US-Einzelhandelsumsätze enttäuschen
Bemerkenswert war insbesondere der Handelsverlauf am Freitag. Bis zum frühen Nachmittag konnten die Börsen an die Erholung der Vortage anknüpfen, bevor Konjunkturdaten aus den USA für einen herben Dämpfer sorgten. Die US-Einzelhandelsumsätze gingen im Mai um 1,2% zurück, während Volkswirte einen leichten Anstieg um 0,2% erwartet hatten.
Börsen zeigen Stärke
Noch vor wenigen Wochen hätten derartige Zahlen wohl dafür gesorgt, dass die Aktienkurse wieder in den freien Fall übergehen. Diesmal jedoch nicht. Der DAX rutschte nur kurz unter die 6.000er-Marke, holte die zwischenzeitlichen Einbußen bis zum Handelsende aber nahezu komplett wieder auf.
Die US-Börsen drehten nach schwächerem Handelsbeginn sogar noch in die Gewinnzone. Ein Zeichen dafür, dass die Aktienmärkte wieder an Stärke gewinnen.
Volatilität geht zurück
Nach der ersten konjunkturellen Erholungsphase, die auch von zahlreichen Konjunkturpaketen begünstigt war, ist es völlig normal, dass die wirtschaftliche Dynamik nun ein wenig nachlässt.
Dies haben die Aktienmärkte in den vergangenen Wochen aber bereits eingepreist. Die europäische Schuldenkrise hat dafür gesorgt, dass die Konsolidierungsphase unter erheblichen Schwankungen über die Bühne geht. Doch die hohe Volatilität geht nun allmählich zurück.
Bullenmarkt ist nicht in Gefahr
Noch ist die Marktkonsolidierung nicht vorüber. Und wie lange diese Phase noch andauern wird, kann keiner seriös prognostizieren. Doch die Konsolidierung verläuft in einem völlig normalen Rahmen, der Bullenmarkt ist weiterhin nicht in Gefahr. Und die jüngste Entwicklung zeigt, dass die Verunsicherung langsam schwindet.
Daher gehe ich davon aus, dass sich nach dieser Übergangsphase der übergeordnete Aufwärtstrend fortsetzen wird. Ob die Börsen schon in zwei Wochen oder möglicherweise erst in drei Monaten auf neue Hochs klettern, spielt für langfristig orientierte Anleger dabei letztlich keine Rolle.
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