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Zwangsanleihe für Hausbesitzer im Gespräch: Die Mittelschicht zittert

Die Krise in Europa spitzt sich zu und auch hierzulande werden immer wieder neue Möglichkeiten erörtert, die Finanzkrise in den Griff zu bekommen.

Nun soll eventuell die Mittelschicht zur Kasse gebeten werden.

Nach der Veröffentlichung einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die sich für Zwangsanleihen für Vermögende aussprach, soll der Kreis der Zahlenden noch um die Hausbesitzer erweitert werden.

Wer gilt heute als vermögend?

Wurden vor kurzem noch die Abgaben für Vermögende kontrovers diskutiert, muss nun auch die Mittelschicht um seinen Besitz bangen.

Denn wer in Deutschland als wohlhabend gilt, mag sich selbst noch zur Mittelschicht zählen. Ab 250.000 Euro gilt ein Bürger offiziell als vermögend und gehört zu den reichsten acht Prozent in der Bevölkerung.

Die Abgrenzung zwischen vermögenden Bürgern und Angehörigen der Mittelschicht ist also als schwierig anzusehen.


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Umverteilung des Vermögens

Zwar geht es in der aktuellen Debatte vorrangig um die wirklich Reichen, jedoch kann es jederzeit zu einer Verschärfung der Abgabenlast auch für die Mittelschicht kommen.

Eine Umverteilung des Vermögens zum Beispiel durch eine Schenkung an Dritte ist eine Möglichkeit, sein Geld in Sicherheit zu bringen.

Eine beliebte Alternative ist nach wie vor der Immobilienkauf. Eine Zwangsanleihe für Hausbesitzer würde dies vermutlich ändern.

Immobilienbesitzer fürchten um Altersvorsorge

Durch die Preissprünge am Immobilienmarkt vervielfältigt sich das Vermögen eines Hausbesitzers. Der Sachwert einer Immobilie kann sich immens erhöhen, jedoch ändern sich die Lebensumstände des Hausbesitzers in keiner Weise.

Durch den Vorschlag der Zwangsanleihe für Hausbesitzer besteht für manche die Gefahr der Verschuldung. Um die Zwangsanleihe überhaupt zahlen zu können, müssten eventuell sogar abgezahlte Häuser mit einer Hypothek beliehen werden.

Keine eskalierte Notsituation in Deutschland

Die Überlegung der Zwangsanleihe für Hausbesitzer entstand aus der Krisensituation Europas heraus. Doch die Lage in Deutschland ist weit von einer solchen Notsituation entfernt.

Zwangsabgaben erscheinen momentan nicht erforderlich. Auch die Vorsitzende des Finanzausschusses im Bundestag, Birgit Reinemund (FDP), lehnt die Zwangsabgabe ab.

Der Vorschlag würde eine Vermögensabgabe durch die Hintertür „mit Aussicht auf Enteignung“ darstellen.

Zwangsanleihe für Hausbesitzer – derzeit sehr unwahrscheinlich

Der Kauf einer Immobilie gilt bei vielen Deutschen als gute Altersvorsorge. Auch die Angst vor der Eskalation der Euro-Krise und der Inflation führen zum Entschluss der vermeintlich sicheren Anlage in eine Immobilie.

Doch ist es schwierig, eine Immobilie mit dem passenden Gegenwert zu erwerben.

Mehr dazu: „Zwangsanleihe für Reiche – pro und contra“.

Verliert man dann beim Kauf schon einen Großteil seines Ersparten, würden letztendlich Vermögenssteuer und ähnliche Abschläge die sichere Altersvorsorge verhindern.

Gegenwärtig erscheint es jedoch sehr unwahrscheinlich, dass eine Zwangsanleihe für Hausbesitzer Realität werden könnte – zu groß sind die Widerstände aus Bevölkerung und Politik.

26. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.