelsspanne für Lebensmittel berechnen

Die Handelsspanne kann auch mit den Begriffen Marge, Preisspanne oder Rohgewinn gleichgesetzt werden.

Mehr zum Thema: EBIT-Marge: Unternehmenskennziffer mit Aussagekraft

Ermittelt wird die Handelsspanne als Differenz zwischen Verkaufspreis und Einstandspreis des Produktes.

Da der Einstandspreis einer Ware z.B. aufgrund von nachträglichen Preisregulierungen nicht immer einfach festzustellen ist, kann auch der Einkaufswert der Ware zur Ermittlung der Handelsspanne herangezogen werden.

Ausgedrückt wird sie in den meisten Fällen in Prozenten des Verkaufspreises.

Handelsspanne von Lebensmitteln: Kalkulation ist alles

Da durch die starke Konkurrenz von Billigläden und Discountern ein heißer Preiskampf bei Lebensmitteln zu beobachten ist, sinkt auch die Handelsspanne von Lebensmitteln.

Deshalb ist eine solide Kalkulation als Grundlage für eine optimale Preisfindung besonders wichtig. Hier kommt der Kalkulationszuschlag ins Spiel.

Er dient der Berechnung des Verkaufspreises. Ermittelt wird der Kalkulationszuschlag aus der Differenz zwischen Verkaufspreis und Einstandspreis (=Handelsspanne), bezogen auf den Einstandspreis.

Rohstoffpreise steigen, Lebensmittelhandel reagiert kaum

Die Rohstoffpreise am Weltmarkt steigen, doch der Lebensmittelhandel zieht nicht bedeutend nach.

Grund hierfür ist die starke Konkurrenz der Lebensmittelhändler. Insbesondere die flächendeckenden Discounter nutzen den Preiskampf zur Kundenbindung. Die Preise bleiben also trotz steigender Rohstoffpreise weiterhin relativ niedrig.

Doch der Druck der niedrigen Handelsspanne für Lebensmittel wird von den Händlern auch gerne an die Hersteller weitergegeben.

Die Hersteller befinden sich also in einer schwierigen Lage. Da die gestiegenen Rohstoffpreise vom Lebensmittelhandel meist nicht übernommen werden, bleiben sie auf ihren Kosten sitzen.

Viele mittelständische Unternehmen können so keinen Umsatz erzielen und geraten auf lange Sicht in Existenznot.

Angebot erweitern

Die Konkurrenz der Lebensmittelhändler wird zunehmend größer, gleichzeitig verkleinern sich die Margen der Lebensmittelhersteller.

Doch insbesondere im Bereich des Lebensmittelhandels gibt es Möglichkeiten, sich für den Kunden wieder attraktiver zu gestalten und sich von anderen Anbietern zu unterscheiden.

Dies kann eine große Produktpalette an leicht zuzubereitenden Speisen sein oder ein breites Angebot an Bio-Lebensmitteln.

Auch für Produkte aus der Region wird gerne tiefer in den Geldbeutel gegriffen. Eine gute Mischkalkulation ist die kaufmännische Kunst, um im Preiskampf der Lebensmittelhändler zu bestehen.

Der starke Konkurrenzkampf im Lebensmittelhandel dürfte mit der Zeit jedoch an seine Grenzen stoßen.

Die Handelsspannen für Lebensmittel fallen zuweilen sehr gering aus. Das Preisgefüge, besonders bei Billigangeboten, wird wohl neu geordnet werden müssen.

17. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sonja Hüsken. Über den Autor

Schon vor ihrem Studium der Volkswirtschaftslehre beschäftigte sich Sonja Hüsken intensiv mit dem Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft und der Frage nach der richtigen Vorsorge. Immer im Fokus: Der Mehrwert der Information für den Leser.