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Die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung: Was dahinter steckt

Für Vermieter ist sehr wichtig schon vor Beginn eines neuen Mietverhältnisses über die Bonität des zukünftigen Mieters genauestens Bescheid zu wissen. Denn: Wenn der Mieter nicht zahlt, gibt es zwar verschiedene Möglichkeiten dagegen vorzugehen, jedoch bleibt man als Vermieter auf den Kosten sitzen, wenn zum Beispiel bei einem Rechtsstreit herauskommt, dass der Mieter kein Geld hat.

Und auch erst nach einer bestimmten Summe können Vermieter den Mieter aus der Wohnung werfen. Und dann ist der Schaden oft schon angerichtet.

Die Überprüfung der Bonität – die Möglichkeiten für Vermieter

Aus diesen Gründen ist es für Vermieter eben sehr wichtig, so viel wie möglich über die Zahlungsfähigkeit des Mietinteressenten herauszubekommen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die wohl bekannteste ist die Mieterselbstauskunft, die man als Vermieter stets einholen sollte.


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Neben dieser Auskunft ist auch die Vorlage einer Bescheinigung über die Freiheit von Mietschulden eine sehr gute Auskunft über die Bonität des zukünftigen Mieters. Eine solche Mietschuldenfreiheitsbescheinigung kann der zukünftige Mieter dem Vermieter vorlegen.

Die einer Bescheinigung über die Freiheit von Mietschulden: Was dahinter steckt

Sie ist vom Vormieter ausgestellt und darin steht, dass der Mieter keine weiteren Mietschulden bei ihm hat. Das bedeutet dann auch, dass bis hierhin sämtliche Mieten gezahlt wurden. Das macht es wahrscheinlicher, dass der Mieter auch in Zukunft seine Miete aufbringt.

Das Problem besteht allerdings darin, dass nicht jeder Mieter eine solche Bescheinigung von dem Vormieter erhalten wird – selbst im redlichen Fall war es nicht so.

Ausstellung der Mietschuldenfreiheitsbescheinigung – warum das oft nicht so einfach ist

Natürlich kann es zunächst einmal sein, dass tatsächlich noch Mieten offen sind, der Mieter sie aber tatsächlich nicht zu zahlen brauchte, zum Beispiel wegen eines Mangels und die Parteien sich darüber wirklich streiten.

Zum anderen kann natürlich auch der Vorvermieter skeptisch sein, da über die letzten Betriebskosten noch nicht abgerechnet wurde und er nun keinen Freifahrtschein über nicht bestehende Mietschulden ausstellen möchte.

Das größte Problem besteht schlicht und ergreifend in der Rechtsprechung. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs ist nämlich ein Vermieter nicht verpflichtet, eine solche Bescheinigung auszustellen (Urteil vom 30.09.09, Az.: VIII ZR 238/08).

So können Vermieter trotzdem etwas über die Mietschuldenfreiheit herausfinden

In seinem solchen Fall kann nur eins helfen: Mit Einverständnis des Mieters können sich Vermieter auch direkt an den Vorvermieter wenden und ihn nach bestehenden Mietschulden fragen.

Doch Vorsicht: Nach dem Bundesdatenschutzgesetz dürfen Vermieter Daten nur direkt beim Betroffenen, also beim Mieter erheben. Ohne Einverständnis des Mieters sollten Sie vorsichtig sein, den Vermieter anzurufen!

26. Juni 2015

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