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Marktbereinigung im Solarsektor hat begonnen

Gerade einmal zwei Wochen ist es her, dass ich Ihnen in Rendite Trends die trüben Aussichten der Solarbranche geschildert habe.

Nun sorgte Solon für einen Paukenschlag: Der Photovoltaikhersteller hat Insolvenz angemeldet.

Pionier der Branche verschwindet von der Bildfläche

Die Nachricht kam am späten Dienstagabend, als der Handel an den Börsen bereits beendet war: Solon muss den Gang in die Insolvenz antreten. Das Berliner Unternehmen, ein Pionier der Solarbranche, ist pleite.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Solon eine Bürgschaft über 146 Mio. Euro vom Bund und den Ländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommer erhalten, mit der die Existenz zunächst gesichert werden konnte.

Solon-Aktie bricht ein

Doch nun ist Feierabend. Die Gespräche mit Banken, Investoren und Bürgen über eine umfassende finanzielle Restrukturierung sind gescheitert. Die Aktie brach daraufhin gestern nochmals um die Hälfte ein.


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Zuvor hatte der Kurs gegenüber dem Jahreshoch vom Januar aber über 80% verloren. Zuletzt lag die Notierung noch bei 43 Cents. Ihren historischen Höchststand hatte die Solon-Aktie im November 2007 bei gut 94 Euro erreicht.

Weitere Insolvenzen nicht ausgeschlossen

Nach dem Düsseldorfer Unternehmen Systaic, das im März dieses Jahres Insolvenz anmelden musste, hat es nun also erstmals einen wirklichen prominenten Vertreter der Branche erwischt.

Und die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Marktbereinigung im Solarsegment, die nun wohl endgültig begonnen hat, weitere prominente Opfer fordern wird.

Da wäre vor allem Conergy zu nennen. Das Unternehmen leidet schon seit geraumer Zeit unter erheblichen finanziellen Problemen. Die Aktie, die sich aufgrund des rapiden Kursverfalls bereits im März aus dem Technologieindex TecDAX verabschieden musste, notiert gerade noch bei 27 Cents.

Der Rekordstand von Ende 2007 hatte bei 186 Euro gelegen. Eine Insolvenz – sollte es dazu kommen – ist angesichts dieser Kursentwicklung ohnehin nur noch der Tropfen auf den heißen Stein.

Auch Q-Cells ist gefährdet

Ernsthafte Probleme hat auch Q-Cells. Das TecDAX-Unternehmen, das vor wenigen Jahren noch als DAX-Kandidat gehandelt wurde, türmt seit vielen Quartalen hohe Verluste auf. Die Finanzchefin hat nach dem höher als erwartet ausgefallenen Verlust im dritten Quartal das Weite gesucht.

Und auch die Solon-Pleite trifft das ostdeutsche Unternehmen hart. Denn Solon war ein wichtiger Abnehmer von Solarzellen aus dem Hause Q-Cells.

Gerade vor dem Hintergrund, dass Q-Cells eine im Februar fällige 200 Mio. Euro schwere Wandelanleihe zurückzahlen soll, kommt die Nachricht von der Insolvenz Solons alles andere als gelegen.

Marktbereinigung hat begonnen

Einiges spricht dafür, dass die Solon-Pleite den Beginn einer Marktbereinigung im Solarsegment darstellt, die weitere Opfer fordern wird. Um Aktien wie Conergy und Q-Cells sollten Anleger einen weiten Bogen machen.

Aber auch andere Solarwerte sind angesichts trüber Aussichten und eindeutiger Abwärtstrends derzeit wenig aussichtsreich.

15. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.