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Die Mischung macht‘s – Aktienfonds erfolgreich managen

Nicht nur im Investmentlexikon auch im Bereich der Spirituosen (Whisky) ist der Begriff Blend zu finden. Hier ist ein Blend eine Mischung aus mehreren Whiskys um einen bestimmten Geschmack immer wieder reproduzierbar zu machen.

Nun ist Reproduzierbarkeit bei einem Aktienfonds unmöglich, zumindest was die Performance der zusammengestellten Werte angeht. Aber auch bei einem Blend-Ansatz verfolgt der Manager eine Misch-Strategie.

Die Bestandteile einer Blend-Strategie (auch Core genannt) bestehen aus den Basisstrategien des Value-Investing und des Growth-Investing. Diese beiden Analysemethoden beruhen auf unterschiedlichen Betrachtungen. Die Zusammenstellung eines Aktienfonds ist Sache des Fondsmanagements (Stock Picking). Diese Auswahl wird fortlaufend geführt, Titel werden hinzugekauft, andere verkauft.

Wie funktioniert der Value-Ansatz?

Der Value Ansatz untersucht, wie der Name schon sagt, den „Wert“ eines Unternehmens. Hierbei stützt man sich bei der Auswahl primär auf fundamentale Kennzahlen wie Eigenkapital, Cash Flow, Preis der Aktie gegenüber dem Buchwert sowie auch die Unternehmenssubstanz. Dazu gehören beispielsweise Vermögenswerte wie Immobilien, Fuhrparks, Patente und ähnliches.

Bei dem wertorientierten Value-Ansatz muss ein Unternehmen für den Fondsmanager mit Zahlen belegen können, dass investiertes Kapital auch einen entsprechenden Rückfluss erwarten lässt.


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Eine konstante Gewinn- und Wachstumsstory ist also das Ziel, mit dem sich das Management auf die Suche nach geeigneten Titeln macht. Im Regelfall besteht ein Value-Portfolio vermehrt aus unterbewerteten Aktien. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist hierbei die geläufigste Kennzahl.

Wie funktioniert der Growth-Ansatz? Gegenstück zum Value-Ansatz

Es gibt allerdings auch Aktienwerte, die nicht unbedingt durch ihre fundamentalen Kennzahlen überzeugen. Dafür aber vielleicht durch die Marketingstory, die Zukunftsprognose und das bisherige Wachstum. Microsoft und Apple waren sicherlich kurz nach Börsengang nur schwer mit Cashflow und Vermögenswerten zu bewerten. Dafür stimmte aber die Wachstumsstory und die Aussicht auf Markteroberung.

Der Growth-Ansatz geht in etwa in diese Richtung. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf Umsatz- und Gewinnentwicklung des jeweiligen Unternehmens. Somit werden Kennzahlen wie das KGV auch mal in den Hintergrund gerückt, wenn die Umsatzaussicht positive Entwicklungen erwarten lässt.

Natürlich steigt hierdurch auch das Risiko der Investition. Wenn der Titel in sich eigentlich überbewertet ist und man von weiterem Wachstum ausgeht, ist die Kursentwicklung sehr stark an kurzfristige Ergebnisse geknüpft.

Quartalszahlen, Analysteneinstufungen und allgemeine Veränderungen im Markt wirken sich unmittelbar auf die Nachfrage nach solch einem Titel aus. Sollten die erwarteten Wachstumsprognosen auch mal nur knapp unterschritten werden, kann das für einige Investoren bereits den Rückzug aus der Aktie bedeuten was einen Kursverlust zur Folge hätte.

Aktives Management beim Blend-Ansatz unabdingbar

Der Blend-Ansatz ist eine Mischung beider Strategien. Hierbei spielt es keine Rolle ob zu einem gewissen konjunkturellen Zeitpunkt eher auf den Growth oder den Value Ansatz zurückgegriffen wird, oder ob eine kontinuierliche Mischung erfolgt.

Ein aktives und verantwortungsbewusstes Fondsmanagement wird sich trotz schwieriger Marktphasen nicht beirren lassen und wachstumsversprechende Titel verschmähen.

Dabei bedeutet es nicht, einen Titel nach beiden Analysekriterien zu untersuchen und auszuwählen. Hier wäre die Konsequenz, dass nur sehr wenige bis gar keine Titel die nötigen Kriterien erfüllen. Vielmehr wird auf der einen Seite nach vielversprechenden Value-Titeln fürs Portfolio gesucht und auf der anderen Seiten nach wachstumsorientierten Growth-Werten.

Beide Ansätze in eine Form zu gießen verspricht auf der einen Seite stabile Wertentwicklung mit Potential für rapide Zuwächse. Auf der anderen Seite bedeutet es aber auch ein Risiko, falls Growth-Titel die Erwartungen nicht erfüllen und das Portfolio belasten.

21. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.