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Die Margin of Safety soll Investoren vor Verlusten schützen

Mit der Margin of Safety, auf Deutsch die Sicherheitsmarge, sollen Anleger eine möglichst hohe Absicherung gegen Verluste berechnen können. Gerade Value-Investoren achten auf die Margin of Safety, um so nur in Unternehmen zu investieren, die Aufgrund ihrer Substanz eine hohe Sicherheit für das eingesetzte Kapital bieten. Doch wie errechnet sich die Sicherheitsmarge und wieviel Sicherheit kann sie wirklich bieten?

Geschichte und Konzept der Margin of Safety

Der Begriff Margin of Safety wurde vom amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler und Starinvestor Benjamin Graham in seinem 1949 erschienem Buch „The Intelligent Investor“ geprägt.

Das von Graham vorgestellte Prinzip der Margin of Safety ist recht einfach und einleuchtend: Bei jedem Investment sollte ein höherer Unternehmenswert dem eingesetzten Kapital gegenüberstehen. Der Teufel versteckt sich aber wie so oft im Detail. Die Frage die sich stellt ist, wie man den tatsächlichen Wert eines Unternehmens festlegt.

Margin of Safety für Unternehmensanleihen

Bei Unternehmensanleihen stellt die Margin of Safety sicher, dass das Unternehmen die ausgegebenen Anleihen mit den zugesicherten Zinsen auch zurückzahlen kann. Hierzu werden die Vermögenswerte des Unternehmens den Verbindlichkeiten gegenübergestellt.


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Der Betrag um den die Vermögenswerte die Verbindlichkeiten übersteigen stellt dann die Margin of Safety dar. Um diese komplexe Rechnung müssen Anleger sich allerdings nicht selber kümmern, hierfür gibt es Ratingagenturen, die das Ausfallrisiko bei Unternehmensanleihen durch übersichtliche  Ratingstufen darstellen. Bei Unternehmensanleihen ist eine höhere Sicherheit allerdings immer mit einem niedrigeren Zinskupon verbunden.

Margin of Safety bei Aktien

Komplizierter wird es, die Margin of Safety bei Aktieninvestments festzulegen. Auch bei Aktien geht es darum, die einzelnen Aktientitel zu einem Kurs zu kaufen, dem ein höherer Unternehmenswert gegenübersteht. Allerdings ist es nicht so einfach den tatsächlichen Wert (auch innerer Unternehmenswert genannt) eines Unternehmens festzulegen und diesen dann in die Zukunft zu projizieren.

Für diese Berechnung gibt es verschiedene Methoden. Am häufigsten werden der DCF  (Discounted-Cash-Flow) und das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) zur Unternehmenswertbestimmung herangezogen.

Die DCF-Methode ist hierbei etwas aufwendiger als das einfacher zu ermittelnde KGV. Um eine erste Einschätzung zu tätigen ist das KGV aber ausreichend. Wird eine Aktientitel mit einem KGV von 12 als fair bewertet angesehen und der aktuelle Kurs lässt einen Kauf zu einem KGV von 10 zu, bedeutet dies eine Margin of Safety von 20%.

Wie hoch sollte die Margin of Safety sein?

Die Höhe der Margin of Safety ist eine sehr subjektive Angelegenheit, die eng mit dem Risikomanagement jedes einzelnen Anlegers verknüpft werden sollte. Ob die Margin of Safety dann bei 20, 30 oder sogar 50% gewählt wird, hängt entscheidend von der persönlichen Risikoaffinität ab.

Je höher die Margin of Safety gewählt wird, desto weniger wahrscheinlich ist ein Verlust, wenn die Entwicklung des Unternehmens nicht den Erwartungen entspricht. Allerdings sind solide Unternehmen mit einer hohen Margin of Safety auch genau so schwer zu finden wie eine Nadel im Heuhaufen.

Margin of Safety bietet keine absolute Sicherheit

Es gilt aber zu beachten, dass die Margin of Safety keine vollkommene Sicherheit gegen Verluste oder im schlimmsten Falle sogar den Totalverlust bei einem Investment bietet. Dramatische Änderungen im Markt oder Misswirtschaft innerhalb des Unternehmens können zu vorher nicht absehbaren Risiken werden.

Daher gilt es immer seine Investments nicht auf ein paar wenige, sondern auf eine möglichst breit gestreute Anzahl von Titeln zu verteilen. Nur mit der Diversifikation auf mehrere Branchen und Länder hilft die Margin of Safety eine möglichst hohe Rendite bei überschaubarem Risiko zu finden.

24. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.