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Die Kupferpreisentwicklung unter der Lupe

Kupfer weckt bei Anlegern zwar nicht die gleichen Emotionen wie Gold oder Silber, dennoch ist es inzwischen das am meisten gehandelte Industriemetall weltweit. Der Grund: Kupfer kommt nicht nur in der Bauindustrie zum Einsatz, sondern aufgrund seiner Leitfähigkeit auch in der schnell wachsenden Elektronikbranche.

Wegen seiner antibakteriellen Wirkung wird Kupfer zudem häufig in der Medizintechnik und im Gesundheitsbereich verwendet – ebenfalls ein Markt, der weiter wachsen dürfte. Damit sind die Aussichten für Kupfer in den nächsten Jahren recht vielversprechend.

Kupfer ist auch deshalb interessant, da Anleger direkt in Aktien von Bergbauunternehmen wie BHP Billiton oder Rio Tinto investieren und damit vom Rohstoff-Boom profitieren können. Darüber hinaus hat der Anleger auch die Möglichkeit direkt in Kupfer über ein Kupfer-Zertifikat zu investieren.

Bergbauunternehmen profitieren vom steigenden Kupferpreis

In den vergangenen Jahren kam es bei der Kupferpreisentwicklung zu hohen Schwankungen, da die Preisentwicklung maßgeblich von der Industrienachfrage abhängt. Der Preis für Kuper wird pro Tonne ermittelt, wobei der Kupferhandel vornehmlich über die Börsen New York Commodities Exchange (COMEX), London Metal Exchange (LME) und Shanghai Futures Exchange abgewickelt wird.

Notierte Kupfer Anfang 2009 noch bei rund 3.000 US-$ pro Tonne, kletterte der Kupferpreis Anfang 2011 kurzfristig über 10.000 US-$ pro Tonne. Der hohe Kupferpreis hatte unangenehme Folgen für deutsche Verbraucher und die Bahn, denn zu dieser Zeit bedienten sich oft Diebe an den Zuggleisen. Nach einer Konsolidierungsphase hat sich der Kupferpreis zuletzt bei rund 7.000 US-$ pro Tonne stabilisiert.


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Kupferpreisentwicklung – Einflussfaktoren

Der Grund für den massiven Preisanstieg Ende 2008 war nicht zuletzt die zunehmende Nachfrage aus China. Kupfer gilt im Allgemeinen als besonders sensibler Indikator für Konjunkturschwankungen. Zudem konnten Bergbaugesellschaften in den vergangenen Jahren ihre Produktion nicht so stark ausbauen wie ursprünglich geplant. Naturkatastrophen und Streiks führten zu Produktionsausfällen und teilweise zu starken Ausschlägen bei der Kupferpreisentwicklung.

Eine der Hauptnachfragetreiber ist die voranschreitende Industrialisierung. In China und Indien werden mit Hochdruck Infrastrukturprojekte vorangetrieben, wodurch deutlich mehr Kupfer benötigt wird. So wuchsen beispielsweise in China die Kupferimporte um mehr als 20 Prozent. Darüber hinaus werden immer neue Anwendungsbereiche für Kupfer entdeckt.

Kupfer – immer mehr Anwendungsbereiche treiben den Kurs

So wird Kupfer unter anderem auch für Kraftwerksgeneratoren, Windanlagen und Elektrofahrzeuge benötigt. Insbesondere beim Bau eines Elektrofahrzeugs kommt deutlich mehr Kupfer zum Einsatz als beispielsweise bei der Fertigung herkömmlicher Autos mit Benzin- oder Dieselmotor. Dabei ist Kupfer de facto nicht ersetzbar, denn einzig Silber hat eine ähnlich hohe Leitfähigkeit wie das rote Metall. Allerdings ist Silber viel zu teuer, so dass kaum Alternativen bleiben.

Das meiste Kupfer kommt aus Chile

Ferner kann der Produktionsausstoß von Kupfer nicht so ohne weiteres gesteigert werden. Die weltgrößte Kupfermine liegt in Chile (Escondida-Mine), die von BHP Billiton betrieben wird. Chile bestreitet nahezu die Hälfte seines Außenhandelsergebnisses durch den Kupferexport.

Allerdings kommt es in Chile und in anderen Schwellenländern mit großen Kupferminen (Oyu Tolgoi-Mine in der Mongolei usw.) immer wieder zu Streiks, da Arbeiter bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne fordern. Dies beeinträchtigt die Angebots- und Nachfragesituation auf den Spot-Märkten und hat damit direkten Einfluss auf die Kupferpreisentwicklung.

Kupfer hat noch lange nicht ausgedient

Marktbeobachter erwarten auch in den nächsten Jahren einen stabilen oder steigenden Kupferpreis. Der Grund: Der Kupfergehalt in den Bestandsminen sinkt und es müssen viel mehr Kupfer-Tonnen aus neuen Minen gefördert werden, um die steigende Nachfrage zu decken.

Insgesamt hat Kupfer als Industriemetall noch lange nicht ausgedient, so dass Anleger in den nächsten Jahren durchaus mit einer positiven Entwicklung rechnen können. Für Anleger sind daher nicht nur Investments in Bergbau-Aktien interessant, sondern auch Direkt-Investments wie zum Beispiel in Kupfer-Zertifikate, die inzwischen von vielen Banken angeboten werden.

6. Februar 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands